Versteckte Bedeutungen von scheinbar normalen Hundeverhalten, die jeder erkennen sollte!

Lisa am 25. June 2021
Wer einen Hund hat, wünscht sich natürlich, dass es diesem bei ihm gut geht. Dass sich die ganze Familie super mit dem neuen Gefährten versteht und das man alles versteht, was einem der Hund mitteilen möchte. Viele denken, sie kennen ihren Hund ganz genau, aber das ist leider ein Irrtum. Einige Verhaltensweisen legen Hunde an den Tag, die niedlich erscheinen, aber einen besonderen Hintergrund haben, den man einfach wissen sollte.

Nicht immer möchte dein Hund etwas von dir, wenn er dich mit seinem süßen Hundeblick ansieht. Viele denken, er möchte jetzt betteln, nach Leckerlies oder nach irgend etwas anderem. Aber weißt du was, er zeigt dir damit meistens nur, wie sehr er dich mag! Ist das nicht niedlich? Wenn dich dein Hund also das nächste Mal mit seinem weichen Blick ansieht, dann drück ihn doch einfach mal ganz feste und sage ihm, dass du ihn auch magst. Das wird deinen Hund sehr freuen, weil du ihn endlich verstanden hast.
Wenn der Hund mit ins Bett möchte, bedeutet das nur eines
Es ist ein Streitthema unter Hundebesitzern. Soll der Hund lieber außen schlafen, also außerhalb des Bettes oder darf er mit rein? Und warum will er überhaupt mit ins Bett? Fürchtet er sich alleine oder braucht er den Kuschel Kontakt? Es bedeutet vor allem eines: Das du das Wichtigste in seinem Leben bist. Ja, es ist wirklich so einfach. Er möchte bei dir sein, einfach immer!

Natürlich musst du dem nicht nachgeben, nur dem Hund zuliebe, aber es wäre schön, wenn du das zu schätzen weißt. Das du deinem Hund so wichtig bist, er immer bei dir sein will. Sag ihm das doch einfach, dass auch er dir wichtig ist. Und dann bring ihn zu seinem Schlafplatz und drück ihn mal kräftig. So fühlt er sich wertgeschätzt. Und du bist auch glücklich.
Angriff ist nicht immer eine Verteidigung, sondern bedeutet mehr
Ja, nicht jeder mag es, wenn der Hund an einem hochspringt. Gut erzogene Hunde machen das auch nicht. Aber, wenn ein Hund dich scheinbar angreift, dann mag er dich! Wenn er natürlich bellt und knurrt, dann wohl eher weniger. Aber einfach dieses Anspringen, mit dem Ziel, dich von den Beinen zu holen, bedeutet einfach, dass er mit dir spielen will und dich als vollwertig betrachtet. Du bist es wert, dass man mit dir spielt und auch ein bisschen rangelt.

Beobachte doch die Hunde draußen. Wie sie sich gegenseitig anspringen, umwerfen, rumtollen. Und genau das möchte der Hund mit dir auch machen. Ob du das auch magst, ist dahingestellt. Du brauchst auch nicht mitmachen. Es geht nur darum, dass du verstehst, was dein Hund dir damit sagen möchte. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!
Der Hund möchte nicht unbedingt apportieren!
Jeder Hundebesitzer kennt es. Du bist draußen unterwegs und dein Hund bringt dir Stöckchen und Ball. Du bist natürlich der Meinung, dass er spielen möchte und wirfst das Ding weit weg. Der Hund ist ja brav und möchte dir was Gutes tun und holt das Ding auch brav wieder. Aber weißt du was? Manchmal möchte er einfach nur dir etwas Liebes zeigen damit! Also lass den Hund nicht ständig rennen.

Sie bringen dir den Ball, den Stock oder was auch immer, weil sie gerne spielen und auch wollen, dass du gerne spielst. Also ruhig mal einfach bedanken und den Hund knuddeln, dann muss er nicht unnötig durch die Gegend rennen. Wenn er doch apportieren möchte, wirst du das schon mitbekommen. Ansonsten einfach mal annehmen und liegen lassen. Interessant oder? Wir lassen unsere Hunde also oftmals viel zu viel durch die Gegend rennen, weil wir die Sprache nicht verstehen.
Dein Hund starrt dich an, bevor du gehst?
Viele Hundebesitzer sind berufstätig und müssen daher ihre Hunde tagsüber alleine lassen. Und dann kommt das schlimmste. Der Hund geht mit zur Tür und starrt dich an. Du hast ein schlechtes Gewissen, würdest den Kerl oder die Hundedame am liebsten mitnehmen, aber das geht ja meistens einfach nicht. So gehst du mit einem schlechten Gewissen aus dem Haus, aber du brauchst das gar nicht haben!

Denn wenn dich dein Hund einfach nur anguckt, anstarrt, ohne zu winseln oder irgendwas, dann weiß er, du kommst wieder. Du sagst ihm das dann natürlich auch, dass du ja bald wieder da bist und gut ist es. Wenn er dich also einfach nur anschaut, mit fragendem Blick, sei unbesorgt, er weiß, dass du ihn nicht für immer verlässt. Du kannst das dann einfach bestätigen und das war es dann auch schon. So einfach geht Hundesprache! Schauen wir uns mal den nächsten Punkt an.
Die Sprache der Hundeaugen
Auch das beherrschen Hunde perfekt und ihre Besitzer verstehen es nur nicht: Die Sprache der Augen, die Sprache der Blicke! Sie sind uns ähnlicher, als wir denken. Man sieht doch, wenn sie müde sind oder wenn sie auf den Boden schauen. Wir sind nicht anders. Wenn wir auf den Boden schauen, sind wir meistens traurig oder irgendwie bedrückt. Wenn wir uns freuen, machen wir große Augen. Genau so macht es dein Hund auch!

Sie heben auch ihre Augenbrauen, wenn sie eine Frage an dich haben. Verstehst du? Augenbrauen hoch, ab an die Tür, heißt doch logisch: gehen wir jetzt da raus? Oder gibt es Futter? Einfach mal mehr auf die Augen achten, auf die Blicke, die dein Hund dir schenkt. Sie sind deinen ähnlich, du brauchst es nur noch lesen, als wäre es deine Freundin oder dein Freund, dann verstehst du deinen Hund so viel besser!
Willst du umarmt werden? Das macht dein Hund schon die ganze Zeit mit dir!
Ihnen ist nicht kalt, wenn sie sich an uns drücken. Hunde haben ihre ganz eigene Art, uns ihre Liebe zu zeigen und uns zu umarmen. Sie drücken sich einfach mit ihrem ganzen Gewicht an uns heran! Ja, das ist eine Umarmung. Niedlich oder? Du wirst das als Hundebesitzer schon oft erlebt haben und dir nichts weiter gedacht dabei. Aber er oder deine Hundedame umarmt dich auf diese Weise!

Auch wenn du stehst und er sich an dich lehnt, ist das eine Art kuscheliger Umarmung. Ein bisschen so, wie wenn sich Katzen einem an die Beine drücken. Sie können ja nichts anderes machen, außer sich aufstellen und mit den Pfoten gegen einen drücken. Also ist auch das eine kräftige Umarmung. Wir finden das gut, das zu wissen. Daher, wenn dein Hund sich an dich drückt, drücke ihn doch einfach mal zurück. Dann seid ihr beide umarmt und somit glückliche Lebewesen.
Bei dir sein nach dem Essen
Wenn eine Katze gefuttert hat, legt sie sich meistens in ein Eck und schläft. Das ist ja auch völlig okay und macht einen auch glücklich. Wenn allerdings dein Hund nach dem Essen zu dir kommt und mit dir kuschelt, möchte er keinen Nachschlag, so wie das oft verstanden wird, sondern er möchte dir damit was ganz anderes sagen. Erstens ist es ihm wichtig, sich bei dir zu bedanken, aber es bedeutet noch etwas viel wichtigeres.

Er zeigt dir damit, dass du der beste und tollste Mensch bist, dass er dich liebt und es gerne mag, bei dir zu sein. Es ist ein Liebesbeweis, genau so wie er sich gerne zu dir ins Bett liegt, einfach weil du sein Lebensmittelpunkt bist. Also freu dich, wenn er nach dem Essen einfach bei dir sein will und kuschel einfach ein wenig mit ihm. Muss ja nicht lange sein. Aber so fühlt er sich verstanden von dir.
Dein Hund ist nicht unbedingt müde, nur weil er gähnt!
Wir gähnen, wenn wir müde sind. Oder wenn wir zu wenig Sauerstoff im Körper haben. Das haben zumindest unsere Omas immer gesagt, keine Ahnung gerade, ob das stimmt. Aber hier geht es ja nicht um uns Menschen, sondern um unsere Hunde. Wenn diese gähnen, bedeutet das nicht unbedingt, dass er schlafen will, sondern es ist auch wieder ein Zeichen, dass er gerne bei dir ist. Das Gähnen bedeutet nämlich auch, dass er sich gerne unterwirft.

Wenn du einen Hund draußen beim spielen mit anderen beobachtest, kannst du feststellen, dass er während des Spiels mit anderen Hunden beginnt zu gähnen. Das bedeutet nicht, dass ihm langweilig ist, sondern dass er sich dem oder den andren jetzt unterwirft. Hättest du das gedacht? Jetzt weißt du es! Was man nicht noch alles über seinen Hund lernen kann oder? Schauen wir mal weitere Verhaltensweisen genauer an.
Das Gähnen kann aber auch etwas anderes bedeuten, sollte man wissen!
Denn Hunde gähnen nicht nur, weil sie sich wohl fühlen, weil sie sich sicher und vertraut fühlen, sondern Hunde gähnen auch, wenn sie irgend etwas ängstigst oder wenn sie sich unwohl fühlen. Also beobachte deinen Hund genau. Achte auf den Blick, den er hat, wenn er gähnt. Fühlt er sich wohlig, wird er sich niederlegen. Wenn er aber unruhig ist und gähnt, dann solltest du ihn im Auge behalten.

Du wirst lernen, zu lesen, warum er gähnt. Beobachte dein Tier einfach mal über einige Tage hinweg. Gähnt er in deinem Beisein und sieht entspannt dabei aus, ist alles in Ordnung. Gähnt er bei anderen Hunden während des Spiels, ist auch alles okay, so lange er sonst glücklich erscheint. Wenn er allerdings unruhig wird und sein Blick seltsam, dann schau mal, ob ihm irgendwas weh tut oder ob er traurig ist.
Das ist der Grund, warum dein Hund so gerne auf deinen Füßen liegt!
Wohl jeder Hundebesitzer kennt es, der Hund legt sich am liebsten an deinen Füßen ab. Es ist schön warm, denkt man und der Hund möchte einem nahe sein. Aber ist das wirklich schon der ganze Grund? Warum legen sich Hunde bevorzugt auf die Füße? Es ist ein total liebenswerter Grund, der dich dieses Verhalten mit anderen Augen sehen lassen wird.

Auch dieses Verhalten ist wieder der ultimative Liebesbeweis. Näher kann er dir ja nicht kommen. Außer du sitzt auf dem Sofa und er darf sich zu dir legen. So aber hat er nur diese Möglichkeit, dir nahe zu sein. Also legt er sich auf deine Füße. Es ist schwer, aufzustehen, wir kennen das auch. Daher bleib einfach ein bisschen sitzen und genieße die Gegenwart deines Tieres, das dich so sehr liebt und immer in deiner Nähe sein möchte.
Dein Hund weiß, wie man sich entschuldigt!
Wie entschuldigt sich ein Hund? Wir alle wissen, wie sie schauen können, wenn sie etwas angestellt haben. Sie haben dann einen so herrlichen Welpenblick drauf und versuchen alles, um so lieb wie irgend möglich zu wirken. Aber sie machen noch etwas anderes, was sie auch machen, wenn sie nervös sind. Sie schlagen mit den Zungen, du verstehst sicher, was wir meinen. Sie haben das Mäulchen offen und bewegen die Zunge schnell hin und her.

Das ist ihre Art, sich zu entschuldigen. Denn sie wissen natürlich genau, was sie gemacht haben und versuchen, so lieb wie möglich auszusehen. Und diese Zunge wirkt dann noch mal besonders kindlich, wo jeder lachen muss. Hunde sind wirklich klüger, als man immer behauptet von ihnen. Also wenn dein Hund so vor dir sitzt und mit der Zunge seltsam rumtut, dann guck mal lieber nach, was er angestellt haben könnte.
Ein ganz klares Hundeverhalten, dass auf Probleme hinweist
Es sieht zwar lustig aus, hat aber meistens einen ernsten Hintergrund: Der Hund schleift mit seinem Hintern über den Boden. Entweder hat er eine Entzündung in dem Bereich oder eine Reizung. Mit dem schleifen versucht der Hund, sich zu entspannen. Es kann auch bedeuten, dass der Hund einen Wurmbefall hat. Alles leicht zu behandeln, aber man muss es eben auch verstehen.

Man nennt dieses Verhalten auch „Scooting“. Wenn dein Hund mit sowas anfängt, bitte nicht allzu lange mit einem Termin beim Tierarzt warten. Der Hund braucht Hilfe, so lustig das auch aussehen mag. Meistens ist die Ursache harmlos und lässt sich mit Salben oder Antibiotika leicht behandeln. Aber hinsehen muss eben jemand, nicht einfach abwarten. Es wird meistens nicht wieder von selbst verschwinden.
Das bedeutet es, wenn dein Hund einfach so losheult
Es ist oft eine gruselige Situation. Scheinbar ohne Grund beginnt der Hund zu heulen. Man macht sich natürlich Sorgen, fehlt dem Tier was? Aber in den meisten Fällen macht der Hund das einfach nur so. So wie du dich manchmal hinsetzt und mit Freunden vor dich hin jammerst, meistens ja ohne ernsthaften Hintergrund, so ist auch für den Hund das Heulen eine Art Ventil. So verarbeitet er seine Gefühle. Die guten, wie auch die schlechten.

Also ist es nicht, wie oft behauptet, ein Dominanz Verhalten, sondern sie tun es, um einfach mal den Dampf rauszulassen. Auch aus Freude können Hunde einfach mal Jaulen und Heulen, wer schon lange Hunde hat, weiß das. Er will sich eben auch mal auslassen. Wir Menschen machen das ja auch. Mal lauter, mal leiser. Und dieses Recht hat unser Hund doch auch oder? Sehen wir uns mal noch den letzten Punkt an.
Das bedeutet es, wenn dein Hund wie ein Mensch auf und ab geht
Hast du dich auch schon mal gefragt, was hinter diesem Verhalten steckt? Meistens ist es tatsächlich pure Langeweile. Oder sie machen es, weil sie einem etwas mitteilen wollen. Dann beobachte ihn einfach mal, wie oft er dich anschaut und ob er dir etwas zeigen möchte. Hunde sind eben auch nur Menschen, wie man so scherzhaft sagt. Wir laufen ja auch auf und ab, wenn wir nervös sind.

Wie wir sehen, hat ein Hund ein ganzes Repertoire an Verhaltensweisen, mit dem er sich uns mitteilt. Wir müssen nur lernen, ihn richtig zu lesen. So werden wir mit dem Hund ein traumhaftes Leben voller Harmonie haben. Du verstehst deinen Hund und dein Hund weiß, dass du ihn verstanden hast. Die perfekte Harmonie zwischen Mensch und Hund. Wer wünscht sich das nicht?