Frau Geht Ins Krankenhaus Um Fünflinge Zur Welt Zu Bringen Und Der Arzt Erwidert Nur ‘Es Tut Mir Leid’

Nils am 20. September 2020
Paul Servat wollte schon immer eine eigene Familie haben. Als er endlich seine Seelenverwandte Barbara Bienvenue gefunden hat, konnte er es kaum erwarten den Rest seines Lebens mit ihr zu verbringen. Bis zu diesem Zeitpunkt schien es lediglich ein Traum gewesen zu sein, endlich selbst Vater zu werden. Nun aber wurde es Realität. Alle Freunde und Familienmitglieder von Servat hatten bereits selbst Kinder. Daher konnte er es kaum erwarten, endlich eine eigene Familie zu gründen. Als Bienvenue dann mit Fünflingen schwanger wurde, brach die Freude bei allen aus.

Im Laufe der Schwangerschaft traten mehr als nur einige Probleme auf. Als dann der Tag der Geburt kam, versetzte die Fahrt ins Krankenhaus alle in Schock. Als sie im Krankenhaus ankamen, schien zunächst noch alles in Ordnung zu sein. Leider hatten sie keine Ahnung, welche Überraschung noch auf sie zukommen würde…
Paul Servat war ein Mann, der in Montreal lebte und von vielen liebevollen Familienmitgliedern und Freunden umgeben war. Eines Tages warf er einen Blick auf sein Leben und stellte fest, dass er sich nach wesentlich mehr sehnte. Servat war Mitte dreißig, alleinstehend und rackerte sich sechs Tage die Woche auf der Arbeit ab. Zeitgleich hatten seine Freunde und Familienmitglieder bereits Kinder und Ehepartner. Also beschloss Servat sich dazu, sein Leben zu ändern.

Ihm wurde klar, dass er tief im Inneren eine eigene Familie gründen wollte. Zum Glück hatte er endlich die Zeit dazu gefunden. Servat befand sich auf einem stabilen Karriereweg, war relativ gesund und endlich bereit dazu, sich niederzulassen. Zunächst musste er jedoch jemanden finden, mit dem er den Rest seines Lebens verbringen wollte. Also entschloss sich Servat dazu, seine Komfortzone zu verlassen und den Versuch zu starten, seine bessere Hälfte zu finden.
Heutzutage kann die Technologie diejenigen dabei helfen, die selbst nicht die Zeit haben Menschen auf herkömmliche Weise zu treffen. Aufgrund seiner Arbeit hatte Servat weder die Zeit noch die Energie, um auf tausende Dates zu gehen und so die perfekte Frau für sich zu treffen. Er musste eine bessere Alternative hierfür finden.

Also wandte sich Servat an eine Dating-Website, in der Hoffnung, dass er so schnell das perfekte Gegenstück zu sich finden würde. Nach einer kurzen Suche erregte eine Frau namens Barbara Bienvenue seine Aufmerksamkeit. Trotz ihres geringen Altersunterschieds begannen sie miteinander zu reden. Schon bald verliebte sich Servat in ihre lebhafte Persönlichkeit und in die Tatsache, dass sie ihn immer zum Lachen bringen konnte. Sie entwickelten eine besondere Bindung zueinander und Servat war überzeugt davon, endlich die Richtige gefunden zu haben.
Bienvenue und Servat hatten sofort das Gefühl, die jeweils richtige Person ineinander gefunden zu haben. Da beide bereits in ihren Dreißigern waren, wollten sie keine weitere Zeit verlieren. Nachdem sie sich einige Wochen lang miteinander unterhalten hatten, beschlossen sie, dass es an der Zeit war sich in Montreal persönlich zu treffen.

In dem Moment als sie zum ersten Mal aufeinander trafen, hat es bei Bienvenue und Servat sofort gefunkt. In den nächsten Wochen trafen sie sich ständig. Schon bald entwickelte sich ihre Beziehung zu so viel mehr als bloß eine flüchtigen Romanze. Servat verliebte sich in Barbara und vertraute ihr voll und ganz, obwohl sie sich erst seit ein paar Wochen kannten. Leider musste er später feststellen, dass man einem Fremden niemals komplett vertrauen sollte.
Nur zwei Monate nach Beginn ihrer Beziehung bat Bienvenue Servat um ein ernstes Gespräch. Sie befanden sich immer noch in der Kennenlernphase und wägten immer noch ab, ob der andere wirklich perfekt für einen war. Es schien jedoch alles perfekt zu sein, so dass Servant auch nicht wirklich ahnte, was um alles in der Welt sie möglicherweise zu besprechen hätten.

Als Bienvenue den Raum betrat, hatte sie ein breites Lächeln im Gesicht und überbrachte ihm eine unglaubliche Nachricht: Sie war schwanger. Servat stand einen Moment ratlos herum und versuchte zunächst, diese Nachricht zu verarbeiten. Sobald er es realisierte, breitete sich auch auf seinem Gesicht ein breites Lächeln aus. Endlich würde er Vater werden!
Noch vor wenigen Monaten träumte Servat davon, mit der richtigen Person ein gemeinsames Leben aufzubauen und eine Familie zu gründen. Jetzt war sein Traum direkt vor seinen Augen Wirklichkeit geworden. Jeden Morgen wachte Servat auf und war begeistert von der Tatsache, dass er schon bald Vater werden würde. Es war, als wären ihm alle seine Träume auf einem Silbertablett überreicht worden.

Nachdem Servats Familie und Freunde die erfreulichen Neuigkeiten erhielten, freuten sie sich alle für das Paar. Um den werdenden Eltern ihre Vorfreude zu zeigen, veranstalteten Freunde und Familienmitglieder eine kleine Party für sie. Auf der Feier startete die Gruppe einen Countdown bis zum großen Tag. Und niemand war aufgeregter als Servat selbst!
Natürlich lief während der Schwangerschaft nicht immer alles perfekt ab. Wie viele andere Frauen auch, erlebte Bienvenue in ihrem ersten Trimester alle möglichen Veränderungen in ihrem Körper. Von der Gewichtszunahme bis hin zu plötzlichen Stimmungsschwankungen – Bienvenue durchlebte eine schwere Zeit. Das Schlimmste für Bienvenue war jedoch bei weitem die morgendliche Übelkeit. Auch wenn es Servat klar war, dass dies ein natürlicher Teil der Schwangerschaft ist, konnte er seine Sorge um Mutter und Baby einfach nicht loslassen.

Um auf jede mögliche Weise helfen zu können, bestand Servant darauf, dass Bienvenue zu ihm ins Haus zog. Hier konnte er sich darauf verlassen, dass seine Familie sich um sie kümmern würde sobald er mal keine Zeit hatte. Sie stimmte zu und schon bald lebten sie alle unter einem Dach.
Bald wurden aus Wochen Monaten und das Paar bemerkte, dass Bienvenue’s Bauch wesentlich größer als der Durchschnitt war. Sie hatten die Vermutung, dass es sich um mehr als ein Baby handeln könnte und gingen daher zur Untersuchung. In der Arztpraxis erhielten sie dann noch mehr gute Neuigkeiten: Bienvenue erwartete Zwillinge! Servat wusste sich nicht zu helfen und platzte schier vor Freude.

In den weiteren Untersuchungsterminen stieg die Anzahl der Babys schließlich auf drei an. Nach dem letzten Ultraschall stand dann schließlich fest, bei den Drillingen handelte es sich in Wahrheit um Fünflinge! Das bedeutete, dass sie ganze fünf Kinder haben werden! Servat – der unbedingt eine Familie gründen wollte – hätte nie damit gerechnet so viele Kinder zu bekommen. Es reichte fast um eine ganze Fußballmannschaft bilden zu können. Trotz allem war er mehr als aufgeregt! Was für ein Leben würden die Eltern erwarten.
Bienvenue und Servat fühlten sich wie das glücklichste Paar auf der Welt. Immerhin erhalten nur wenige Frauen auf der ganzen Welt den Segen in Form von Fünflingen. Außerdem fühlte es sich für sie so an, als würden sie ein ganzes Kapitel ihres Lebens überspringen. Die einzigen Menschen, die sie kannten und die fünf Kinder hatten, haben ihre Familie mit Anfang Zwanzig gegründet!

Trotz der Vorfreude trübten einige Sorgen die Aufregung des Paares. Beide würden zum ersten mal in ihrem Leben Eltern werden! Nun müssen sie diese erstmalige Erfahrung sogar als Eltern von Fünflingen bewältigen. Darüber hinaus hatten Bienvenue und Servat finanzielle Bedenken, immerhin mussten sie nun fünf Kinder ernähren und großziehen. Servat versuchte einen Weg zu finden, wie er für seine neue Familie aufkommen konnte.
Servat hatte zwar einen Job, sein Einkommen war aber etwas durchschnittlich. Er hätte theoretisch genug Geld gehabt, um eine kleine Familie zu gründen. Für fünf Babys, die nun unterwegs waren, würde das allerdings nicht ausreichen. Servat war verzweifelt, als der Geburtstermin immer näher rückte.

Zum Glück waren Familie, Freunde und Nachbarn bereit, die beiden in allen Angelegenheiten zu unterstützen. Aber auch das würde immer noch nicht ausreichen. Die Vorbereitung für die Fünflinge hatten bereits begonnen und ihnen schien die Zeit davonzulaufen. Sie mussten sich einen anderen Weg einfallen lassen um sicherzustellen, dass die Babys bei ihrer Ankunft das Nötigste haben würden.
Zum Glück musste sich das Paar diesen Herausforderungen nicht alleine stellen. Die werdenden Eltern hatten viele Freunde und Familienmitglieder, die bereit waren sie zu unterstützen. Trotz ihrer Unterstützung mussten sie sich aber auf die Suche nach einer weiteren Hilfsquelle begeben, um die Fünflinge aufzuziehen. Also wandte sich Servat an einen Freund und zusammen kamen sie auf die Idee, wie sie zusätzliche Hilfe erhalten könnten.

Gemeinsam kamen sie auf eine Idee, über die Servat zuvor nicht einmal nachgedacht hatte. Die sozialen Medien machten es jetzt einfacher als je zuvor, die Öffentlichkeit um Hilfe zu bitten. Servat und sein Freund realisierten, dass die Geschichte des Paares durchaus selten war. Darüber hinaus gab es womöglich wirklich Leute, die mitmachen und ihnen helfen wollten. Nach all dieser Zeit war es plötzlich glasklar, wie Bienvenue und Servat die Fünflinge erfolgreich großziehen können.
Nachdem Servant seinen Plan entwickelt hatte, bat er einige seiner Freunde und Arbeitskollegen darum, die Geschichte der Fünflinge zu verbreiten. Gemeinsam erstellten sie eine Facebook-Seite, auf der Servat ihre Geschichte und den Entwicklungsprozess der Fünflinge teilen konnte. Demütig bat Servat sowohl seine persönlichen als auch seinen beruflichen Kontakten um Unterstützung in Form von Sponsoring.

Schon bald baten einige lokale Unternehmen aus der Gemeinde dem Paar ihre Unterstützung an. Mit dieser dringend benötigten Hilfe, konnten sich Servat und Bienvenue nun auf einen gesunden Schwangerschaftsverlauf konzentrieren. Sie veröffentlichten regelmäßig Updates und ließen die Community genau wissen, wie die Schwangerschaft gerade verläuft. Das Paar veröffentlichte auch Fotos der vielen Geschenke, die sie erhielten, wie beispielsweise die Decken auf dem obigen Bild. Als er jedoch mehr über die Vergangenheit seiner Freundin in Erfahrung brachte, musste Servat die Facebook-Seite leider wieder schließen…
Servats Aufregung über die Fünflinge wuchs jeden Tag weiter. Obwohl Bienvenue’s Stimmungsschwankungen von Woche zu Woche immer schlimmer wurde, versuchte er stets positiv zu bleiben. Schließlich handelte es sich bei Servat um einen großartigen Partner. Er hatte die Absicht, stets für Bienvenue da zu sein. Der werdende Vater blieb während der gesamten Schwangerschaft geduldig und verständnisvoll.

Servat wollte nie dass Bienvenue, die Mutter seiner Fünflinge, etwas Schlimmes passiert. Er unterstützte Bienvenue auch dabei, Aktivitäten zu finden, damit sie nicht den ganzen Tag gelangweilt zu Hause sitzen musste. Gemeinsam arbeiteten sie an einem Zimmer für die Fünflinge. Doch bis zur Geburt musste er noch etwas geduldig sein. Aber alle guten Dinge sind das lange Warten wert.
Während der gesamten Schwangerschaft war Servat so glücklich wie noch nie zuvor in seinem ganzen Leben. Zur gleichen Zeit konnten seine Eltern es kaum noch erwarten, ihre Enkelkinder endlich zu treffen! Tatsächlich zog die ganze Familie von Servat an einem Strang, um sicherzustellen, dass Bienvenue die bestmögliche Schwangerschaft erlebte. Servats Mutter blieb beispielsweise oft zu Hause und kümmerte sich um alles, was die werdende Mutter brauchte.

Bienvenue sagte Servat, er könne die Namen für die Kinder auswählen, was er sehr zu schätzen wusste. Während sie ihre Facebook-Seite regelmäßig für die Öffentlichkeit aktualisierten, teilten beide auch viele persönliche und herzerwärmende Momente untereinander. Laut Servat verlief die Schwangerschaft nahezu perfekt. Leider würde das alles in sich zusammenbrechen, sobald die Geburt der Fünflinge bevorstand.
Bienvenue bekam relativ früh Wehen, verglichen mit den meisten anderen werdenden Müttern. Mann muss wissen, dass Mehrlinge den Geburtstermin durchaus beeinflussen können. Der Termin von Bienvenue war also etwas früher als bei den meisten angesetzt, nach 34 statt 37 Wochen. Leider zog dies eine ganze Reihe neuer Probleme mit sich. Ein Neugeborenes könnte zu klein, zu schwach sein oder mit vielen medizinischen Problemen zur Welt kommen. Da das Paar Fünflinge erwartete, mussten sie diese Risiken mit fünf multiplizieren.

Obwohl die hohe Wahrscheinlichkeit an Komplikationen bei der Geburt von Fünflingen sowohl Servat als auch Bienvenue beunruhigte, versuchten sie sich keine allzu großen Sorgen zu machen. Immerhin erhielten sie großartige Unterstützung. Dies würde ihnen helfen, ganz egal, was auch passieren möge. Darüber hinaus haben sich die werdenden Eltern ausführlich über Frühgeburten informiert. Unterm Strich fühlten sich Servat und Bienvenue der bevorstehenden Herausforderung gewachsen.
Die letzten Monate der Schwangerschaft waren gefüllt mit großartigen Momenten. Selbstverständlich mussten Servat und Bienvenue sich enorm auf die Fünflinge vorbereiten. Sie erhielten jedoch auch jede Menge Unterstützung, Geschenke und Liebe. Jetzt wo der Geburtstermin nur noch wenige Tage entfernt war, sehnte das Paar sich nur nach eines: dass sie endlich ihre fünf Kinder in den Armen halten können.

Es blieb Servat und Bienvenue nichts anderes übrig, als abzuwarten. Sie hatten für jedes der Fünflingen alles vorbereitet, von den Krippen bis zur hin Kleidung. Das Paar und ihre Familie wartete eifrig auf deren Ankunft. Dann kam endlich der Moment der Wahrheit. Der Tag würde allerdings nicht so enden, wie man es sich vorgestellt hätte, besonders nicht Servat…
In der 34. Schwangerschaftswoche kam dann endlich der große Tag. Bienvenue eilte hysterisch ins Zimmer um Servat mitzuteilen, dass ihre Fruchtblase geplatzt war. Wie bereits zuvor erwähnt, hat Servat zahlreiche Schwangerschaftsbücher gelesen. Er wusste daher genau, was zu tun war: ruhig bleiben. Er sammelte schnell aber ruhig die nötigsten Sachen zusammen, bevor er seine Freundin ins Krankenhaus brachte.

In Begleitung von Freunden und Familienmitgliedern kamen Servat und Bienvenue im Krankenhaus an. Der Tag, den Servat in seinem Leben am meisten erwartete, war endlich gekommen. Das Schicksal brachte jedoch eine enorme Wendung von Ereignissen mit sich, die sein Leben für immer verändern würden. Leider waren es nicht die Art von Veränderungen, die er erwartet hätte. Stattdessen verbarg sich eine herzzerreißende und düstere Überraschung hinter dem Ganzen und wartete auf Servat.
Servat brachte seine Freundin und ihre Fünflinge ins Krankenhaus und konnte es einfach nicht glauben, dass der große Tag endlich gekommen war. Servat war gleichzeitig nervös und aufgeregt und gab sein Bestes um sich zusammenzureißen, während er auf Neuigkeiten zu Bienvenue und seinen Fünflingen wartete.

Servat ging im Wartezimmer des Krankenhauses auf und ab. Es schien immer wieder so, als ob der beste Tag seines Lebens nur einige wenige Minuten entfernt war. Er ging davon aus, dass in dem Raum am Ende des Ganges die Ärzte gerade seine Fünflinge zur Welt brachten. Schon bald würde er sie in seine Armen schließen können. Als der Arzt jedoch endlich aus dem Raum kam, musste er feststellen, dass möglicherweise etwas schief gelaufen war.
Als der Arzt auf ihn zukam konnte Servat direkt sehen, dass etwas passiert war. Der Arzt sah nicht so glücklich aus, wie er es hätte sein sollen. Stattdessen sah er besorgt aus. Servats Herzschlag begann zu rasen und alle möglichen Fragen kamen ihm in den Sinn. Ist etwas schief gelaufen? War alles mit Bienvenue und den Fünflingen in Ordnung? Oder war einem oder allen etwas zugestoßen?

Von diesem Moment an ging der ganze Tag den Bach runter. Plötzlich bemerkte Servat, dass er bereits viel zu lange im Wartezimmer gestanden hatte. Trotzdem versuchte der werdende Vater sich zu erinnern, was in den Büchern stand: Einfach immer ruhig bleiben. Leider würde die schreckliche Neuigkeit des Arztes es schier unmöglich machen, ruhig zu bleiben.
Der Arzt, der seine Fünflinge hätte zur Welt bringen sollen, näherte sich Servat mit einem eigenartigen Gesichtsausdruck. Später würde Servat behaupten, dass das Gesicht des Arztes ihm etwas ohne Worte zu sagen schien, aber er konnte es dann noch nicht verstehen. Unabhängig davon gab es keinen Zweifel mehr, dass etwas nicht stimmte.

Plötzlich wurde Servat klar, warum der Gesichtsausdruck des Arztes ihn so verwirrte. Er sah weder wütend noch gar traurig aus, sondern eher verwirrt. Aber was könnte einen Arzt derart verwirren? Besonders einer, der schon so viele Geburten durchgeführt hatte. Dann erzählte der Arzt Servat, wie es Bienvenue und den Fünflingen ging. Servat verstand schnell, warum der Arzt so verwirrt aussah.
Mit seinen Liebsten um ihn herum hatte Servat nicht nur den verwirrten Blick des Arztes bemerkt. Es war deutlich, dass auch die Krankenschwestern und das übrige Personal verwirrt schienen und sich in der Situation eindeutig unwohl fühlten. Was könnte möglicherweise passiert sein? Wo waren außerdem Bienvenue und die Fünflinge?

Der Arzt ging auf Servat zu und bat, nachdem dieser stets von seiner Familie umgeben war, um ein privates Gespräch unter vier Augen. Servat war verzweifelt nach Antworten und stimmte daher zu. Leider stand Servats Welt vor einem Zusammenbruch, und alle seine Träume würden dadurch mit zerstört werden. Es war Zeit für den Arzt einige Antworten zu geben, was dann auch genau geschah…
Der Arzt begann langsam zu erklären, was wirklich los war. Die Verwirrung begann sobald Servat und Bienvenue ankamen, um die Fünflinge zur Welt zu bringen. Trotz mehrfacher Suche an verschiedenen Orten konnte das Krankenhaus keinerlei Aufzeichnungen über die Schwangerschaft von Bienvenue finden. Darüber hinaus konnten sie niemanden kontaktieren, der etwas über ihre Schwangerschaft bestätigen konnte. Servat verstand die Welt nicht mehr. Wie konnte es keine Aufzeichnungen geben? Zusammen mit Familienmitgliedern und Freunden hatte er Bienvenue mehrmals bei einem Arzttermin abgesetzt.

Dann holte der Arzt tief Luft. Nachdem sie keine Aufzeichnungen gefunden hatten, erklärte er, hatte eine Krankenschwester eine Blutuntersuchung angeordnet. Die Ergebnisse schockierten alle im Wartezimmer…
Der Arzt enthüllte Servat schließlich die schreckliche Wahrheit: Es gab keine Babys. Überhaupt keine. Wie sich herausstellte, war Bienvenue gar nicht schwanger. „Die Ärzte sagten mir, es handle sich um eine Phantomschwangerschaft”, erinnerte sich Servat später. Aber was genau bedeutet das?

Zunächst fiel es Servat selbst schwer zu verstehen, was der Arzt sagte, geschweige denn es zu akzeptieren. Die Worte machten überhaupt keinen Sinn! Bei jedem Schritt und jeder Etappe hatte Servat Bienvenue durch die Schwangerschaft begleitet. Jetzt sagte ihm der Arzt, dass kein einziges Kind den Mutterleib verlassen hatte. Servats ganze Welt um ihn herum begann zusammenzubrechen
Eine Phantomschwangerschaft – auch als Pseudozyese bekannt – ist eine seltene psychische Erkrankung, bei der eine Frau davon überzeugt ist tatsächlich schwanger zu sein, obwohl sie es nicht ist. Die Frau, die an dieser Krankheit leidet, kann viele der Anzeichen und Symptome einer echten Schwangerschaft erfahren und durchleben.

Die genauen Ursachen der Phantomschwangerschaft sind noch nicht bekannt. Einer der einflussreichsten Faktoren, die gefunden wurden, ist der extreme Wunsch einer Frau schwanger zu werden. Der Zustand ist schwer zu diagnostizieren, da er oft mit einer tatsächlichen Schwangerschaft verwechselt werden kann. Darüber hinaus kann jemand mit einer Phantomschwangerschaft selbst wirklich davon überzeugt sein!
Egal wie oft die Ärzte ihm die Phantomschwangerschaft erklärten, Servat war immer noch verwirrt. Immerhin hatte er bei seiner Freundin alle Anzeichen einer Schwangerschaft beobachten können! Als die Ärzte ihn weiterhin drängten gab Servat jedoch zu, dass er sie nie zu einem Arzttermin begleitet hatte und auch nie mit seinen eigenen Augen einen Beweis für eine Schwangerschaft gesehen hatte.

Servat hatte das Gefühl, in einer bizarren Welt aufzuwachen. Wie konnte Bienvenue so aussehen und sich so verhalten, als wäre sie schwanger, es dann aber nicht sein? Leider musste er erfahren, dass eine Frau, die eine Phantomschwangerschaft durchlebte, durchaus die morgendliche Übelkeit, eine Gewichtszunahme und sogar die Milchproduktion durchlaufen konnte! Darüber hinaus werden mehr als 20% der Frauen, die an Phantomschwangerschaften leiden, von einem Arzt sogar als schwanger diagnostiziert. Als Servat anfing mit den Ärzten zu sprechen realisierte er im Nachhinein all die Anzeichen, die Bienvenue gezeigt hatte.
Der Grund warum es für Servat so schwer war zu akzeptieren was geschah, war, dass er die ganze Zeit vor Ort war um die Symptome einer Schwangerschaft zu beobachten. Zunächst litt Bienvenue unter einer schrecklichen, morgendlichen Übelkeit. Als nächstes wuchs ihr Bauch zu einer Größe heran, um fünf Babys in sich zu tragen. Seine Freundin ist zum Arzt gegangen, weil sie größer aussah als die durchschnittliche schwangere Person!

Was noch merkwürdiger war, gegen Ende der “Schwangerschaft” begann Bienvenue Milch abzusondern. Schließlich bemerkte auch Servats Mutter nicht, die ständig aushalf, dass etwas mit der werdenden Mutter oder der Schwangerschaft nicht stimmte. Leider wussten sie jetzt alle die Wahrheit. Zu diesem Zeitpunkt konnten sie nur noch die Bruchstücke aufsammeln und versuchen, weiterzumachen. Aber sie fragten sich alle immer noch: Wie kommt es überhaupt zu einer Phantomschwangerschaft?
Jemand der eine echte Phantomschwangerschaft erlebt kann zutiefst erschüttert sein, sobald es sich herausstellt, dass sich gar kein Baby im Mutterleib befindet. Daher empfehlen Ärzte den Menschen in ihrer Umgebung, die Situation in den Griff zu bekommen. Sie schlagen vor, dass sie sich von denen, die sie am meisten lieben, verstanden und unterstützt fühlen.

Nachdem die Nachricht von Bienvenues Geschichte bekannt wurde, sagten einige Ärzte, sie sollten sie nicht zu schnell verurteilen. Einige behaupten, dass die Phantomschwangerschaft für sie real gewesen sein könnte und dass sie einfach in eine finanzielle Notlage geraten ist. Darüber hinaus argumentieren einige, dass die seltene Krankheit auch die Ursache für ihr merkwürdiges Verhalten gewesen sein könnte.
Dr. Kimberly Gecsi, eine Geburtshelferin der University of Hospitals in Cleveland sagte, sie habe in ihrer Karriere über ein Jahrzehnt hinweg fünf Fälle von Phantomschwangerschaften erlebt. Eine davon war eine Frau aus Pittsburg, die auf die Entbindungsstation gebracht wurde und davon überzeugt war, dass sie in den Wehen liegt. Ihr Bauch ist so groß gewachsen, dass es tatsächlich so aussah, als würde sie ein Kind in sich tragen.

Die Krankenschwester, die sich um sie kümmerte legte allerdings ein Stethoskop auf den Bauch der Frau, um den Herzschlag des Babys zu finden. Danach führte Dr. Gecsi einen Ultraschall durch und fand heraus, dass die Frau überhaupt nicht schwanger war. Die Frau war fassungslos und konnte nicht glauben, dass dies mit ihr geschah.
Frauen, die an Pseudozyese leiden, können Hilfe von physiologischen Spezialisten erhalten. In einigen Fällen können sich aber selbst Ärzte irren und nicht sicher sein, was sie tun sollen. Viele sind oft durch die Symptome der Frau verwirrt. In North Carolina beschlossen zwei Ärzte einen Notfall-Kaiserschnitt durchzuführen, nur um dann im Operationssaal festzustellen, dass die Frau überhaupt nicht schwanger war. Vorher hatten sie zwei Tage lang vergeblich versucht, die Wehen künstlich herbeizuführen! Sie haben beide ein Disziplinarerfahren erhalten und verloren fast ihre Lizenz, da sie nicht einmal nach dem Herzschlag des Babys suchten, bevor sie mit der Operation beginnen wollten. Natürlich werden die meisten Fälle richtig diagnostiziert, bevor es überhaupt hierzu kommt.

Allerdings glaubten nicht alle daran, dass Bienvenue eine unschuldige Phantomschwangerschaft durchlief. Tatsächlich dachte insbesondere eine Person, sie habe allen wissentlich eine Phantomschwangerschaft vorgespielt…
Eine Person bemerkte während der Schwangerschaft von Bienvenue etwas Seltsames: Servats gute Freundin Genevieve Laflamme. Vor kurzem hatte Laflamme Drillinge zur Welt gebracht, sie war also vertraut mit bizarren Ereignissen. Zunächst bemerkte Laflamme, dass die Ultraschalluntersuchungen relativ spät zu erkennen gaben, dass es sich um Fünflinge handeln sollte. Das ist seltsam, weil Ärzte das normalerweise sehr früh bestimmen können.

Dann fand sie es seltsam, dass Bienvenue während ihres letzten Trimesters nicht viel Zeit damit verbrachte sich auszuruhen. Laflamme glaubte, die werdende Mutter sei viel zu aktiv für eine Frau in ihrem Zustand. Trotz aller Zweifel die Laflamme hegte, konnte sie Servat nichts sagen. Er war zu glücklich und aufgeregt. Anstatt auf sich selbst zu vertrauen, ignorierte sie ihre Intuition und gab ihm stattdessen Ratschläge, wie er Zugang zu finanzieller Hilfe erhalten könne. Könnte es sein, dass Bienvenue gar keine Phantomschwangerschaft durchlebt hatte? Könnte sie das Ganze frei erfunden haben?
Trotz aller Bedenken von Laflamme wollte Servat Bienvenue den Vertrausvorschuss gewähren, unabhängig davon, wie verletzt er selbst war. Sie könnte Opfer ihres eigenen Wunsches gewesen sein endlich ein Kind zu bekommen, was zu einem physiologischen Zusammenbruch führte. Leider riss die Tatsache, dass sie behauptete ständig zum Arzt zu gehen, große Löcher in Bienvenues Geschichte.

Ärzte können eine Phantomschwangerschaft in den frühen Stadien möglicherweise einmal falsch diagnostizieren. Es ist jedoch schier unmöglich für einen Arzt nicht irgendwann herauszufinden, dass die Schwangerschaft gar nicht real ist. Darüber hinaus würde die Fehldiagnose einer Phantomschwangerschaft mit Fünflingen realistisch gesehen einfach nicht vorkommen. Blutschwangerschaftstests lügen nicht und Ultraschalluntersuchungen auch nicht. Servat war gezwungen sich mit diesen Informationen, die in seinem Kopf herumschwirrten, auseinanderzusetzen.
Zunächst einmal war Servat nur verwirrt und wütend. Immerhin hatte er bei seiner Freundin alle Anzeichen einer Schwangerschaft beobachtet. Nachdem Laflamme jedoch ihren Verdacht offenbarte, fingen mehr Dinge an sich zusammenzufügen. Zunächst mal hatte er sie nie zu den Arztuntersuchungen begleitet. Außerdem kam sie jedes Mal, wenn sie in von der Arztpraxis zurückkam, mit einer anderen Geschichte an. Hauptsächlich in Bezug auf die Anzahl der Kinder, die sie angeblich in sich trug. Es schien immer wahrscheinlicher, dass Bienvenue die Schwangerschaft komplett vorgetäuscht hatte. Schlimmer noch, die Ärzte schienen dieser Theorie zuzustimmen.

Dann erinnerte sich Servat an etwas über Bienvenue und ihre Vergangenheit, was ein für alle mal beweisen würde, ob sie die Schwangerschaft wirklich vorgetäuscht hatte…
Die Beweise gegen Bienvenue häuften sich. Während Servat über die Möglichkeit nachdachte, dass sie die Schwangerschaft tatsächlich vortäuschte musste er zugeben, dass er Bienvenue’s Familie nie getroffen oder sogar mit ihnen gesprochen hatte. In der Tat hatte er sie nie danach gefragt! Er wusste nur, dass Bienvenue genau wie er aus Quebec kam. Laut Servat sprach Bienvenue nicht gern darüber, und er respektierte ihr Schweigen. Jetzt schien ihr Schweigen allerdings nur noch verdächtig zu sein.

Bald landete die Nachricht von dieser seltsamen Schwangerschaft in der Lokalzeitung. Danach kam das letzte Puzzleteil zusammen. Aufgrund des Artikels wandte sich ein Verwandter von Bienvenue an Servat. „Dies ist nicht das erste Mal, dass sie das getan hat. Aber ehrlich gesagt hätten wir nie erwartet, dass sie krank genug ist um es noch einmal zu tun“, sagte er zu dem Mann mit dem gebrochenem Herzen. Nun gab es keine Frage mehr: Bienvenue hatte die Schwangerschaft vorgetäuscht.
Die Informantin gab auch bekannt, dass Bienvenue keinem ihrer Familienangehörigen erzählt hatte, dass sie wieder ein Kind erwarten würde. „Sie hat in den letzten Monaten die Verbindung zu uns abgebrochen”, fuhr die Verwandte fort. „Sie wollte nicht, dass wir etwas über ihre Spielchen erfahren.” Ihre Familie war am Boden zerstört als sie erfuhren, dass sie es wieder getan hatte und entschuldigte sich sogar dafür, obwohl sie nichts von alldem wussten.

Ein anderer Mann, der mit ihrer Vergangenheit in Verbindung stand, wandte sich später an die Toronto Sun, um seine Geschichte zu erzählen. Seine Geschichte war sehr ähnlich zu der von Servat. Laut dem Ex-Freund teilte Bienvenue ihm eines Tages während eines Treffens mit, dass sie Zwillinge erwartete. Sie wollte die Babys auch damals als Ausrede benutzen, um Spendengelder zu sammeln. Später fand er heraus, dass die Zwillinge nie existierten.
Sobald Servat dies erfuhr fühlte er sich wie ein Idiot, weil er blind jedes Wort geglaubt hatte, das Bienvenue ihm erzählt hatte. All diese Momente der Freude, Vorfreude und Aufregung sind völlig verschwendet den Bach runtergegangen. Bis ins Mark schockiert konnte er einfach nicht glauben, wie sie unter einem Dach leben konnten und er nie die geringste Ahnung davon hatte, dass Bienvenue die Schwangerschaft nur vortäuschte.

Monatelang verbrachte Bienvenue Zeit in den sozialen Medien, um Unterstützung und Hilfsgelder für die falschen Fünflinge zu sammeln. Niemand in der Familie oder aus seinem Freundeskreis hegten den Verdacht, dass es überhaupt kein Babys gab. Bald musste der zukünftige Ex-Vater allen erzählen, wie er sich fühlte. Selbstverständlich hat Bienvenue nicht nur Servat verletzt, sondern auch alle anderen Menschen um sie herum…
Servat war nicht der einzige, der ein gebrochenes Herz hatte. Die Ex-Großeltern waren ebenfalls fassungslos überwältigt von diesen Neuigkeiten. Servat erklärte: „Sogar meine Eltern freuten sich so sehr auf die Enkelkinder.” Sie waren jedoch alle von Bienvenues Lügen geblendet worden.

Verwandte und Freunde, die ihnen beim Erstellen der Facebook-Webseite geholfen haben, waren ebenfalls enttäuscht und wütend auf sie. Bienvenue schien sich nicht allzu sehr um die Gefühle anderer zu kümmern, sondern nur um ihre eigenen. Niemand hatte realisiert was sie die ganze Zeit eigentlich getan hatte. Obwohl sie sich alle betrogen fühlten wollten sie Servat in dieser Situation, die wohl einer der schwierigsten Momente seines Lebens repräsentierten, unterstützen.
Servat war ratlos und konnte einfach nicht verstehen, wie eine Person so etwas tun konnte. 34 Wochen lang war er sich sicher, dass sie bald Fünflinge erwarten würden. Aber es stellte sich heraus, dass alles eine Lüge war. Servat sagte: „Ich habe alles verloren, es war mein ganzes Leben.” Er sagte auch, dass die Idee bald Vater von fünf Kindern zu werden sein Leben völlig dominiert hätte. Später musste er dann feststellen, dass seine Freundin niemals Kinder in sich trug. Nicht nur das, sie hatte ihn und seine Familie auch dafür benutzt, um schnell an Reichtümer zu gelangen.

Er schwor sich daher, alle bereits erhaltenen Geschenke zurückzugeben oder zu spenden. Er fuhr fort: „Ich bin ein guter Mensch und ich möchte nichts mit diesen Lügen zu tun haben.” Leider war er nur ein weiteres Opfer von Bienvenue. Hoffentlich ist er jedoch der letzte gewesen.
Servat war so verliebt in Bienvenue, dass er einfach nicht verstehen konnte warum die Person, die er am meisten vertraute und die er am meisten liebte, ihn so zum Narren halten konnte. Als sie ihm mitteilte, dass sie ein Baby erwarten würden, kannten sie sich leider nur ein paar Wochen und er wußte nicht viel über ihre Herkunft. In Zukunft, sagt Servat, werde er etwas vorsichtiger sein wenn es um seine Partnerwahl geht.

Selbstverständlich hatte Servat nicht daran geglaubt, dass die zukünftige Mutter seiner Kinder etwas tun würde, um ihn zu verletzen. Er war ein guter und anständiger Mann, der sie von ganzem Herzen liebte. Am Ende wurde Servat klar, wer seine wirklichen Freunde und Familie sind. Außerdem lernte er eine Lektion fürs Leben, wenn auch auf die schlimmste Art und Weise. Trotzdem hofft Servat, aus dieser schrecklichen Erfahrung wachsen zu können.
Als Servat aus dem Krankenhaus nach Hause kam wusste er genau, was zu tun war. Als er das Kinderzimmer erblickte fühlte er sich allerdings den Tränen nah. Sie hatten das Zimmer für die Babys vorbereitet, aber nun gab es gar keine. Als er den Rest des Zimmers betrat konnte er überall die Babysachen liegen sehen und die ganzen Geschenke, die sie von Familie, Freunden und anderen großzügigen Menschen aus der Gemeinde erhalten hatten.

Servat musste vielen die Situation erklären und rief diese daher nacheinander an und erzählte ihnen die verheerenden Neuigkeiten. Er gab sein Bestes um zu erklären, was Bienvenue seiner Familie, seinen Freunden und der gesamten Online-Community vorgegaukelt und angetan hatte. Auch wenn einige Verständnis für Bienvenue zeigten, hatten andere einige auserlesene Schimpfwörter für die Lügnerin parat…
Die Geschichte von Paul Servat und Barbara Bienvenue zog im Anschluss an das Geschehene ein großes Publikum an. In kürzester Zeit berichteten People, die Toronto Sun und andere Publikationen über die gefälschte Schwangerschaft.Die meisten bezichtigten Bienvenue der Lüge. Einige stellten die Frage in den Raum, ob Servat nicht schon früher hätte bemerken sollen, dass etwas falsches vor sich geht. „Schwangerschaften mit Mehrlingen oder in diesem Fall sogar Fünflingen stellen ein extrem hohes Risiko dar und sie hätte ständig bei einem Spezialisten sein müssen, um sich untersuchen lassen”, kommentierte eine Frau. „Es ist nicht so einfach wie eine normale Schwangerschaft vorzutäuschen. Selbst wenn dies die erste Aktion dieser Art war, habe ich doch etwas Misstrauen gegenüber den Leuten, die das geglaubt haben. “

Wieder andere warnten aber davor keine voreiligen Schlussfolgerungen zu ziehen, da dies psychische Gesundheitsprobleme stigmatisieren könnte. „Sie braucht Hilfe, keine Kritik! Ich hoffe sie bekommt die Hilfe, die sie braucht und er kann sein Leben auf positive Weise fortsetzen. Man kann einem geistig kranken Menschen keine Schuld geben“, schrieb ein anderer.
Wo ist Bienvenue heute? Nun, nach der Schwangerschaft kam ihre Familie zusammen und überzeugte die Frau davon, sich Hilfe in einer psychiatrischen Einrichtung zu suchen. „Ärzte müssen sich um die kümmern, sonst wird sie es immer wieder tun“, sagte einer ihrer männlichen Verwandten der Toronto Sun.

Während die meisten von uns der Meinung sind, dass eine Therapie die beste Option für Bienvenue ist, sind andere anderer Meinung. „Genau das wollte diese Frau doch.“. Leider wird die Therapie weder einfach noch schnell vorüber sein. Wie eine Gynäkologe der Sun mitteilte: „Das einzige, was einem bei dieser Art von Problem hilft sind jahrelange Therapien. Zum Zeitpunk der Verfassung dieses Artikels gab es keine neuen Berichte über ihren derzeitigen Zustand.
Auch wenn Servat Bienvenue einst liebte konnte er ihr nicht mehr genug vertrauen, um mit ihr ein neues Leben zu beginnen. Sein Herz konnte kein Vertrauen mehr zu ihr aufbauen. Und ohne Vertrauen kann eine Liebe einfach nicht funktionieren. Heute hat Servat endlich Frieden mit dem geschlossen, was Bienvenue ihm angetan hat.

Servat blieb durch alles hindurch ein guter mann. Selbst Monate später als er davon erfuhr, dass Bienvenue eine psychiatrische Einrichtung besuchte, wünschte er ihr alles Gute. In der Zwischenzeit gab Servat die Geschenke und Spenden wieder zurück. Nachdem Servat mittlerweile alles zurückgegeben hat, lebt er ein ruhiges Leben fern von der Öffentlichkeit. Verständlicherweise möchte er einfach mit seinem Leben weitermachen und die schrecklichen Schwangerschaftsgeschichten vergessen, die er durchgemacht hat.