12 Filme, die man heute nicht mehr drehen dürfte. Vor allem Film 7!

Alex am 25. June 2021
Die Welt verändert sich ständig und die Unterhaltung passt sich an. Oft zwangsläufig, weil vieles, was vor einigen Jahren noch als völlig in Ordnung galt, heute einfach nicht mehr akzeptiert wird. Was noch vor wenigen Jahren gerne gesehen wurde und deshalb auch gedreht, könnte man heute einfach nicht mehr bringen! Aber was ist der Grund dafür?

Entweder sind diese Filme einfach zu gewalttätig, oder sie sind unterschwellig oder auch ganz offensichtlich homophob. Auch die Art, wie man von und mit Frauen redet, hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt und so wundert es nicht, dass der Ton in Filmen und auch die Art, sanfter geworden ist. Das bedeutet aber auch, dass einige eurer Lieblingsfilme heute so garantiert nicht mehr gedreht werden würden. Sie würden gar nicht mehr gedreht werden! Welche das sind? Wir stellen euch die wichtigsten vor, die meisten werdet ihr gerne gesehen haben.
IMAGO / Ronald Grant
'Aladdin' (1992)
Ach ja, einer unserer Lieblingsfilme! Aladdin, traumhafte Bilder, zauberhafte Gesänge! Ein Riesenerfolg und praktisch jedes Kind wollte damals das Video und später die DVD unbedingt haben! Aber auch in „Aladdin“ gab es Dinge, die heute nicht mehr gesellschaftsfähig sind und so dürfte einigen in der Neuauflage von 2019 auffallen, dass vieles anders ist.

Aber was wurde geändert und warum? In der ursprünglichen Fassung gab es einige problematische Bemerkungen in Richtung des Nahen Ostens. Auch die Darstellung der Prinzessin ist heute einfach nicht mehr zeitgemäß. Damals wurde die „arme Frau“ vom Helden gerettet, das geht heute natürlich nicht mehr. Die Frau von heute ist selbstbewusst und braucht keinen männlichen Retter. Und so wurde die Neufassung, also das Live-Action Remake, kurzerhand neu gestaltet.

IMAGO / Ronald Grant
"Stripes" (1981)
Uns fällt auch an vielen alten Serien auf, dass diese in der heutigen Zeit in der Form garantiert nicht mehr auf den Bildschirm kommen würden. Sei es die alte Serie „M.A.S.H“ oder einige andere Werk. Mit diesen politischen Kommentaren und vielen anderen Schnitzern, würde das heute nicht mehr funktionieren. Ähnlich wäre es mit der berühmten Komödie von Bill Murray, „Stripes“. Denn die Handlung könnte von vielen als klare Provokation empfunden werden und das muss ja nicht sein.

Seit dem 11. September ist es wohl klar, dass kaum noch Witze über irgendwelche Verwicklungen der Länder untereinander gemacht werden. Vor allem nicht in Filmen, die dann auf der ganzen Welt im Kino landen. Diese Komödie hier würde es auf jeden Fall garantiert nicht mehr geben. Ein fiktiver Krieg mit der Sowjetunion, war vielleicht damals lustig, aber wäre heute ein absolutes „No Go“.

IMAGO / EntertainmentPictures
'Animal House' (1978)
Viele von euch werden diese Komödie nicht mehr kennen, weil sie aus dem Jahr 1978 stammt. Aber es würde sie auch heute in der Form garantiert nicht mehr geben. Der Grund ist, dass viele Figuren und auch Aussagen so nicht mehr funktionieren könnten. Entweder werden Ethnien angegriffen oder die Anspielungen in Richtung anderes Geschlecht wären nicht mehr tragbar.

Aber auch damals war man nicht ganz unempfindlich. Es wurden sogar Manager des Films aufgefordert, einige Szenen zu ändern, weil sie zu arg an die Grenzen des Humors stießen. Jedenfalls, in der Art, mit diesen Dialogen und Szenen, würde es diesen Film heute nicht mehr geben, wenn er neu aufgelegt werden würde. Da müsste man so vieles streichen, dass praktisch nichts mehr von der ursprünglichen Komödie übrig bliebe.

IMAGO / Prod.DB
'Batman Forever' (1995)
Wir können auf den ersten Blick keinen Grund erkennen, warum es „Batman Forever“ heute so nicht mehr geben würde. Aber wenn man genau hinsieht, dann bemerkt man schon Unterschiede zu den heutigen Meisterwerken, die auf Comics basieren. Die Zeit damals war einfach noch nicht so empfindlich wie heute und so fanden nur Nicht-Batman Fans an diesem Film Dinge, die eine strenge Kritik erlaubten.

Gerade heute, wo ein Comic nach dem anderen verfilmt wird, erscheint es grotesk auf den ersten Blick, das Urgestein nicht mehr in Ordnung zu finden. Aber das Problem heute wäre die extrem kampflustige Stimmung, die dort vorherrscht. In dieser Art würde dieser Film also keinesfalls mehr grünes Licht von den zuständigen Studios bekommen. Heute ist man sehr vorsichtig geworden, was man den Fans vorsetzen darf und was nicht.

IMAGO / United Archives
'Sixteen Candles' (1984)
Viele von euch kennen noch die Filme aus den frühen und späten 1980er Jahren, die von John Hughes produziert wurden. Von „Pretty in Pink“ zu „St.Elmos Fire“ und der „Breakfast Club“ gelten bis heute als Kultfilme. Aber wer die Filme kennt, ahnt, dass diese so garantiert nicht mehr gedreht werden könnten. Auch „Sixteen Candles“ ist so ein Beispiel. Würde heute einfach nicht mehr in die Kinos kommen!

Zu viele körperliche Anspielungen, die Darsteller sind ja allesamt minderjährig, würden sofort alle Jugendschutz Organisatoren auf den Plan rufen. Und auch die typische Darstellung der damaligen Zeit, wie ein japanischer Student auszusehen hat und wie er sich zu benehmen hat, das würde gar nicht mehr gehen. Da wäre der Aufschrei groß und aus heutiger Sicht wäre das auch in Ordnung.

IMAGO / Mary Evans
'Slap Shot' (1977)
Es gab eine ganze Zeitlang viele Sportfilme, die praktisch jede Sportart in jeglicher Form darstellten. Vor allem Hockey war in den 1970ern ein beliebter Sport und so musste natürlich auch ein Film darüber gemacht werden. Der Film „Slap Shot“ war ein echter Renner und die Leute liebten ihn. Herausragend Paul Newman und die Hansen Brothers. Allerdings würde es sogar diesen Sportfilm nicht mehr geben. Zumindest nicht in dieser Form.

Die Darstellung des Kampfes während der Spiele, die Sprache, homophob und teils schon arg Menschen verachtend, all das würde dafür sorgen, dass kein Studio auch nur einen Cent dafür ausgeben würde. Der Film müsste so arg bearbeitet werden, dass praktisch nichts mehr davon übrig bliebe. Natürlich darf man sich die Frage stellen, wie real ein Film denn dann noch wäre? Denn Hockey ist nun mal kein „Kuschelsport“.

IMAGO / Everett Collection
'Crocodile Dundee' (1986)
Diesen Film habe ich sogar im Kino gesehen und mich erst mal gewundert, warum er auf dieser Liste landet. Es gibt keine brutale Gewalt und es passiert nichts wirklich beleidigendes. Auf den ersten Blick jedenfalls nicht. Der Darsteller Paul Hogan bekam für seine Rolle damals sogar eine Oscar Nominierung. Allerdings, wenn man genau hinsieht, erkennt man schon, warum es den Film heute so nicht mehr geben könnte.

Der Charakter, den Hogan damals verkörperte, wäre in der heutigen Zeit eine echte Beleidigung für die Australier. Auch die Witze, die während des Films gerissen werden, gehen heute einfach nicht mehr klar. Es gibt Bemerkungen über andersartige Personen, über die sich die Betroffenen heute lautstark beschweren würden. Vieles, was damals normal war, ist heute einfach nicht mehr tragbar.

IMAGO / United Archives
'Die Hard' (1988)
Kein Weihnachten, an dem dieser Film nicht läuft. Praktisch niemand, der ihn nicht kennt oder zumindest den Titel nicht schon mal gehört hat. Er war das Ereignis damals und bis heute zeugen Memes und Figuren von diesem Film Heute würde er es nicht mal mehr ins Schnitt Studio schaffen. Die Gründe sind wohl jedem klar, der ihn kennt. Viele dieser Filme würde es nicht mehr geben.

Nicht nur, dass hier Action pur angesagt ist, ein Film, gespickt von Gewalt, sondern auch die Anschläge, die ja Thema sind, würden heute gar nicht mehr gehen. Natürlich verkörpert Bruce Willis hier das Gute und das war damals auch ein prima Konzept. Der Held, der die Welt oder mindestens sein Land vor dem Bösen rettet. Heute würde Bruce Willis arbeitslos werden oder nur noch softe Filme drehen. Das ist mal sicher. Die Welt hat sich einfach weiter entwickelt. Bruce Willis aber sicherlich auch.

IMAGO / United Archives
'Forrest Gump' (1994)
Als der Film im Jahr 1994 in die Kinos kam, waren sich viele einig, hier ein Meisterwerk vor sich zu haben. Die ganze Handlung, die Figur des Forrest, erschien liebenswert und auch der Umgang mit Problemen des Lebens vor allem für Menschen, die es nicht so leicht haben, schienen durchaus gut behandelt worden zu sein. Bis in die heutige Zeit. Da würde vieles davon gar nicht mehr durchgehen.

Je mehr sich die Zeiten verändern, je mehr sich die Gesellschaft mit Benachteiligten auseinandersetzt, desto mehr wird klar, dass dieser Film, sollte er noch mal gedreht werden, auf vieles verzichten müsste oder aber vieles ändern. Die Art und Weise, wie mit der HIV infizierten Jenny umgegangen wird oder auch die Darstellung des Vietnamkrieges und der Black Panther Party müsste arg auf den Prüfstand und würde dem Film einiges von seinem damaligen Inhalt wegnehmen. Es wäre auch hier nicht mehr viel übrig.

IMAGO / Mary Evans
'Chasing Amy' (1997)
Als „Chasing Army“ im Jahr 1997 erschien, waren viele dankbar. Der offene Umgang mit dem LGBTQ Thema war für seine Zeit bewundernswert und dieser Film hatte sehr viele Fans. Er handelte davon, dass Ben Affleck als Holden McNeil seine Filmpartnerin überzeugen wollte, mit ihm ein Paar zu bilden, obwohl klar war, dass sie sich mehr zu Frauen hingezogen fühlte. Die Schwierigkeiten wurden zwar deutlich, aber aus heutiger Sicht könnte man das Thema so nicht mehr behandeln.

Denn das Klischee der damaligen Zeit wurde einfach zu stark ausgereizt. Er schaffte es, sie „umzudrehen“, hielt ihr aber die meiste Zeit ihrer Beziehung ihre Vergangenheit vor. Zwar wird er so dargestellt, damit das Publikum erkennt, wie falsch sein Verhalten ist, aber das arge Bedienen von Klischees könnte man heute niemandem mehr reinen Gewissens zumuten und das würde auch niemand mehr drehen, zumindest nicht ohne laute Kritik.

IMAGO / United Archives
'Manhattan' (1979)
War schon die Figur selbst, also der Schauspieler, sein Verhalten, aus heutiger Sicht ein „No Go“, so machte es der Film aus dem Jahre 1979 gewiss nicht besser. Woody Allen hatte damals im realen Leben seine Freundin Mia Farrow verlassen, um eines seiner adoptierten Kinder zu ehelichen, welches knapp 30 Jahre jünger war als er. Auch wurde er später beschuldigt, die gemeinsame Tochter, die er mit Mia Farrow hatte, missbraucht zu haben, als diese noch ein Kind war. Woody Allen war nach diesen Gerüchten natürlich durch.

Da macht es der Film, den er damals gedreht hatte, natürlich nicht besser. Er spielt dort einen Mann in den sogenannten „besten Jahren“, der sich in eine Teenagerin verliebt und sich mit ihr verabredet. Wir müssen wohl nicht extra betonen, dass so ein Film heute überhaupt nicht mehr in Frage kommen würde.