Die Geier wollten den kleinen Welpen holen – Die Nachbarn zögerten keine Sekunde!

Lisa am 20. September 2021
Wir Menschen haben die Pflicht, uns um Schwächere zu kümmern. Auch sollten wir den Tieren viel mehr Wertschätzung entgegen bringen. Besonders Hunde gehören ja bekanntlich zu den treuesten Begleitern des Menschen und deshalb sollte man sie gut behandeln und sich um sie kümmern, wenn sie mal Hilfe brauchen. Solche Hilfe benötigte im Jahr 2014 auch ein Hund, der auf dem Hof eines Grundstückes angebunden war. Er war so vernachlässigt, dass bereits die Geier über ihm kreisten, da diese wohl damit rechneten, dass der Hund bald sterben würde.

Diese Geschichte spielte sich in North Carolina, USA ab. Genauer in der Philips Avenue im Ort Greensboro. Es war bereits Herbst, die Blätter der Bäume begannen sich zu färben. Alles schien ruhig und friedlich zu sein. Dann aber bemerkten die Bewohner, dass Geier über einem Grundstück kreisten. Das war immer ein ungutes Zeichen und die Leute beobachteten das Geschehen erst mal weiter.

Eine schwierige Situation
Die Nachbarn beobachteten also das Geschehen am Himmel und wollten herausfinden, warum die Geier gerade über diesem Grundstück kreisten. Sie sahen näher hin und bemerkten einen sehr jungen Hund, der sich nicht mal mehr bewegte. Offensichtlich war dieser so schwach, dass die Geier nur auf sein Ende warteten, um ihn mitnehmen zu können.

Aus der Ferne fiel es den Nachbarn schwer, auszumachen, ob der Hund nur schlief oder ob er tatsächlich schon sein Leben ausgehaucht hatte. Als sie aber genauer hinsahen, bemerkten sie, dass der kleine Hund wirklich nur schlief. Dennoch, sein Zustand war erbärmlich. Er hatte nicht mal eine Hütte, sondern war nur grob am Baum angekettet. Das ist wirklich grausam. Dem Hund musste es sehr schlecht gehen.

Jetzt waren alle alarmiert
Die Nachbarn sprachen über die Situation und waren sehr besorgt. Das war doch kein Zustand für einen Hund! Der eine Nachbar wusste, dass dieser Hund ein kleiner Pit Bull war, der Lilo hieß. Als sie sich die Szene so ansahen, waren sich alle einig, dass der Hund definitiv Hilfe brauchte und verstanden nicht, warum der Besitzer so schlecht mit dem armen Tier umging?

Es war ein junger Hund, sogar noch ein Welpe. Offensichtlich hatte er nie im Haus leben dürfen, sondern musste im Garten leben, angekettet an diesen Baum. Als sie sich so berieten, war ihnen klar, so konnte es nicht weiter gehen. Kein Lebewesen sollte so ein schlechtes Leben führen müssen. Hallo? Es kreisten ja sogar schon die Geier um das arme Wesen! Sie mussten handeln und zwar schnell. Darüber waren sich alle einig.
Die Nachbarn schalteten den Tierschutz ein
Als sie jetzt wussten, warum die Geier über dem Hof kreisten, war ihnen klar, sie mussten handeln. Ein Nachbar berichtete, dass die Vögel bereits seit einigen Tagen hier herumflogen. Das bedeutete, dass sich in dieser Zeit nichts für Lilo verändert hatte. Die Geier waren sich sicher, bald ihre Beute einfangen zu können. Es kümmerte sich ja eh niemand um den armen Hund.

Die Leute beschlossen, die ASPCA zu alarmieren. Das ist die American Society for the Prevention of Cruelty to Animals. Also ungefähr das gleiche wie bei uns der Tierschutz. Sie sahen zu dem armen kleinen Hund hinüber und hofften, dass es noch nicht zu spät für die Rettung des armen Tieres war. Aber noch lebte er. Noch bestand Hoffnung. Wie konnten Menschen nur so grausam sein?
Es war schon Winter!
Als der eine Nachbar den ASPCA angerufen hatte, erklärte er in kurzen Sätzen, was hier vor sich ging. Es war bereits Winter! Der Hund würde erfrieren, er hatte nur eine provisorische Hundehütte, die ihn nicht wärmen würde. Auch konnte er sich nicht selbst in Sicherheit bringen, vor der Kälte, da er ja an den Baum angekettet war. Auch von den Geiern erzählte er und somit war klar, es durfte keine Zeit mehr verloren werden.

Das der Hund nicht mehr lange durchhalten würde, war schon wegen der Geier klar. Diese wittern ihre Beute, schwache Beute, die sich nicht mehr wehren kann. Sie warteten nur darauf, dass sich der kleine Hund gar nicht mehr bewegen würde. Denn das war dann ihre Stunde. Die Stunde der Beute. Kein Tier, kein Lebewesen sollte so ein Ende haben. Und erst recht kein so junger Hund!
Die Leute vom Tierschutz kamen schnell
Die Mitarbeiter des Tierschutzes versprachen, schnell zu kommen. Und tatsächlich dauerte es nur wenige Stunden, bis sie da waren. Als die Mitarbeiter den Garten betraten, glaubten sie nicht, was sie da sahen. Der kleine Hund, die kleine Lilo war total verängstigt. Viele Geier kreisten um sie, sie blieben nicht nur in der Luft, sondern zwei davon hatten sich bereits auf die Hundehütte gesetzt. Der einzige Platz, wo sie noch halbwegs in Sicherheit war!

Das Bild, das Ihr hier seht, hatte ein Reporter gemacht. Denn in den USA sind die Medien schnell dabei, wenn ein Lebewesen in Gefahr ist. Sie wollen darüber berichten und das ist auch gut so. Seht Euch das Bild an. Der kleine Hund, eingekreist von Geiern, die nur darauf warteten, dass der kleine Hund seine Augen schließen würde.
Warum wittern Geier Beute so gut?
Alle, die diese Szene sahen, waren natürlich total entsetzt. Der Hund lebte ja noch. Normalerweise sind Geier Aasfresser, also sie nähern sich ihrer Beute erst, wenn diese bereits ihr Leben gelassen hatte. Hier waren sie also sicher, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis der kleine Hund sterben würde.

Sie ernähren sich ausschließlich von toten Tieren und ihnen selbst schadet das nicht. Wissenschaftler erklären, dass sie eine aggressive Magensäure bilden, die es ihnen ermöglicht, auch Leichengifte problemlos zu verdauen. Wenn es doch mal zu viel ist, dann erbrechen sie einfach und ernähren sich dann vom nächsten Aas. Das ist die Natur, man kann ihnen ja gar nicht böse sein. Aber von diesem Hund sollten sie wegbleiben!
Würde sie die Strapazen überleben?
Die kleine Lilo hätte niemals mehr die Kraft gehabt, diese Geier zu verjagen. Sie war viel zu schwach und die Vögel wussten das auch. Es muss ein furchtbarer Moment für Lilo gewesen sein, als sie realisierte, dass diese Geier nur auf ihr Ende warteten. Man denkt ja immer, das Tiere nichts fühlen, aber alle Tierbesitzer und Menschen, die Tiere lieben, wissen, dass das nicht stimmt.

Als erstes verscheuchten die Leute vom Tierschutz die lästigen Geier. Diese ließen sich auch leicht vertreiben, sie sind auch klug genug zu merken, wann ihr Spiel zu Ende ist. Hier würde es keine Beute geben. Das war jetzt auch für sie klar. Die Mitarbeiter nahmen die kleine Lilo auf den Arm und brachten sie zu ihrem Wagen. Fürs erste war sie gerettet. Aber würde sie auch überleben? Ihr Zustand war wirklich schlecht.

Eine Nachricht an den Besitzer von Lilo
Die Mitarbeiter des Tierschutzes hatten dem Besitzer von Lilo eine Nachricht hinterlassen. Sie hatten auf dem Zettel mitgeteilt, dass sie Lilo mitgenommen haben und warum sie das taten. Auch teilten sie ihm mit, in welches Tierheim Lilo gebracht wurde, damit er sich dort melden könnte.

Denn eines war seltsam. Die ganze Zeit über hatte sich niemand blicken lassen. Die Anwesenheit der Nachbarn auf dem Grundstück und auch die Ankunft des Tierschutzes hätte doch normalerweise jeden alarmiert und man hätte nachgesehen, was denn eigentlich auf seinem eigenen Hof vor sich ging? Aber niemand ließ sich blicken. Als wäre niemand da. Sehr seltsam. Was war hier nur los? Wo waren die Besitzer von Lilo die ganze Zeit gewesen? Waren sie verreist?
Lilo war endlich in Sicherheit
Der Tierschutz hatte Lilo in ein Tierheim gebracht, wo sicher war, dass die Mitarbeiter dort sich lieb um sie kümmern würden. Sie brauchte viel Pflege, da es ihr wirklich schlecht ging. Sie war total mager und sehr verängstigt. Nach einigen Tagen allerdings änderte sich die Situation. Die Besitzer von Lilo meldeten sich im Tierheim. Also wenn man uns fragt, das ist irgendwie schon fast frech.

Keiner konnte es glauben, als die Besitzer kamen und sagten, dass sie sich ab sofort viel besser um die kleine Lilo kümmern würden. Sie würden sie auch besser halten und sie liebevoll pflegen. Konnte man das wirklich so hinnehmen? Sie hatten den armen Hund jämmerlich gehalten, der Hund wäre fast gestorben und jetzt so ein großes Versprechen?
Leere Versprechungen
Das Tierheim hatte ihnen gesagt, dass sie Lilo erst mal gesund pflegen würden und sie sollten sich in wenigen Wochen nochmal melden. Aber nichts geschah. Niemand meldete sich mehr. Anscheinend hatten sie es sich doch anders überlegt und wir können nicht behaupten, dass wir das schade finden. Sie hatten sich schlecht bis gar nicht um den Hund gekümmert!

Dennoch war klar, dass das Tierheim kein Dauerzustand war. Die kleine Lilo brauchte ein normales Zuhause. Eine Familie, in der sie gut aufgehoben war und wo sie ein schönes Leben haben könnte. Natürlich kümmerten sich alle im Heim gut um sie. Aber dauerhaft konnte das nicht so weitergehen. Ein Hund ist nun mal in einem normalen Zuhause wesentlich besser aufgehoben.
Das jetzige Heim war nicht geeignet für Pit Bulls
Leider kam noch ein weiteres Problem hinzu. Das Tierheim, welches sich so liebevoll um die Pflege des Hundes gekümmert hatte, musste bald ein anderes Heim finden, da sie selbst keine Pit Bulls vermitteln und diese normalerweise auch gar nicht aufnehmen. Jetzt musste also schnell eine Lösung her. Man hatte sich eine Frist von 2 Wochen gesetzt, wenn bis dahin kein neuer Besitzer gefunden war, musste sie in ein anderes Tierheim gebracht werden.

Leider verlief die Zeit, ohne das etwas geschah. Sie mussten entscheiden, wie es mit Lilo weitergehen würde. Allen war es wichtig, dass sie ein gutes Zuhause bekam und der Gedanke, sie einfach nur ins nächste Tierheim zu bringen, gefiel niemanden. Aber so waren die Regeln, ihnen blieb nichts anderes übrig. Musste Lilo wirklich ins nächste Heim?
Pit Bulls sind nicht leicht vermittelbar
Noch immer denken viele Menschen, dass Pit Bulls keine „guten Hunde“ sind. Das sie aggressiv sind und auch gefährlich. Aber wie so oft, ist auch das ein Mythos. Der Hund muss einfach nur gut ausgebildet werden und braucht vor allem ein liebevolles Zuhause. Wenn das gegeben ist, ist er genau so lieb und treu und brav, wie alle anderen Hunderassen auch.

Sie brauchen viel Bewegung, da sie viel Power haben. Aber das sollte ja machbar sein, wenn man sich einen Hund anschafft. Jeder sollte sich vor dem Kauf eines Hundes genau informieren, was die jeweilige Rasse so braucht. Wenn alles gegeben ist, haben Hunde und ihre Besitzer ein wundervolles Leben. Liebe, Bewegung, genug Nahrung. Mehr braucht es nicht! Dann hat man einen Freund, eine Freundin fürs Leben.
Was würde aus Lilo jetzt nur werden?
Das Problem war aber, dass die meisten Menschen wirklich denken, Pit Bulls sind einfach böse und auch gefährlich. Im Moment zwar nicht, aber man weiß ja nie. So ungefähr denken viele Leute und dementsprechend ist diese Rasse sehr schwer vermittelbar. Das bedeutete auch für Lilo nichts Gutes. Es war vielen egal, das sie ein Zuhause brauchte, die Menschen waren einfach misstrauisch wegen ihrer Rasse.

Es war sogar noch schlimmer. Kein anderes Tierheim würde sie aufnehmen. Das bedeutete, wenn nicht bald ein Wunder geschehen würde, dann bestand die Gefahr, dass das Tierheim Lilo einschläfern müsste. Das wäre doch unglaublich! Man hatte sie gerettet, damit sie nicht sterben muss, nur um sie dann wenige Wochen später dann doch sterben zu lassen! Das durfte einfach nicht geschehen.
Lilo musste einfach gerettet werden
Zum Glück gibt es auch in den USA Stiftungen und Organisationen, die sich um ausgestoßene oder abgelehnte Tiere kümmern. Sie waren dafür da, dafür zu sorgen, dass Tiere wie Lilo nicht eingeschläfert werden, nur weil sie die „falsche Rasse“ besitzen. Die arme konnte ja nichts dafür, dass sie ein Pit Bull war und leider mit ihren Besitzern einfach nur großes Pech hatte.

Die Organisation heißt „Merit Pit Bull Foundation“. Sie hörten von Lilo und von dem Schicksal, was ihr bald drohte. Sie holten sie auch gleich aus dem Heim und wollten dafür sorgen, dass Lilo endlich in ein richtiges und vor allem liebevolles Zuhause kommen würde. Sie hatte echt Glück, dass die Organisation von ihr gehört hatte. Sonst wäre ihr Ende nah gewesen. Aber so hatte sie eine neue Chance! Hatte die Vermittlung dann auch geklappt?
Erst mal ging es für Lilo in eine liebe Pflegefamilie
Die kleine Lilo hatte Glück. Die Stiftung, die sie abgeholt hatte, hatte eine Pflegefamilie für sie organisiert gehabt, bei der sie bleiben könnte, bis ein endgültiges Zuhause für sie gefunden worden war. Viele Menschen hatten sich gemeldet, die das Bild von Lilo und den Geiern in den Medien gesehen hatten. Ein Paar, namens Keana Lynch und Travis Henly beschlossen, sie erst mal bei sich aufzunehmen.

Jetzt war zumindest die Gefahr vom Tisch, dass Lilo doch noch sterben müsste. Sie hatte jetzt erst mal eine Familie, in der sie liebevoll behandelt wurde und man sah es ihr förmlich an, wie wohl sie sich dort fühlte. Aber hier konnte sie auch auf Dauer nicht bleiben. Man suchte weiter, damit Lilo ein endgültiges Zuhause bekam.
Lilo hatte jetzt ein schönes Zuhause
Die kleine Lilo war so fröhlich, so lieb, dass die beiden nicht sicher waren, ob sie sie wirklich wieder hergeben wollen. Sie hatte sich perfekt in die Familie integriert und fühlte sich dort so wohl, wie man auf dem Bild hier gut sehen kann. Genau so sieht ein glücklicher Hund aus. Entspannt und friedlich. Einfach nur schön. Also würden sie Lilo doch behalten?

Es war nicht einfach für das junge Paar. Lilo war ja stark vernachlässigt worden von ihrem alten Besitzer und so hatte sie nichts gelernt. Das bedeutete auch, dass sie nicht stubenrein war. Sie konnte nichts. Man hatte ihr nichts beigebracht. Auch Spielzeug sah sie nur an und wusste nicht, was sie damit machen sollte? Das war alles schwierig. Würden sie es sich noch anders überlegen?
Eine Familie, wie sie sein sollte
Die beiden waren entschlossen, trotz aller Schwierigkeiten Lilo zu behalten. Sie war noch jung. Man konnte ihr alles noch beibringen. Sie sollte stubenrein werden und endlich lernen, wie man richtig spielt. Auch war sie nicht der einzige Hund im Haus. Die beiden hatten noch einen Pit Bull Mix und einen Malteser Hund bei sich.

Da alle Hunde weiblich waren, verstanden sie sich super. Sie konnte jetzt mit anderen Hunden spielen und tollen nach Herzenslust. Endlich schien es, als wäre für Lilo alles gut geworden. Sie konnte glücklich leben, wir gönnen ihr das von Herzen! Aber blieb es auch dabei oder taten sich doch noch Probleme auf? Das wäre wirklich tragisch, denn einen Hund ständig in fremde Hände zu geben ist auch nicht gut!
Zeit für eine gute Erziehung
In der ersten Zeit ließen sie Lilo noch ziemlich in Ruhe. Sie sollte sich erst eingewöhnen und sich auch an die anderen Hunde gewöhnen. Sie war gesund geworden, hatte kräftig an Gewicht zugelegt und alles war soweit gut. Aber, sie war nicht erzogen. Das musste jetzt nachgeholt werden. Selbstverständlich liebevoll und mit viel Geduld.

Das war natürlich alles andere als einfach. Die kleine Hündin hatte nichts gelernt und so musste man ihr praktisch alles beibringen, was ein kleiner Hund schon kann. Lilo war ja jetzt schon ungefähr 10 Monate alt, also allerhöchste Zeit, ehe es zu spät war. Sie wollten ihr aber in aller Ruhe alles lernen, sie wussten ja nicht, wie viel traumatisches Lilo schon erlebt hatte. Daher gingen sie es gelassen an. Das war auch gut so.
Seht euch dieses Lächeln an!
Es dauerte ein Jahr, bis Lilo endlich „fertig“ war. Sie war prächtig gewachsen, hatte ein normales gutes Gewicht für einen Hund, hatte eine sehr gute Erziehung. Vom ehemaligen Futter für Geier war nichts mehr zu sehen. Lilo ging es sehr gut, wie man auf dem Bild gut sehen kann! Niedlich oder? Als wollte sie allen mitteilen, wie dankbar sie für ihr neues Zuhause war.

Die Erziehung, ihr Training, lief super. Sie war wirklich ein braver Hund und lernte sehr schnell. Das Paar war begeistert, das hätten sie nicht erwartet. Bei Hunden, die aus schlechten Verhältnissen kommen, war es normalerweise nicht so einfach, sie zu trainieren. Vernachlässigte Tiere sind meistens viel zu schreckhaft und ängstlich. Aber Lilo machte brav alles mit. Ein wundervolles Tier! Durfte sie jetzt wirklich dort bleiben?
Lilo geht es endlich richtig gut!
Die beiden, die Lilo adoptiert hatten, haben das niemals bereut. Travis und Keana sagen über sie: “Sie hat eine so großartige Persönlichkeit – sie ist immer glücklich und gibt immer Küsse.” Sie nennen sie liebevoll ihr kleines „Kuschelmonster“, das ständig die Nähe ihrer Besitzer sucht. Manchmal erinnert sie sich dann doch an ihre traumatischen alten Verhältnisse und das macht sich dann auch bemerkbar: “Sie hat immer noch Probleme aus ihrer Vergangenheit, ich kann sie nicht allein im Garten zurücklassen, sie kommt zurück zur Tür und winselt. Sie will wirklich nur mit jemandem zusammen sein. Sie liebt und schätzt, was man für sie tut. Sie ist ein süßes Baby. Selbst inmitten ihrer Probleme bleibt Lilo positiv“

Das schöne ist, das sie keinen Groll gegen andere Menschen hat. Keana erzählte, das sie jedem Menschen, dem sie begegnen liebevoll entgegen tritt. Das ist auch wichtig, denn auch das hätte anders sein können. Oft sind Tiere aus schlechten Verhältnissen anderen Menschen gegenüber dann aggressiv, aber bei Lilo war das nicht der Fall. Es ging ihr gut und sie trug den Menschen zum Glück nichts nach.
Lilo ist jetzt sogar für andere Hunde da!
Keana hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen über Pit Bulls aufzuklären. Sie fährt mit ihrer Lilo von einer Schule zur nächsten und erzählt den Kindern, wie diese Rasse wirklich ist. Sie erklärt auch, was es braucht, damit ein Hund lieb und brav ist und kein böses Untier wird. Liebe, Fürsorge, Nahrung und genügend Bewegung. Übrigens wurde Lilo sogar zum Therapiehund ausgebildet! Ihr sanftes Wesen machte das möglich.

Travis und Keana sind froh, dass der Reporter damals das Bild von Lilo gemacht hatte. Wie sie da saß, ganz verschreckt und ängstlich und die Geier betrachtete, die sie als ihr Futter auserwählt hatten. Ohne das Bild wären sie gar nicht auf sie aufmerksam geworden und hätten sie so auch nicht retten können! Aber dank des Reporters war alles gut ausgegangen. Eine Frage ist noch offen: Wie geht es Lilo heute?
Die Stiftung, die sich um Pit Bulls kümmert
Es geht ihr sehr gut. Alles läuft super und ihr „Job“ als Therapiehund macht Lilo viel Spaß. Lasst uns noch ein wenig auf die Stiftung sehen, der man das Überleben von Lilo ja letztendlich zu verdanken hatte: Die Merit Pit Bull Stiftung wurde im Jahr 2012 von einigen Menschen gegründet, die es nicht mehr mit ansehen konnten, dass Hunde nur wegen ihrer Rasse ausgegrenzt und sogar getötet wurden. Sie retten also Hunde vor dem möglichen Tod und klären vor allem auch Menschen über diese Rasse auf. Auch kämpfen sie gegen die weitere Züchtung von Pit Bulls durch unseriöse Farmer.

In den USA gibt es leider in 21 Staaten kein einziges Gesetz, dass solche „Welpenfarmen“ verbieten würde. Es werden Pit Bulls gezüchtet und es wird nicht darauf geachtet, wer sie schlussendlich bekommt. Das muss sich ändern, so fordert es die Foundation. Es muss klar gestellt werden, das diese Hunde nur von Profis gezüchtet werden und diese dann in sichere und gute Hände kommen! Auch müssen die Menschen weiter aufgeklärt werden, dass Pit Bulls keine „böse Rasse“ sind, sondern ganz normale Hunde. Wir jedenfalls freuen uns, dass die Geschichte von Lilo so ein glückliches Ende genommen hat.