Wie grausam Menschen sein können - Dieser Hund wurde am Strand lebendig begraben!

Sina am 14. October 2021
Viele von uns verbinden mit einem Tag am Strand etwas Schönes. Was auch sonst? Urlaub. Abschalten. Von der Hektik, dem alltäglichen Stress. Ausruhen und chillen am Strand. Niemals würde man vermuten, etwas Grauenhaftes dort zu entdecken. Man findet höchstens Muscheln dort oder auch mal die eine oder andere Qualle, der man lieber aus dem Weg geht, um sich keine schmerzhaften Verletzungen zu holen. Was aber diese Leute am Strand entdeckt haben, lässt uns an einigen Menschen wirklich zweifeln.

Eine Gruppe von Tierschützern war bei einem Strand auf Hawaii unterwegs, sie dachten sich sicher auch nichts Böses. Als sie aber einen Berg von Sand entdeckten und sahen, was dieser verbarg, stockte ihnen der Atem. Der Anblick war mehr als nur erschreckend. Er war einfach nur grausam und sowas hat kein Lebewesen auf dieser Welt verdient!
Sie konnten und wollten erst gar nicht glauben, was sie da sahen. Aber es war Wirklichkeit. Sie sahen in dem Sandberg einen Hund, den man offensichtlich dort lebendig vergraben hatte! Wir können uns gut vorstellen, wie es der Gruppe in diesem Moment ergangen war. Das konnte doch nicht sein? Man vergräbt doch kein Lebewesen einfach so am Strand, erst recht nicht, wenn es noch am Leben ist?

Die Tierretter, die auch im Tierschutz tätig sind, teilten später der Hilfsorganisation „PAWS“ mit, dass die arme Hündin bereits einen schweren Sonnenbrand hatte, das meiste ihres Fells war einfach nicht mehr vorhanden und sie blutete aus vielen Wunden am ganzen Körper. Sie hatte wohl schon lange kein Futter oder Wasser bekommen und dementsprechend schlecht war ihr Zustand, als die Retter sie fanden.
Der Chef von „PAWS“ sagte später, dass die arme Hündin schrecklich roch. In seinen Worten: „Ihre Haut roch ranzig, weil sie so viele Wunden hatte, die sich infiziert hatten“. Ach wir wollen uns gar nicht vorstehen, wie das arme Tier gelitten hatte. Wer zur Hölle macht auch sowas? Man hört immer wieder solche Geschichten und man mag sich gar nicht vorstellen, dass sowas Menschen anrichten. Menschen, die den Begriff doch eigentlich gar nicht mehr verdient haben.

Es war ein Spaziergänger gewesen, der die Tierretter angerufen hatte. Dieser hatte seinen Morgenspaziergang absolviert und dabei einen Mann beobachtet, der offensichtlich der Besitzer der Hündin war. Dieser trug eine Machete bei sich und die Mitarbeiter von „PAWS“ sagten später, dass sie sich gar nicht ausmalen wollen, was er eigentlich damit vor hatte. Es war wohl gut, dass der Spaziergänger auch gerade am Strand war, sonst hätte die Geschichte noch ganz anders enden können.
Allerdings nimmt „PAWS“ ihn auch ein bisschen in Schutz. Sie denken, dass er eigentlich vorhatte, sie von ihrem Leid zu befreien, in dem er sie erlösen wollte. Aber besser wäre es natürlich gewesen, er hätte ihr Hilfe zukommen lassen. Vielleicht war er selbst arm und konnte sich eine Tierärztliche Behandlung nicht leisten und sah daher in dieser Tag die einzige Möglichkeit?

Denn man vermutet, dass die arme Hündin bereits in diesem furchtbaren Zustand war, als sie an den Strand gebracht wurde. Denn der Spaziergänger hatte ja sehr schnell die Retter gerufen, also konnten die Verletzungen und der schlimme Sonnenbrand nicht dort entstanden sein. Wie auch immer es gewesen war, die Hündin brauchte schnell Hilfe, damit sie all das überleben würde. Ihr Zustand war wirklich mehr als lebensgefährlich.
Diese Geschichte hatte sich auf Hawaii abgespielt und so tauften ihre Retter sie auf den Namen „Leialoha“, was so viel bedeutet wie „Geliebtes Kind“. Ja, Liebe und Pflege hatte das arme Tier wirklich mehr als nötig. Sie packten das arme Bündel in eine Decke und berieten sich, was weiter zu tun wäre. Sie brauchte schnelle Hilfe, das war klar. Sonst würde sie wohl nicht mehr lange leben. Wenn sie überhaupt überleben würde.

Sie entschieden sich, sie ins nahe gelegene Tierheim zu bringen, damit sie gesund gepflegt werden konnte. Der Zustand der Hündin war so schlecht, dass allen klar, war, es würde ein schwerer Weg werden und die Genesung würde sicher lange dauern. Die Verletzungen waren einfach zu stark und die Verbrennungen durch die Sonne natürlich auch nicht ohne. Der arme Hund, hoffentlich würde er, bzw. sie, all das überstehen!
In anderen Ländern ist es nicht üblich, dass die Pflege für Tiere viel Aufmerksamkeit erfährt. Selbst bei uns sind die meisten Tierschutzeinrichtungen auf Spenden angewiesen, um ihren Betrieb aufrecht erhalten zu können. Für Leialoha allerdings würde eine teure Therapie benötigt werden und „PAWS“ ist nicht gerade mit Reichtümern gesegnet. Und so kam es, dass sie auf Facebook um Spenden für das arme Tier baten.

Viele Menschen wurden auf das arme Tier aufmerksam und spendeten die benötigten Gelder, so dass Leialoha gesund gepflegt werden konnte. Und es kam sogar noch besser. Es meldete sich eine Familie, die die Hündin nach ihrer vollständigen Genesung bei sich aufnehmen wollten. Würde diese Geschichte gut ausgehen für das arme geschundene Tier? Man kann es sich nur wünschen, sie hatte ja wirklich genug mitgemacht.
Aber wer wurde so auf die Hündin aufmerksam, dass er oder sie sofort beschloss, Leialoha zu sich zu holen? Es war eine Frau namens Amanda, die sich gemeinsam mit ihren Kindern beim Friseur befand und dort auf die Spendenaktion rund um Leialoha aufmerksam wurde. Sie hörte ihre tragische Geschichte und überlegte gar nicht lange. Das hatte sie tief im Herzen berührt, was wir sehr gut verstehen können.

Sie sagte später im Interview: „Es brach mir das Herz und ich wusste sofort, dass sie uns braucht!“ Schön, dass es so viele gute Menschen gibt. Es sind immer noch mehr, die armen Tieren oder anderen Menschen Schlimmes antun. Das sollte man nie vergessen. Die Masse ist einfach gut und hilft, so viel sie kann. Auch die Menschen, die so großzügig gespendet hatten, damit Leialoha gepflegt werden konnte, dürfen stolz auf sich sein.
Die Genesung ging erfreulicherweise zügig voran. Wer ihre Geschichte nicht kennt, würde bei diesem Bild nicht glauben, dass sie vor kurzem fast gestorben wäre, weil ihre Haut verbrannt war und das meiste ihres Fells gar nicht mehr vorhanden war. Die Frage war nur, wie würde sie ihr Martyrium seelisch verkraften? Würde sie den Menschen jemals wieder vertrauen können? Sie hatte so viel durch Menschenhand durchgemacht.

Als sie noch gepflegt wurde, erkannte die Hündin natürlich schnell, dass man ihr nur helfen wollte und nahm die Pflege daher fast dankbar an. Fremden gegenüber war sie aber natürlich misstrauisch. Langsam aber gewöhnt sie sich wieder an Menschen, jeder begegnet ihr freundlich und da Hunde kluge Wesen sind, spürt sie, dass es alle gut mit ihr meinen. Dennoch, eine gewisse Scheu wird sie weiterhin vor Fremden haben, was auch verständlich ist.
Leialoha lebt inzwischen bei Amanda und hat sich dort gut eingewöhnt. Alle sind lieb zu ihr und sie dankt es ihnen mit einem wirklich guten Verhalten. Amanda berichtet stolz: „Als wir eines Abends Freunde zu Gast hatten, kam sie zu uns, um zu sehen, was es zu essen gab, und sie legte sich sogar unter den Tisch.“ Das ist natürlich ein gewaltiger Vertrauensvorschuss und ein echtes Zeichen dafür, dass sie sich bei Amanda und ihrer Familie wirklich gut aufgehoben fühlt.

Amanda ist aber auch klug genug zu erkennen, dass es noch ein weiter Weg ist, den die Hündin vor sich hat. Sie muss heilen, vor allem an der Seele. Aber sie ist auch überzeugt davon, dass ihre kluge Hündin das schaffen wird. Sie ist sehr froh, dass sie sich für Leialoha entschieden hatte und das gerade sie und ihre Familie der Hündin ein schönes und vor allem sicheres Zuhause bieten können.
Aber wie ergeht es der Hündin heute? Hat sie sich von allem gut erholt und lebt sie noch immer bei Amanda und ihrer Familie? Aber sicher. Die gute Frau stellt ständig Fotos von Leialoha online, um zu zeigen, wie gut es dem Tier heute geht, wie prächtig sie sich erholt hat und wie viel Freude sie mit ihr haben. Das ist natürlich toll, so sehen auch die Spender, dass ihr Geld damals an der richtigen Stelle angekommen war.

Man darf wirklich sagen, dass Leialoha viel Glück hatte, dass sie gefunden wurde, gesund gepflegt wurde und schlussendlich in einer guten, liebevollen Familie ihr Zuhause fand. Dieses Glück haben nicht alle Tiere, ganz im Gegenteil. Vielen Tieren auf der Welt geht es furchtbar. Sie werden schlecht gehalten, gar nicht als Lebewesen gesehen und was manche Länder mit Hunden anstellen, das wollen wir hier gar nicht weiter ausführen.
Es ist gut, dass es Tierschutzorganisationen auf der ganzen Welt gibt. „PAWS“ auf Hawaii war es ja, die Leialoha bei sich aufgenommen hatten und dafür sorgten, dass sie gesund gepflegt wurde. Sie waren wirklich gerührt von der hohen Spendenbereitschaft, als es um die Kosten für die Behandlung der Hündin ging. Und jetzt, wo es ihr gut geht, wollen sie weiteren Tieren helfen. Dafür haben sie sich etwas Besonderes einfallen lassen.

So viele Menschen waren auf die Geschichte von Leialoha aufmerksam geworden, dass „PAWS“ jetzt Shirts verkauft, mit dem Bild der Hündin darauf und mit diesen Erlösen wollen sie weiteren Tieren in Not helfen. Das finden wir eine sehr gute und schöne Idee! Denn es wird nie aufhören, dass Tiere unsere Hilfe brauchen und jeder der kann, sollte auch helfen, wo er kann. Wir freuen uns für Leialoha und wünschen ihr viele schöne Jahre bei ihrer neuen Familie.