Das sind die 15 gruseligsten Orte in Deutschland

Natalie am 13. September 2021
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1. Beelitz-Heilstätten
Im Jahr 1898 wurden die „Beelitz Heilstätten“ in Brandenburg gebaut. Sie sollte als Sanatorium für Menschen mit Lungenkrankheiten dienen. Viele Gerüchte ranken sich um diese ehemalige Heilanstalt. Es sollen Experimente an den Patienten durchgeführt worden sein und deren Geister durch das Gebäude und über das Gelände spuken. Wachleute schwören darauf, dass man in der Nacht seltsame Geräusche und sogar Schreie hört.

Hier wurde sogar schon ein Film gedreht, die alten Heilstätten dienten als Kulisse für den Film „A Cure for a Wellness“. Die alte Stätte soll aber renoviert werden und konnte in großen Teilen in den letzten Jahren wieder erneuert werden. Einige der alten Fragmente sind aber noch vorhanden und so können Fans von gruseligen Orten diese besuchen, aber nur im Rahmen einer begleiteten Führung.

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2. Die Rakotzbrücke
Das ist eine der schönsten und gruseligsten Brücken, die unser Land zu bieten hat. Es gibt in vielen Ländern sogenannte „Teufelsbrücken“ und diese hier ist eine davon. In Sachsen, genauer im Rhododenronpark Kromlau befindet sich die Rakotzbrücke, die seit vielen Jahren als wundervolle Kulisse für Fotografen dient. Das besondere daran ist die Spiegelung.

Übrigens kann man die Rakotzbrücke nur aus der Ferne betrachten, das Betreten selbst ist strengstens verboten. Das kann man natürlich als Anlass für Gerüchte nehmen. Warum darf man sie nicht betreten? Wird man dann vom Teufel geholt? Der Grund ist natürlich ein rein praktischer. Der Zustand der Brücke erlaubt das Betreten einfach nicht. Aber von weitem kann man sie bewundern und die Spiegelung im Wasser bewundern, sofern es das Wetter zulässt.


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3. Der Wald Nienhagen
Wer gruselige Orte mag, kommt um den Gespensterwald in Nienhagen nicht herum. An der Ostsee befindet er sich und ist seit 1943 Naturschutzgebiet. Die Bäume sind Jahrhunderte alt und bieten eine herrlich gespenstische Kulisse. Aber warum nennt man ihn Gespensterwald? Spukt es dort? Für Leute mit viel Fantasie durchaus möglich. Den Namen hat der Wald aber wegen seiner seltsamen Bäume, die in der Dämmerung wirklich Geistern ähneln.

In Mecklenburg-Vorpommern gelegen, ist dieser Wald ein beliebtes Ausflugsziel für Menschen mit Sinn für das Unheimliche. Wenn Nebel in der Luft liegt, dann sehen die Bäume wirklich aus wie Fabelwesen. Es sieht aus, als würden sie sich bewegen und nach den Besuchern greifen. Du kannst dir gerne selbst ein Bild davon machen bei deiner nächsten Reise und vergiss die Kamera nicht!

4. Schlosshotel Waldlust
Das ist mal ein Ort für Gruselfans! Das Schlosshotel in Freudenstadt steht seit vielen Jahren leer und nur Mutige würden es wagen, dort eine ganze Nacht zu verbringen. Seit 2005 hat niemand mehr das Hotel betreten und das sollte für ordentlich Gruselfaktor sorgen. Aber was ist so Besonders an dem Hotel und macht es zu einem Gruselort?

Seit Jahrzehnten soll es in diesem alten Hotel spuken. Genauer, seit die damalige Chefin des Hauses im Jahr 1949 in ihrem Zimmer ermordet wurde. Aber nicht nur die alte Chefin soll als Geist umgehen. Das Hotel war früher wohl mal ein Lazarett und dort starben viele Soldaten. Auch deren Geister sollen nach wie vor dort umgehen. Würdest du dich trauen, dort zu übernachten? Oder hättest du Angst vor den umgehenden Geistern, die es hier geben soll?
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5. Der U-Boot-Bunker Valentin
Ein Bunker ist sowieso schon gruselig. Es gibt kein Tageslicht und früher, in Kriegszeiten, sind vielleicht viele Menschen in Bunkern gestorben. Die einen wegen Krankheit, die anderen, weil es kein Essen oder keine Medikamente gab. Darum eignen sich Bunker immer perfekt für gruselige Geschichten. Zum Schutz gebaut, bieten sie doch genug Stoff zum Spekulieren. Der Bunker namens Valentin sollte damals der größte in Deutschland werden.

Er wurde zwischen den Jahren 1943 und 1945 erbaut und schon während des Baus sollen viele Menschen dort umgekommen sein. Deren Geister sollen dort bis heute spuken. Wer mag, kann den Ort besichtigen, Teile davon sind noch zugänglich, aber natürlich nicht ohne Führung! Wer also gruselige Orte liebt, wird um den Bunker Valentin nicht herumkommen. Steht er auf deiner Besuchsliste, oder hättest du Angst vor den alten Gespenstern, die dort umgehen sollen.

6. Die Pestkapelle bei Weilheim
Auf den ersten Blick sieht sie völlig harmlos aus. Wie eine ganz normale Kapelle eben. Aber wer die Geschichte kennt, dem wird sogar bei diesem harmlosen Anblick ein Schauer über den Rücken laufen. Diese Kapelle befindet sich tief im Wald, zwischen Hohenkasten und Weilheim. Sie gilt als „verflucht“, da unter ihr zahlreiche Menschen begraben wurden, die im 18. Jahrhundert der Pest zum Opfer fielen.

Auch die Umgebung der Kapelle gilt als ein Ort, der verflucht ist. Dort soll vor vielen Jahren eine Frau im Wald erhängt worden sein und ihr Geist soll in der Nacht durch die Gegend dort spuken. Ehemalige Besucher berichten, dass sie sich nach dem Besuch in der Kapelle in dem Wald verlaufen hätten. Selbst die, die sich in der Gegend eigentlich gut auskennen. Also wenn du diesen Ort besuchen möchtest, pass auf, dass du dich nicht komplett verirrst.

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7. Der Rotenfels
Dieser Fels ist auch ein gruseliger Ort, wenn auch eher aus praktischen Gründen. Der Rotenfels bei Ebernburg kostet jedes Jahr Menschenleben, aus verschiedenen Gründen. Die einen passen beim Wandern nicht auf und rutschen ab, die anderen gehen freiwillig diesen Weg, um ihr Leben zu verlassen. Der Fels ist ca. 327 Meter hoch und zieht sich über eine Länge von knapp 2 km.

Er ist ein beliebter Ort für Kletterer, aber hier sollten wirklich nur Profis ran. Die Wände des Felsens sind sehr glatt und bieten kaum Halt für Haken oder ähnliche Kletterhilfen. Daher, wer immer den Fels besucht, sollte extrem vorsichtig sein oder nicht ohne Ortskundige dort wandern gehen. Das es dort spukt, können sich Gruselfans sicher gut vorstellen, da eben schon viele Menschen dort ihr Leben verloren.

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8. Die leerstehende Abhörstation auf dem Teufelsberg
Alleine der Name des Ortes, auf der die alte Abhörstation steht, jagt sicher vielen Leuten schon wohlige gruselige Schauer über den Rücken. In Berlin, auf dem Teufelsberg, befindet sich dieser alte Ort, der ehemals eine Abhörstation der Amerikaner gewesen war. Über 30 Jahre befanden sich dort Beamte, die die Aufgabe hatten, die DDR und andere östliche Staaten abzuhören und somit zu überwachen.

Heute ist die alte Station nur noch eine Ruine und bietet einen gruseligen Anblick. Ob es dort spukt? Wissen wir nicht. Aber es ist sicherlich ein Ort, der für eine gruselige Atmosphäre sorgt. Allerdings, wer sich dort hinauf wagt, hat einen wunderbaren Blick über Berlin. Kommt man dort so einfach rauf? Nein, wer die Station besuchen möchte, sollte schon alleine aus Sicherheitsgründen eine Führung buchen.

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9. Das Kind von Windeby
Moorlandschaften boten schon immer genug Gründe, sich dort zu gruseln. Die Gegenden sind meistens Nebel verhangen und zahlreiche Geschichten ranken sich um die Moore. Das dort Geister umgehen, sollte also für jeden, der daran glaubt, fast klar sein. Im Jahr 1952 wurde im Moor Windeby in Schleswig-Holstein eine Leiche gefunden, die früher ein ca. 15-jähriger Junge gewesen sein muss. Man nannte den Leichenfund „Das Kind von Windeby“.

Man fand das Kind genau so, wie Ihr es hier seht. Mit einem Lederband über den Augen. Man nahm natürlich alleine wegen des Bandes an, dass er gewaltsam ums Leben gekommen war. Aber viele Untersuchungen hatten ergeben, dass er wohl eines natürlichen Todes gestorben war. Was das Band bedeutet? Das weiß keiner. Ob das rituell war oder einfach damals Tradition? Rätsel über Rätsel. Gruselig ist die Geschichte auf jeden Fall.

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10. Kloster Wessobrunn
Auf den ersten Blick sieht man einfach eine prachtvolle Kirche, wie es sie in vielen Klöstern unseres Landes gibt. Aber dieses Kloster hat eine gruselige Geschichte, die man sich bis heute erzählt und viele Menschen glauben, dass es dort spukt. In Klöstern ist früher vieles geschehen, was unrühmlich war und kaum jemand weiß genau, was dort so alles abging. Meistens nur Harmloses, aber wer abgeschottet lebt, sorgte schon immer für die wildesten Gerüchte.

Vor vielen Jahren soll hier eine junge Nonne gelebt haben, die wohl ihr Gelübde gebrochen hatte. Genauer handelte es sich wohl um eine Schwester des Ritters Joseph Diethalm von Wileyhin. Es war im 13. Jahrhundert, als sie dem Orden beitrat und diesen dann aber wieder verließ. Sie soll sich in der Gegend herumgetrieben haben und sich nicht getraut haben, wieder zurück zu gehen. Sie starb dann aus Reue und Kummer, so munkelt man jedenfalls. Bis heute soll ihr Geist in der Nähe des Klosters und auch in den Gängen spuken.

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11. Atombunker am Kurfürstendamm
Ob das ein gruseliger Ort ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Alleine, dass es solche Orte gibt, sollte Grund genug sein, dass es einem Schauer über den Rücken jagt. Ihr seht hier den Atombunker von Berlin, der in den 1970er Jahren erbaut wurde und heute im Rahmen einer Führung besucht werden kann.

Es handelt sich um einen Luftschutzbunker, der erbaut wurde, falls ein Atomangriff stattfinden sollte. Wer schon mal dort war, weiß, das Licht ist nicht das Beste, es wirkt sehr dämmrig. Wie in allen Bunkern sind die Decken nicht hoch und man bekommt an solchen Orten automatisch ein beklemmendes Gefühl. Er befindet sich im Ortsteil Charlottenburg und sollte Leuten im Falle eines Atomkrieges Schutz bieten. Hoffen wir, dass wir solche Gebäude niemals benötigen.

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12. Gedenkstätte Hohenschönhausen
Berlin bietet wohl von allen Städten Deutschlands am meisten gruselige Orte. Jedenfalls, was die Geschichte des Landes betrifft. Im Osten Berlins befand sich ein Gefängnis, in dem die Stasi ihre Gefangenen brachte. Hier wurden sie verhört und es gehen natürlich die wildesten Gerüchte um, was man alles mit diesen Menschen so anstellte, um sie zum Reden zu bringen.

Das ehemalige Gefängnis kann besichtigt werden und man kann sich selbst ein Bild über die gruselige Atmosphäre machen. Auch werden Geschichten erzählt, was damals in diesem Gefängnis alles so stattfand, damit die armen Gefangenen gestehen. Wir finden vor allen Dingen gruselig, was bis vor wenigen Jahren noch alles in unserem Land möglich war. Hoffen wir, dass diese Zeiten endgültig vorbei sind.

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13. Michaelskapelle in Oppenheim
Heute gruselt man sich, früher war so ein Anblick völlig normal. Hier in der Katharinenkirche in Oppenheim, befindet sich das sogenannte „Beinhaus“ und man kann selbst einen Blick hineinwerfen. Es wurden hier Schädel und Knochen von Tausenden Menschen aufgeschichtet. Warum machte man das? Weil einfach kein Platz mehr war!

In früheren Zeiten war der Umgang mit dem Tod viel alltäglicher und weil auf dem Friedhof kein Platz mehr war, beschloss man, die Überreste der Menschen einfach unter der Kirche zu lagern. Es heißt, dass damals bis zu 20.000 Menschen dort ihre letzte Ruhestätte fanden. Wer mag, kann sich das Gewölbe, das alte Beinhaus, in aller Ruhe ansehen. Es ist sicher ein gruseliger Ort. Die Menschen früher hätten sich nicht gegruselt. Für sie war das normal.

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14. Die verlassene Eisfabrik
Alle verlassenen Orte sind irgendwie gruselig. Erst recht, wenn es so richtig alte Gebäude sind wie dieses hier. Es ist die erste Eisfabrik Deutschlands gewesen und hatte einen regen Betrieb. Hier wurde das erste Eis hergestellt, also in Serie und man kann sich gut vorstellen, wie es damals dort zuging. Sie war seit 1896 eine feste Institution in Berlin, die Linde AG liefert im Jahr 1914 die erste Eis-Maschine. 1995 war dann Schluss, der Betrieb wurde eingestellt. Aber warum ist die Eisfabrik jetzt eine regelrechte Ruine? Brände waren schuld daran.

Es brannte sogar mehrfach. Einmal beim Versuch, einen Teil des Gebäudes abzureißen und erst im Jahr 2018, beim Versuch, einen Teil zu sanieren. Aktuell soll wohl eine IT Firma dort entstehen, wie viel von den alten Gebäuden erhalten bleibt, ist noch nicht ganz klar. Da aber ein Teil unter Denkmalschutz steht und viele Berliner für den Erhalt demonstrieren, kann es gut sein, dass diese herrliche alte Fabrik auch wirklich saniert wird. Bis dahin bietet sie aber allen Fans von Spuk und Altertum einen wohlig-schaurigen Anblick.

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15. Der Spreepark-Kulturpark Plänterwald
Hier sollte ein Ort für Familien sein, für Kinder, ein Ort der Erholung und des Vergnügens. Der gute alte Spreepark von Berlin. Genauer bekam er den Namen „Kulturpark Plänterwald“. Im Jahr 1969 wurde er eröffnet und bot den Bewohnern der ehemaligen DDR Freizeitspaß. Ungefähr 1,5 Millionen Besucher kamen im Jahr hierher, um einen schönen Tag zu haben.

Auch nach der Wende war er noch in Betrieb und bis zum Jahr 2001 erfreuten sich Besucher daran. Dann aber ging der Park pleite. Bis heute wurde wenig verändert in diesem Park und wir können uns gut vorstellen, wie Gruselfans sich hier wohlfühlen. So ein alter verlassener Freizeitpark hat noch mal seinen ganz eigenen Reiz. Das Betreten des Geländes ist unseres Wissens nach nicht verboten. Also setze auch diesen alten Park doch mal auf deine Reiseliste, sofern du ein Fan von gruseligen Orten bist.