Diese Lehrern riskierte allein durch ihre Kleiderwahl wirklich alles!

Lisa am 09. September 2021
Sie konnte mit sowas wirklich nicht rechnen
Julia hatte eine neue Stelle in einer Schule angetreten und hatte sich schon im Vorfeld gedacht, dass sie auffallen würde. Aber was dann an der neuen Schule los war, damit konnte sie nicht rechnen. Sie hat es geschafft, innerhalb von nur einer Woche das Gesprächsthema Nummer Eins zu sein. Aber wie hatte sie das geschafft?

In vielen Ländern ist es wichtig, dass die Arbeitskleidung passt. Also nicht von der Größe her, sondern vom Stil. In vielen Berufen gibt es Kleiderordnungen, die genau vorschreiben, wie man sich zu kleiden hat, da gibt es schon mal keine Verwirrungen. Julia arbeitete schon seit vielen Jahren als Lehrerin und liebte es, sich farbenfroh zu kleiden. Aber schon am ersten Tag fiel sie unangenehm auf, ohne das zu wollen natürlich.
Gut vorbereitet
Julia Mooney arbeitete schon seit vielen Jahren als Lehrerin und als sie zu ihrer neuen Arbeitsstelle wechselte, zur William-Allen Middleschool, hatte sie sich natürlich gründlich auf ihre neue Stelle vorbereitet. Sie war 34 Jahre alt und somit kein Frischling mehr in ihrem Beruf. Auf der neuen Schule würde sie als Kunstlehrerin arbeiten und entschied sich für ein farbenfrohes Outfit, was ja auch zum Thema Kunst passte. So dachte sie zumindest.

An ihrem ersten Arbeitstag war sie natürlich sehr aufgeregt. Das kennt jeder, der eine neue Stelle antritt. Ihr war klar, dass sie von vielen genau angesehen werden würde. Von den anderen Lehrern, den Schülern und natürlich vom Rektor. Ihr war nicht klar, dass sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen würde, als sie die Schule betrat. Aber schnell hatte sie das Gefühl, dass jeder hinter ihrem Rücken tuschelte.
Julias Outfit war gut gewählt
Bereits Wochen vor ihrem Arbeitsstart an dieser neuen Schule hatte sie sich Gedanken gemacht, was sie tragen würde. Sie stöberte durch alle möglichen Online Shops und ihr Blick fiel auf ein Kleid, was ihr sofort gefiel. Genau das wollte sie an ihrem ersten Tag in der neuen Schule tragen. Das genau dieses Kleid für ein riesiges Aufsehen sorgen würde, konnte sie zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht ahnen.

Übrigens ist Julia nicht nur leidenschaftliche Lehrerin, sondern auch Ehefrau und Mutter von zwei wunderbaren Kindern. Sie lebt mit ihrer Familie in New Jersey und begann einen neuen Lebensabschnitt an dieser Schule im Stadtteil Moorestown. Eine Middleschool, in der sie als Kunstlehrerin arbeiten wollte. Sie ist eine tolle Erscheinung mit einer phantastischen Ausstrahlung. All das gefiel wohl einigen Leuten so gar nicht.
Job und Familie sind ihr gleich wichtig
Viele sind entweder gerne in ihrem Job oder gerne bei ihrer Familie. Julia gehört zu den Frauen, die es schaffen, beides unter einen Hut zu bringen. Ihr ist es wichtig, viel mit ihren Kindern zu unternehmen und so verbringt sie jede freie Minute damit, ihren Kindern die Natur zu zeigen und ihnen viel über Tiere beizubringen. Auch der Haushalt ist ein Leichtes für sie. Ihre Kinder helfen ihr auch sehr gerne, so dass sie viel von ihr lernen. All das macht Julia aus und sollte noch für Probleme sorgen.

Das es in der neuen Schule so viele Probleme geben würde, konnte sie an ihrem ersten Arbeitstag noch nicht ahnen. Auch das ihr wohl gewähltes Outfit für so viel Aufsehen sorgen würde, hätte sie nie erwartet. Ihre ganze Art, ihr Aussehen, das stieß auf ein riesiges Interesse und Julia war total überfordert damit. Aber was war nur los? Warum eckte Julia so an?
Los zum neuen Job!
Als der Start in der neuen Schule anstand, verlief erst mal alles normal. Sie brachte ihre Kinder zum Kindergarten und freute sich, dass bisher alles glatt gelaufen war. Ihr neues Kleid, welches sie ja extra für diesen Tag ausgesucht hatte, passte einfach perfekt. Es war aus einem guten Stoff und besaß eine hervorragende Qualität. Die Wahl war genau auf dieses Kleid gefallen, sie hatte das nicht grundlos gewählt.

Sie war sehr aufgeregt, als sie in der Schule ankam. Dazu kam, dass es an diesem Tag sehr heiß war. Also schwitzte sie nicht nur vor Aufregung, sondern auch wegen des Wetters. Sie merkte wohl, dass man über sie redete und so wurde ihr immer heißer. Die Aufregung, das Wetter, das Getuschel, es drohte zu viel zu werden. Die arme Julia, wir können uns gut vorstellen, wie es ihr ergangen ist. Aber das alles war erst der Anfang. Es sollte noch viel schlimmer werden.
Ein sehr heißer Tag
Julia hatte wirklich einen grauenhaften ersten Arbeitstag. Es war so heiß, sie war so nervös, dass sie wirklich unglaublich stark schwitzte. Sie war enttäuscht von sich selbst, dass sie mit der Situation so schlecht zurecht kam. Ihr war klar, dass auch die Schüler sich auf ihre neue Lehrerin gefreut hatten. Kunst ist ja ein Fach, welches viele Schüler lieben. Und genau an diesem ersten Tag ging es ihr so schlecht. Sie war nervös, fahrig und sie schwitzte ganz furchtbar.

Der Tag zog sich endlos in die Länge. Sie litt unglaublich unter der Hitze und das neue Kleid war bald nur noch ein nasses Etwas. Sie war so unendlich froh, als ihr erster Arbeitstag zu Ende war und sie endlich zu ihrem Auto gehen konnte. Sie wollte nur noch nach Hause, das nasse Ding ausziehen, kühl duschen und hoffen, dass der nächste Tag besser werden würde. Man sagt ja nicht umsonst, neuer Tag, neues Glück! So jedenfalls nahm es sich Julia vor.
Der nächste Tag in der Schule
Sie hatte nicht damit gerechnet, dass alles noch schlimmer werden würde. Der neue Tag würde nicht besser werden als der davor. Als sie in der Schule ankam, bekam sie schnell mit, dass viele über sie tuschelten. Die Lehrer, aber auch die Schüler. Sie hatte das schöne Kleid übrigens gewaschen und trug es an diesem Tag wieder. Sie wollte den perfekten Neustart für sich und ihre Schüler. Aber das Getuschel wurde immer schlimmer.

Julia bemerkte wohl, dass ihre Kollegen ihre Outfits jeden Tag wechselten. Aber das störte sie persönlich so gar nicht. Passte sie nicht in diese Schule? War sie wirklich so viel anders als ihre Lehrerkollegen? Sie jedenfalls trug gerne die gleiche Kleidung mehrere Tage hintereinander. Dazu trug sie aber ständig wechselnde Accessoires, wie Schals oder auch andere Schuhe und dezenten Schmuck.
Ein Outfit für jeden Tag
Sie war nun schon einige Tage an ihrer neuen Schule und ihr fiel schon auch auf, dass vor allem die Schülerinnen ständig ihre Outfits wechselten. Sie hatten immer etwas anderes an und auch ihre Schuhe und die Make-ups wechselten täglich. Aber sie, Julia, trug immer das gleiche. Immer das gleiche Kleid, an jedem Tag. Was allen auffiel, dass sie das Kleid nicht nur in der Schule trug, sondern auch in ihrer Freizeit. Sie wurde damit sogar am Wochenende gesichtet.

Niemand wagte es, die neue Lehrerin darauf anzusprechen. Keiner wollte sie kompromittieren und peinlich auffallen. Sie war ja neu und vielleicht hatte sie ihre Gründe? Geredet wurde natürlich trotzdem und das Getuschel hinter ihrem Rücken wurde gefühlt täglich lauter. Das bekam Julia schon auch mit. Aber würde sie deswegen irgendwann Probleme bekommen? Konnte das wirklich sein, wegen eines Kleides?
Sie tuschelten hinter ihrem Rücken
Offensichtlich war alles in Ordnung. Julia war nun schon eine ganze Weile in ihrer neuen Schule aktiv und sie trug nach wie vor immer das gleiche Kleid. Es schien, als wäre alles damit okay, aber es schien nur so. Die Kollegen tuschelten hinter ihrem Rücken und es wurde sogar gerätselt, ob mit ihr alles in Ordnung wäre? Sie machten sich Sorgen, ob mit der Neuen etwas nicht stimmte. Die Schüler lästerten über Julia und das sie sich wohl keine neuen Kleider leisten könne?

Das alles geschah allerdings nur hinter ihrem Rücken und es schien so, als würde Julia von all dem nichts mit zu bekommen. Aber natürlich hatte sie schon ein Gespür dafür, dass man über sie redete. Egal wo sie war, jeder sah sie an und sie bemerkte auch, dass Gespräche im Lehrerzimmer unterbrochen wurden, sobald sie hereinkam. Sie selbst beschloss allerdings, das Ganze erst mal zu ignorieren und einfach ihren Job zu machen.
Jede Stadt, jede Schule hat ihre Regeln
Die Wochen vergingen und es wurde immer schlimmer. Julia trug nach wie vor ihr gleiches Kleid und das Geläster hinter ihrem Rücken wurde immer schlimmer. Inzwischen hatten sich auch Eltern zu Wort gemeldet, die es nicht in Ordnung fanden, das Julia wohl immer das gleiche Kleid trug. Sie machten sich Sorgen, dass die Lehrerin unangenehm auf ihre Kinder abfärben könnte.

Das sie ihren Job gut machte, schien überhaupt nicht zu interessieren. Es war offenbar nur wichtig, was sie trug. Und so wurden immer wildere Gerüchte über sie gestreut. Hatte sie Geldprobleme? Hatte sie sogar irgendwelche Probleme mit Substanzen? Julia selbst verstand die Aufregung gar nicht .Sie kombinierte ihr Kleid täglich mit anderen Accessoires, mit Schals, mit anderen Schuhen und sie war ja sauber und ordentlich. Die Leute redeten und redeten einfach weiter über sie. Was stimmte mit der neuen Lehrerin nicht?
Das Kleid war Gesprächsstoff Nummer 1
Die Menschen waren wirklich verwirrt wegen Julia. Die einen waren einfach nur neugierig, was es mit diesem Kleid auf sich hatte, warum sie es wirklich jeden Tag trug und andere machten sich richtig Sorgen. Was genau stimmte mit der Frau nicht? Es war schlicht und einfach, dieses Kleid, sowas passte doch auch nicht zu einer Kunstlehrerin? Es war sogar nur grau. Also farblos. Die Gerüchte wurden immer wilder. Alle wollten die Wahrheit wissen.

Julia selbst war das Gerede mittlerweile richtig egal. Sollten sie doch tuscheln und irgendwelche Gerüchte verbreiten. Sie selbst wusste ja, was sie machte und warum. Aber ihr war auch klar, dass sie eines Tages darüber reden musste. Sie musste den Grund dafür offenlegen. Warum sie immer das gleiche Kleid trug. Alle waren schon sehr gespannt auf die Erklärung von Julia.
Sie machte das nicht ohne einen guten Grund
Es ist nicht so, dass Julia das ganze ohne einen Grund gemacht hätte. Sie hatte wochenlang, vor ihrem Arbeitsantritt, darüber nachgedacht. Auch der Kauf des Kleides war kein Zufall, sondern gehörte zu ihrem sehr gut ausgeklügelten Plan. Das, was jetzt geschah, dass alle über sie redeten, hatte sie genau so geplant gehabt. Ihr war klar, dass alle rätseln würden und das auch einige nicht begeistert von ihrem Outfit waren. Das ja immer das gleiche war.

Eines Tages war es soweit. Die Schüler hielten es nicht mehr aus und fragten Julia. „Warum immer dieses Kleid und warum an jedem Tag?“ Endlich konnte sie loslegen und ihre Gründe offenlegen. Genau darauf hatte sie ja gewartet. Sie sagte, dass sie das Kleid selbst gewählt hätte und dass es auch im Winter tauglich wäre. Es war aus einem dicken Stoff, welcher im Sommer natürlich sehr unangenehm war. Sie sagte zu ihren Schülern, dass sie auf ihrem Instagram Account die Antworten auf alle Fragen finden würden.
Eine richtige Challenge
Natürlich waren die Schüler neugierig genug, sofort auf Julias Instagram Account nachzusehen. Dort fanden sie die Erklärung. Julia stellte sich dort vor mit den Worten „Hallo, mein Name ist Julia und ich habe mich entschieden dieses Kleid für mindestens 100 Tage zu tragen. Egal ob im Unterricht oder in meiner Freizeit, bei Sonnenschein oder Regenwetter – dieses Kleid ist ab jetzt mein treuer Begleiter. Du findest das langweilig? Das kann ich verstehen, denn wie alle Amerikaner liebe auch ich es, mich und meine Persönlichkeit durch meinen Kleidungsstil auszudrücken. Doch das soll eine Challenge sein!“ Okay. Eine Challenge also, aber was war der Zweck?

Ihr war klar, dass diese Fragen kommen würden. Der Grund, es waren sogar 4 Gründe, waren einfach. Mit einem Outfit spart man viel Zeit. Weil man nicht ständig überlegen musste, was man am nächsten Tag tragen sollte. So hatte man mehr Zeit für andere Dinge und auch nicht so viel Wäsche. Aber das war noch lange nicht der einzige Grund für Julia. Da gab es noch mehr.
Weniger ist so viel mehr!
Sie war ja nicht nur Lehrerin, sondern auch Frau und Mutter. So hatte sie sich in den vergangenen Wochen mit dem Thema „Slow Fashion“ befasst und war davon begeistert. Das stand für bewussteren Konsum von Mode. Man sollte wieder zurück zu den Anfängen. Umweltfreundliche Stoffe, Nachhaltigkeit. Tierfreundlichkeit. All das kam in der Modewelt schon so lange zu kurz. Es muss so vieles an Mode produziert werden, dass dies nicht ohne Schäden für die Natur ging. „Fast Fashion“ sollte abgeschafft werden und dafür wollte sich Julia einsetzen.

Es ist ja nicht nur die Umwelt, was schon Grund genug wäre, sondern auch die Arbeitsbedingungen der vielen Modeketten. Billige Arbeitskräfte. Billige Materialien. Billige Farben. Kinderarbeit. All das hat die „Fast Fashion“ Mentalität geschaffen. Julia wollte mit ihrer Aktion unter anderem mit dafür sorgen, dass wieder mehr nachhaltig und vor allem fair produziert wird.
Ein klarer Aufruf
Wir sollten uns alle mehr mit dem befassen, was wir täglich tragen, was wir täglich tun. Unsere Textilien werden überwiegend aus chemischen Fasern hergestellt. Diese Produktion braucht eine Unmenge an Erdöl. Das wiederum sorgt für einen hohen Ausstoß an Co2. Alleine die Textilindustrie sorgt für fast 1 Milliarde Tonnen an Co2. Dann kommt noch die Verschmutzung der Flüsse und somit auch der Meere dazu. „Fast Fashion“ sollte also so bald wie möglich ausgedient haben! Nicht zu vergessen das Mikroplastik, das in unsere Meere gelangt.

Daher kaufte Julia ihr Kleid bewusst bei einem nachhaltigen Label aus London, namens „Thought“. Keiner der Schüler, auch nicht die Lehrer, erst recht nicht die Eltern hatten Verständnis. Sie dachten, Julia wäre arm. Oder sie hätte Probleme. Keiner dachte daran, dass man ein und das gleiche Kleid doch auch jeden Tag sanft waschen kann. Also nichts mit schmuddelig oder so. Das waren einfach Glaubenssätze in den Köpfen der Menschen, dass das gleiche Outfit automatisch schmutzig sein müsse. Was für ein Blödsinn oder?
Jetzt wurde alles hinterfragt. Endlich
Durch ihr konsequentes Tragen des immer gleichen Kleides hatte Julia eine starke Debatte angeregt. Wie viel Kleidugn braucht man wirklich? Bewerten wir die Menschen wirklich nur an ihren Outfits? Ist nicht der Charakter wichtig, die Persönlichkeit? Und wie wichtig ist uns unsere Natur denn nun wirklich? Durch ihr konsequentes Handeln hatte Julia rege Diskussionen angeregt und das ist richtig gut. Aber das war noch nicht alles.

Julia hatte nicht damit gerechnet, dass sie so eine Welle lostreten würde. Als sie ihre Schüler auf ihren Instagram Account aufmerksam gemacht hatte, meldeten sich viele Menschen bei ihr. Sie bekam über Nacht mehr als 6.000 neue Follower und ihr Mailfach quoll fast über! Sie bekam Nachrichten aus aller Welt und sie bekam vor allem jede Menge Bestätigung. Auch ihr Mann Patrick nahm übrigens an der Aktion teil. Er trug über 100 Tage hinweg immer das selbst T-Shirt. Klar, dass jetzt auch die Medien auf die beiden aufmerksam wurden.
Julia akzeptierte alle Meinungen, wie sie waren
Der jungen Lehrerin war von Anfang an klar, dass sie nicht nur Zuspruch bekommen würde. Im Gegenteil, sie rechnete auch mit ordentlich Gegenwind, der auch kam. Da sie aber gelernt hatte, dass jede Meinung wichtig ist, ließ sie auch negative Kommentare auf ihrem Account stehen und löschte diese nicht. Sie ließ sich aber auch nicht überzeugen, das sie im Unrecht war. Sie wusste ja genau, was sie tat. Auch war ihr wichtig, dass andere sich nicht von ihr gegängelt fühlen. Sie wollte nur für Bewusstsein sorgen und das hatte sie geschafft.

Die Leute sollten einfach nur mal nachdenken. Über ihr eigenes Verhalten und vor allem über ihr eigenes Konsumverhalten. Wollten sie wirklich billige Ware, die nicht lange hält? Wollten sie mit Schuld sein an der immer schlimmer werdenden Umweltverschmutzung? Oder wollten sie doch lieber nachhaltige Kleidung, vor allem auch für ihre Kinder, die dann auch noch lange hält? Ihr Kleid war von einem nachhaltigen Label. Es war aus umweltfreundlichen Hanffasern hergestellt. Und sie hatte sich bewusst für das grau entschieden. Dieses Kleid war also nicht mit schädlichen Farben gefärbt worden und sie konnte es jederzeit mit den verschiedensten Accessoires kombinieren. So sah sie die ganzen 100 Tage über nicht immer gleich aus.
Julias Plan ging auf
Julia hatte ihren Plan durchgezogen. Es war ihr egal gewesen, dass man sie ausgelacht hatte und das man seltsam über sie gedacht hatte. Ihre Botschaft ging dank ihres Instagram Accounts und ihrer Schüler um die Welt. Sie wollte die Menschen zum Denken anregen. Sie hatte selbst beschlossen, ihren Konsum völlig zu verändern. Für sich und ihre Familie sollten nur noch Dinge angeschafft werden, die fair und vor allem auch umweltfreundlich produziert worden waren. Sie hatte zwar jetzt auch weniger Kleidung, aber genau das wollte sie ja so haben.

Die Challenge lief ja über 100 Tage und am 13. Februar des Jahres 2019 war sie zu Ende. Auf Instagram veröffentlichte sie an diesem Tag ein Bild von sich und einigen ihrer Kollegen in der Schule. Alle hatten zum Ende noch mitgemacht und Julia schrieb unter ihr Bild: „Wie es sich herausgestellt hat, habe ich die besten Kollegen*innen der Welt! Das ist ein Bild von mir und 17 anderen Lehrern*innen, die sich spontan entschieden haben an dem Projekt für die letzten drei Tage teilzunehmen. Ich hätte mir kein besseres Ende wünschen können! #OneOutfit100days on #day100.”
Bei der eigenen Meinung bleiben
Obwohl sie das Ganze geplant hatte, war ihr nicht klar, ob es auch gut gehen würde. Das Ergebnis nach 100 Tagen konnte sich sehen lassen. Sie hatte sich nicht unterkriegen lassen und das war ja auch das Wichtigste. Sie hatte das Getuschel ja wohl bemerkt und andere hätten vielleicht nachgegeben und doch lieber wieder andere Kleidungsstücke angezogen. Aber nein, sie wollte das durchziehen und vor allem ihre Botschaft rüberbringen, was ihr gut gelungen war.

Da sie nun mal Lehrerin war, war es ihr vor allem auch wichtig, ihren Schülern etwas beizubringen. Dass sie nicht nur wegen des Drucks der anderen kaufen und kaufen sollen. Sondern dass auch sie sich Gedanken machen sollen, wo ihre Kleidung, ihre ganzen Konsumgüter denn eigentlich herkommen? Geht es nicht anders? Sie wollte vermitteln, dass die junge Generation auch mal weiter denkt. Schließlich geht es ja um ihre Zukunft.
Es war wirklich schwer gewesen
Als sie später interviewt wurde, gab Julia zu, dass sie durchaus ihre Probleme hatte, die Challenge durchzuziehen. Ihr war bewusst, dass man Menschen noch immer an ihrem Äußeren fest macht und das man denkt, alleine am Outfit den Charakter zu erkennen. Es war ihr klar gewesen, dass viele über sie reden würden und das sie sogar auf seltsame Gedanken kommen würden. Aber genau das war ja das Wichtige, andere darauf aufmerksam zu machen, wie falsch sie oft denken!

Daher frage auch du dich bitte, ob du dir das vorstellen kannst? Kannst du dir vorstellen, ein und das selbe Outfit über 100 Tage zu tragen? Natürlich darf es gewaschen und gepflegt werden, das stand ja nie in Frage. Auch wenn die Menschen automatisch denken, die Sachen wären schmutzig. Würdest du dich das trauen? Viele haben übrigens mitgemacht bei dieser Challenge. Unter anderem auch Elizabeth McCarthy. Sie hatte ihre Bekannten und Freunde per Videobotschaft eingeladen, an der Challenge teilzunehmen.
Das passende Grund-Outfit
Als Elizabeth mit ihrer eigenen Challenge begann, musste auch sie erst mal für das passende Grund Kleidungsstück sorgen. Es sollte gut aussehen, für jede Gelegenheit geeignet und vor allem leicht kompatibel mit Accessoires und auch anderen Kleidungsstücken sein. Auch bei unschönem Wetter sollte es möglich sein, dass zu tragen. Sie suchte und fand dann das perfekte Kleid für sich.

Sie hatte sich für ein Kleid des Labels „Wool&“ entschieden. Dieses war super geeignet für ihre eigene Challenge. Sie konnte es mit Accessoires aufpeppen und auch leichte Jacken oder ähnliches darüber ziehen. So sah auch ihr Kleid immer ein bisschen anders aus als noch am vorigen Tag. Das Material war robust und es ließ sich bei niedrigen Waschtemperaturen gut pflegen. Auch trocknete es schnell, wenn es nass war. Also super geeignet für Elizabeths Zwecke.
Es sollte eine hervorragende Qualität haben
Wer auch liebäugelt, nachhaltiger zu kaufen, sollte vor allem auf die Qualität achten. Wenn das Kleidungsstück lange halten soll, muss es einfach einen guten Grundstoff haben. Es sollte atmungsaktiv sein und sowohl bei Wärme, als auch bei Kälte tragbar. Übrigens war es „Wool&“, die ursprünglich die Challenge „Ein Outfit, 100 Tage“ ins Leben gerufen hatten. Sie hatten zu diesem Zweck sogar 50 Kleidungsstücke verlost, die sich bereit erklärt hatten, bei der Challenge mitzumachen. Es gab sehr viel positive Rückmeldungen und alle Teilnehmer wollten unbedingt dabei sein.

Die Challenge fand großen Anklang. Und Julia, wie auch Elizabeth waren davon begeistert. Das Ziel war es nicht nur, selbst Vorbild zu sein, sondern auch andere Menschen zu Vorbildern zu machen, indem sie ihr eigenes Verhalten, vor allem den unglaublich hohen Konsum von Gütern zu hinterfragen. Warum brauchen wir so viel Zeug? Für was denn bitte? Macht uns ein voller Kleiderschrank wirklich glücklich?
Jede große Sache beginnt mit etwas Kleinem
Alle, die an der Challenge teilgenommen hatten, hatten verstanden, worum es ging. Warum unsere Welt, vor allem unsere Gesellschaft sich wandeln muss. Man muss im Kleinen beginnen. Das große Ganze folgt vielleicht, bzw. hoffentlich dann von selbst. Aber wenn jeder auf sich sieht, ist schon viel geholfen. Und wenn alle ihren Kindern beibringen, dass es nicht nur darum geht, die tollsten und teuersten Klamotten zu haben, sondern einen guten Charakter und ein angenehmes Wesen zu besitzen, ist schon viel geholfen.

Julia und Elizabeth waren die ersten, die den Stein ins Rollen gebracht hatten. Sie hatten für riesigen Wirbel gesorgt und vor allem Julia hatte sogar ihren Job dafür riskiert. Aber als alle erfahren hatten, was es mit dem unscheinbaren grauen Kleid auf sich hatte, waren sie begeistert und viele nahmen ja sogar selbst an der Challenge teil. Wir finden das sehr mutig und es geht definitiv in die richtige Richtung. Lasst uns alle ein bisschen nachdenken und vielleicht auch nachhaltiger leben? Bist du dabei?