Die Frau fand ein Katzenbaby auf der Straße und rettete es - Sie hatte ja keine Ahnung, was es wirklich war!

Tom am 19. August 2021
Die meisten von uns haben ein Herz für Tiere und wenn wir streunende Tiere sehen, denen es offensichtlich nicht so gut geht, werden die wenigsten von uns daran vorbei gehen, ohne uns darum zu kümmern. Viele wurden einfach ausgesetzt oder haben aus anderen Gründen einfach kein Zuhause mehr. Entweder kümmert man sich dann selbst darum oder bringt das jeweilige Tier zum Tierheim oder zur Tierhilfe.

Einige haben dann so viel Mitleid, dass sie eines der armen Tiere sofort aufnehmen, ohne darüber nachzudenken. Und so ungefähr war es auch bei dieser Frau, die auf der Rückfahrt war von einem Treffen mit ihren Freunden. Sie sah am Straßenrand etwas laufen, etwas kleines, kuscheliges. Sie hielt sofort an, weil sie fürchtete, dass eines der anderen Autos es sonst überfahren würde. Ihr erster Eindruck war, dass es sich hier um ein kleines Kätzchen handelte. Ohne darüber nachzudenken, lud sie das Tier ins Auto und nahm es mit nach Hause.
1. Kleiner Streuner in sicheren Händen
In vielen Ländern gibt es streunende Tiere. Vielen ist es egal, sie haben sich daran gewöhnt und kaum jemand kümmert sich darum. Es gibt sogar extra Leute, die die Streuner einfangen und dann deren Leben beenden, um der Masse Herr zu werden. Das ist natürlich sehr traurig und viele Menschen aus aller Welt haben es sich zur Aufgabe gemacht, Streunern weltweit zu helfen. Die Frau in dieser Geschichte wusste, dass wenn sie sich nicht kümmern würde, es auch kein anderer tun würde.

Sie dachte sich, dass es leicht wäre, das Tier bei sich aufzunehmen. Katzen sind nicht unbedingt sehr anstrengend und brauchen nicht viel. Ein bisschen Kuscheln, ein gutes Futter und ein schönes warmes Heim. So hat sie sich das zumindest vorgestellt. Sie ahnte noch nicht, was sie hier wirklich bei sich aufgenommen hatte.
2. Eine wahre Tierfreundin
Jill Hicks, so der Name der Frau, die das kleine Streunerchen bei sich aufgenommen hatte, hat an diesem Abend noch keine Ahnung gehabt, was ihr bevorstand. Sie wollte einen Abend mit ihren Freunden verbringen und hatte viel Spaß. In bester Laune fuhr sie dann nach Hause, bis sie eben dieses Kätzchen sah. Mitten auf dem Highway! Sie war so geistesgegenwärtig, sofort anzuhalten, damit niemand das Tier überfahren konnte.

Keinen Moment hat sie darüber nachgedacht, einfach weiter zu fahren. Wenn sie nicht angehalten hätte, wäre das Tier ganz sicher von einem der schnell fahrenden Autos überfahren worden. Das konnte und wollte sie natürlich nicht zulassen. Sie liebte Tiere über alles. Noch ahnte sie nicht, dass ihr Fund, ihr großes Herz, bald ein großes Medien Interesse auslösen würde.
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3. Ein kleines Tier in großer Gefahr!
Jill erzählte später, dass sie im ersten Moment dachte, dass es sich um einen Hasen oder ein kleines Kaninchen handeln würde, weil das Fell so weich war. Als sie ausgestiegen war und zu dem Tier ging, bemerkte sie, dass es eine Katze war. Ein kleines, niedliches Kätzchen, welches hier alleine herumstreunte und dadurch in Gefahr war.

Sie ärgerte sich fürchterlich darüber, dass man so ein kleines Tier einfach ausgesetzt hatte. Anders konnte man es sich ja nicht erklären! Es war der Highway, hier war viel los! Und so ein kleines Tier hat noch nicht so gute Instinkte, dass es wüsste, wann ihm Gefahr drohte. Daher überlegte sie wirklich überhaupt nicht, packte das flauschige Bündel ins Auto und wollte später ein gutes Zuhause dafür finden. Es war klein, das Tier, daher wäre das kein Problem, es in gute Hände zu vermitteln. So ihr Plan.
4. Einem kleinen Lebewesen helfe
Sie erzählte auch, wie sehr sie sich beeilte, das Tier vor den anderen Autos zu retten. Denn diese fahren auf Highways schnell, auch dass sie es überhaupt wahrgenommen hatte, war nur dem Umstand zu verdanken, dass sie in diesem Moment wegen anderen Autos langsamer fahren musste und ihr Blick zufällig auf den Seitenrand fiel, wo das verängstigte kleine Tierchen saß.

In diesem Moment konnte sie noch nicht ahnen dass ihre Geschichte bald durch die Medien wandern würde, denn das vermeintliche Kätzchen war keine normale Katze, sondern etwas ganz anderes. Aber das wäre ihr in diesem Moment wohl auch egal gewesen, es galt, ein Tier aus einer Gefahrenzone herauszuholen und das hatte sie geschafft. Was auf sie zukommen würde, war ihr da noch nicht bewusst.
5. Gab es noch mehr Kätzchen?
Jill erzählte später, dass sie, bevor sie wegfuhr, erst mal die Umgebung abgesucht hatte. Sie dachte sich, dass es ja sein könnte, dass die ganze Katzen Familie dort lebte und so wollte sie sichergehen, dass es nicht noch mehr Katzen waren, die ihre Hilfe brauchten. Als sie allerdings alles abgesucht hatte und bemerkte, dass es keine weiteren Katzen gab, wickelte sie das eine Kätzchen in eine Decke und fuhr damit nach Hause.

Sie hatte sich es so vorgestellt, dass sich das Kätzchen bei ihr erst mal ein wenig erholen sollte, in Ruhe schlafen, in Ruhe essen und dann würde sie in den kommenden Tagen überlegen, wie es weitergehen sollte. Ob sie es an andere gute Besitzer vermitteln würde, weil eigentlich wollte sie es nicht behalten. Aber erst mal musste sie es in Sicherheit bringen. Das war im Moment das Wichtigste.
6. Eine aufregende Heimfahrt
Als sie endlich im Auto waren, hoffte Jill, dass das Tier ruhig bleiben würde, weil sie hatte ja natürlich keinen Katzenkorb oder ähnliches im Wagen. Wann trifft man schon mal auf einer Autofahrt auf ein Tier, was Hilfe braucht? Das passiert ja zum Glück nicht jeden Tag. Aber sie musste jetzt das Tier nach Hause bringen, zu sich und sie hoffte, dass alles gut gehen würde und das kleine Wesen nicht im Auto herum turnen würde.

Aber wie es so oft ist, der Mensch denkt und das Tier macht etwas völlig anderes. Die kleine Katze dachte nämlich gar nicht daran, ruhig zu bleiben. Sie kletterte über die Sitze und miaute, dass es einem im Herzen weh tat. Jill hoffte, dass sie bald daheim ankommen würde, ehe sie noch einen Unfall baute. Es wäre ja nur noch eine Fahrt von ungefähr 10 Minuten, das sollte wohl zu schaffen sein?
7. Eine scheinbar endlose Fahrt
Die Katze mochte das Autofahren nicht, das war schnell klar. Und nachdem sie ihr das wiederholte Male über die Sitze geklettert war und immer noch kläglich miaute, hielt Jill an und wickelte das Tierchen in ihren Pullover, den sie glücklicherweise im Auto hatte und sprach beruhigend auf es ein. Aber die Katze war immer noch sehr nervös. Was ja auch verständlich ist.

Da kam ihr eine Idee. Sie hatte das Kätzchen ja warm eingepackt, aber vielleicht würde ihre eigene Nähe ihm gut tun? Und so legte sie das Bündel auf ihren Schoß und siehe da, das half. Das Kätzchen wurde endlich ruhig und sie konnte endlich nach Hause fahren. Sie war sehr glücklich, als sie endlich ankam. Alles war gut gegangen. Also bis zu diesem Moment. Wie würde es jetzt weitergehen?
8. Erst mal ein paar Fotos machen
Sie nannte die kleine Fellnase automatisch „Kitty“ und als sie endlich daheim angekommen waar, brachte sie ihr erst mal eine schöne große Schachtel, was ja alle Katzen lieben, legte dort hinein eine warme Decke und machte das Katzenklo, dass sie glücklicherweise besaß, für Kitty bereit. Dann fütterte sie das Tier und machte einige Fotos, die sie auf Facebook veröffentlichte. Sie schrieb auch, dass sie nach einem neuen Zuhause für das Tierchen suchte.

Als das kleine Kätzchen satt war und sich gemütlich in der Schachtel ausgebreitet hatte und schlief, beschloss sie, nach dieser Aufregung erst mal einen Spaziergang zu machen. Frische Luft schnappen und alles verarbeiten. So entging ihr, dass sie viele Kommentare unter den Fotos bei Facebook hatte. Sie ging nach einer Weile wieder nach Hause und eine Nachbarin wartete ganz aufgeregt vor ihrer Tür. Was war da los?
9. Jills Pläne, aber alles kam anders
Bevor sie ihr Haus erreichte, überlegte sie, wie sie mit dem Kätzchen weiter verfahren würde. Erst mal würde sie ihm ein eigenes Zimmer geben. Da sie noch weitere Haustiere hatte, konnten diese sich vielleicht erst mal an Kitty gewöhnen. Bevor sie spazieren gegangen war, hatte sie die Tür übrigens geschlossen. Also zu dem neuen Mitbewohner konnte keines der anderen Tiere gelangen.

Sie überlegte noch, wie es weitergehen sollte und ging auf ihr Haus zu. Dort wartete aber eine Nachbarin ganz aufgeregt und war gespannt, was diese von ihr wollte. Sie freute sich über das Interesse, aber sah sofort, dass irgend was nicht stimmte. Die Nachbarin machte ein sehr ernstes Gesicht. Hatte sie etwas falsch gemacht? Wenn ja, was? Sie hatte doch nur en Tier in Not gerettet?
10. Eine große Überraschung
Jill dachte, dass vielleicht die Nachbarin die Fotos bei Facebook gesehen hatte und das kleine Kätzchen adoptieren wollte. Aber die Frau machte ihr klar, dass sie das ganz und gar nicht vorhätte. Ganz im Gegenteil. Aber, sie bestand darauf, dass Tier zu sehen. Jill war verwirrt. Was sollte das? Warum war sie so neugierig? Es war doch nur eine ganz normale Katze?

Die Frau erklärte ihr, dass sie wohl schon seit einer Weile nicht mehr auf ihr Profil bei Facebook gesehen hätte, dort wären viele Kommentare wegen der Fotos von dem Tier. Sie hatte es nicht bemerkt, andere aber schon. Als sie die Nachbarin jetzt zu der Katze brachte, checkte sie endlich was los war. Es war keine normale Katze. Es war etwas ganz anderes! Jill war im ersten Moment richtig schockiert!
11. Eine Hauskatze sieht wirklich anders aus!
Man muss es ja sehen, wie es war. Jill hatte das Kätzchen im Dunklen gefunden. Sie hatte nicht nachgedacht, sondern es ins Auto gepackt. Sie hatte sich auch noch vergewissert, dass nicht noch Geschwisterchen in Not waren. Zeit, genau hinzusehen, war irgendwie gar nicht vorhanden gewesen. Es hatte Krallen, es sah aus wie eine Katze und es maunzte auch so. Aber es war eben keine Katze und doch.

Jetzt fiel Jill auf, dass ihr wirklich etwas Entscheidendes entgangen war. Das Fell war anders und auch das Hinterteil sah nicht so aus, wie bei einer normalen Katze. Aber es war ja keine Zeit gewesen, genauer hinzusehen. Sie wollte dem Tier einfach helfen und das hat sie auch gemacht. Allerdings jetzt war ihr klar, dass sie vielleicht etwas voreilig gehandelt hatte. Auf der anderen Seite, gerettet hätte sie das Tier auf jeden Fall.
12. Jetzt war alles klar
Sie hatte hier etwas ganz besonderes gerettet. Keinen gewöhnlichen Stubentiger, sondern einen Rotluchs! Ein echter kanadischer Rotluchs lag dort in ihrem Zimmer und schlief friedlich. Wenn die Tiere klein sind, lassen sie sich wirklich nur schwer von einer „normalen“ Katze unterscheiden. Jetzt allerdings war Jill auch klar, warum das Tier gar so wild geworden war. Es war eben kein Haustier.

Jill sah in ihren Computer und beantwortete die vielen Kommentare bei Facebook. Sie schrieb, dass sie tatsächlich einen kleinen Rotluchs bei sich aufgenommen hatte und das sie sich darum kümmern würde, dass er in fachgerechte Hände kam. Wir wissen ja, wie bösartig manche Tierfreunde werden können. Jill wusste das auch und versprach, alle auf dem Laufenden zu halten.
13. Was sollte sie jetzt tun?
Natürlich machte Jill den vielen Kommentatoren auch gleich klar, dass sie keine neuen Besitzer sucht, sondern dass sie sich darum kümmern würde, dem kleinen Rotluchs das passende Zuhause zu suchen. Alle waren froh darüber und die Kommentare waren jetzt sehr liebevoll geworden. Wie sollte es jetzt aber weitergehen?

Zuerst musste die Nacht vorüber gehen. Jill beschloss, sich gleich am nächsten Tag darum zu kümmern, dass ihr Rotluchs das passende Zuhause finden würde. Sie beschloss, die Nacht neben ihrem Findling zu verbringen und beide schliefen friedlich nebeneinander. Süß oder? Allerdings war an Schlaf kaum zu denken. Jill wollte sichergehen, dass es dem kleinen Tier gut ging und sah ungefähr jede Stunde nach ihrem kleinen Luchs.
14. Was sollte aus Kitty werden?
Als der Morgen anbrach, wollte sie ihn erst mal füttern. Dabei stellte sie fest, dass die Essensgewohnheiten ihres Luchses sich gar nicht so arg von anderen Katzen abhob. Sie verspeiste brav eine Dose Thunfisch und fühlte sich offensichtlich wohl bei ihr. Als Kitty sie allerdings streicheln wollte, fauchte das Tier sie an. Es war wild. Ganz klar. Keine Katze, eindeutig. Also keine normale jedenfalls. Sie holte sich das Telefon und rief die Wildtier Schutz Organisation an. Diese versprachen, schnell jemanden zu schicken.

Die Leute von der „For Fox Sake Wildlife Rescue“ Organisation kümmern sich schon seit vielen Jahren um Wildtiere, die ausgesetzt wurden oder ausgebüchst waren. Sie peppeln die Wildtiere auf und sobald sie soweit sind, werden sie wieder in ihr eigentliches Revier entlassen. Jill war gespannt, was sie zu ihrem Fund sagen würden.
15. Hier können nur Fachleute Gutes bewirken
Der Mitarbeiter der Organisation, der bald ankam, erklärte Jill, dass der kleine Luchs ungefähr 6 Wochen alt sein musste und er hätte es niemals geschafft, ohne Familie und Schutz zu überleben. Zuerst mal brachten sie das kleine Tier in eine nahe gelegene Tierklinik, damit sich Ärzte den Gesundheitszustand ansehen konnten. Sie stellten schnell fest, dass es nicht fit war. Es war schwach, was ein Zeichen dafür war, dass man es zu früh von der Mutter entfernt hatte. Ob aus Absicht oder durch traurige Umstände, war nicht bekannt.

Danach brachte man sie in das Zentrum der Wildtier Organisation und kümmerte sich liebevoll um sie. Ja, es war ein weiblicher Luchs und sie erhielt den Namen „Arwen“, was so viel bedeutet wie „Abendstern“. Durch die liebevolle Zuwendung der Mitarbeiter dort kam das Tier sehr schnell zu Kräften. Aber wie würde es mit der Luchs Dame namens Arwen weitergehen?
16. Arwens neues Leben
Russo, so hieß der Leiter der Organisation für Wildtiere, erklärte später den Medien, dass Arwen erst in die Wildnis entlassen werden würde, wenn sie sich richtig erholt hatte. Das würde noch einige Monate dauern, da Arwen noch sehr jung war und auch noch etwas zu schwach im Gegensatz zu ihren Artgenossen. Sie musste stark werden, um dem Leben in Freiheit sicher begegnen zu können.

Es dauerte dann doch länger, als sie gedacht hatten. Bis sie endlich eine passende Stelle in der Natur für sie gefunden hatten. Das machte niemandem etwas aus. Arwen wuchs wunderbar heran und wurde immer stärker. Jeden Tag wurden ihre Pfleger mit einem kräftigen Fauchen und Knurren begrüßt. Das war ein gutes Zeichen. Es bedeutete, dass sie in Freiheit leben konnte, ohne zu sehr an Menschen gewöhnt zu sein.
17. Arwen wurde erwachsen und konnte in die Freiheit entlassen werden!
Die kleine Luchs Dame wuchs zu einer starken Katze heran und wurde immer normaler. Ihr Verhalten glich völlig dem der anderen Luchse. Sie zerlegte alles, was man ihr zu spielen gab, so waren sich alle sicher, dass sie eventuellen Feinden in der Natur gut begegnen konnte. Sie war so wild, dass man ihr sogar den Namen „kleine Killerin“ gab. Angefreundet mit den Menschen hatte sie sich nicht. Das war sehr gut. Nur so konnte sie ohne Menschen leben!

Wie ging es aber mit Jill weiter? Diese erkundigte sich ständig nach ihrem Findling und ließ sich die Fortschritte genau mitteilen. Das teilte sie dann mit ihren Fans bei Facebook und alle waren begeistert, dass die Geschichte so gut verlaufen war. Arwen würde ein gutes Leben in Freiheit haben und das hatte sie Jill zu verdanken. Diese hatte sich allerdings vorgenommen, das nächste Mal, wenn sie wieder ein Tier retten würde, gleich genauer hinzusehen. Denn man weiß ja nie, was man da draußen so alles findet…