Ein unheimlicher Fund – Holzfäller machen mysteriöse Entdeckung in hohlem Baum

Tim am 06. December 2021
An einem ganz normalen Arbeitstag werden einem Holzfäller als auch seinen Kollegen genügend Bäume zugewiesen, sodass sie nicht nur beschäftigt werden, sondern auch die entsprechende Quote erfüllen. Der Holzfäller hatte die Motorsäge den gesamten Tag über brüllen lassen, denn nur so konnten die Anforderungen des Bauherren erfüllt werden. Wie auch an jedem anderen Tag haben sich der Holzfäller als auch sein Team ernsthaft mit der Aufgabe des Tages befasst.

Aber gerade in dem Moment als sich die Motorsägen aufwärmten, erkannte das Team mitsamt des Holzfällers, dass sie anhalten mussten. Der Grund: sie sahen etwas Unglaubliches, das ihren Betrieb zum Erliegen brachte.
Für die Holzfäller des Unternehmens Georgia Kraft Co. lief es, solange reibungslos, bis die Zähne der ersten Motorsäge anfingen, gegen einen bestimmten Baum zu knirschen. Es sollte dem gesamten Team die wohl unvorstellbare Erfahrung ihres Lebens geben. Noch heute erzählen die Holzfäller von ihrer Erfahrung mit durchaus großer Belustigung.

Die Welt ist voller unlogischer Ereignisse und selbst wenn die Wissenschaft versucht, einzugreifen und ein aufschlussreiches Licht auf das Ereignis zu werfen, kann es schwierig bleiben, es zu verdauen. Aber an diesem besonderen bewölkten Morgen würde das, was sie entdecken wollten, bewölkt bleiben, zumindest bis sie später einige Antworten erhalten sollten.
Es gibt nicht viele Menschen, die sich begeistert über den Beruf des Holzfällers äußern bzw. sich überhaupt für diesen interessieren. Sie sind meistens verpönt wegen der Art ihrer Arbeit, das heißt, all diese schönen Bäume im Wald zu fällen. In Jasper City, wo jede Familie eine direkte oder indirekte Verbindung zur Holzindustrie hat, werden sie jedoch etwas mehr toleriert.

Die wunderschöne Stadt Jasper City liegt in Pickens County, im Bundesstaat Georgia. Geografisch gesehen auch neben weitläufigen Bergen wie Big Canoe, Bent Tree und dem Sharp Mountain Preserve. Das kleine Städtchen ist des Öfteren unter dem anderen Namen „die erste Bergstadt“ bekannt.
Eine große Masse amerikanischer Kastanienbäume umgibt die Berge in der Nähe der Stadt Jasper und bietet aufgrund ihres kommerziellen Wertes eine reiche Einnahmequelle. Kastanienbäume platzen im Allgemeinen aus dem Boden und ragen in viel kürzerer Zeit über den Boden als Eichen. Eine Pilzinfektion hatte bereits im frühen 20. Jahrhundert damit gedroht, die amerikanischen Arten auszulöschen.

Aber irgendwie haben sie trotz alledem überlebt und sind jetzt in östlichen nordamerikanischen Regionen wie mitunter Nova Scotia, New Hampshire, Tennessee, Alabama und Georgia verteilt. Sie haben einzigartige Eigenschaften, aber die Holzfäller wollten etwas entdecken, das bis dato noch nie von jemandem gesehen worden war.
Eines schönen Morgens im Jahr 1980 verließen etwa sieben bis acht Arbeiter der Georgia Kraft Co. kurz nach zehn Uhr ihre Häuser, um zur Arbeit zu gehen. Sie saßen alle in einem leeren Lastwagen, der für diesen Tag auf den Ort zufuhr. Es gab zu viel Arbeit, die vor dem Ende dieses Tages erledigt werden musste.

Die Holzfäller haben ihre verschiedenen Aufgaben sofort nach ihrer Ankunft am Standort erledigt. Es war ein ganz normaler Tag, zumindest bis zur Mittagszeit. Sobald sie nach ihrer Mittagspause ihre Arbeit wieder aufnahmen, bemerkten sie jedoch etwas äußerst Seltsames an einem der zu rodenden Bäume.
Sie lagen bis zu diesem Zeitpunkt noch immer im Zeitplan und hatten die meisten Kastanienbäume bereits gefällt, welche gefällt werden sollten. Nur wenige Bäume blieben von diesen noch übrig, darunter ein besonders leichter Baum, welcher von Innen hohl zu sein schien.

Auf den ersten Blick schien es, als würde dieser Kastanienbaum im Vergleich zu den anderen Bäumen die wohl einfachsten Anstrengungen erfordern. Der Baum enthielt jedoch ein schreckliches Geheimnis in sich und eines, das sie aufdecken wollten direkt vor den Holzfällern. Noch ist nicht bekannt was sich hinter dem Holz verbergen sollte, doch in wenigen Minuten sollte sich das Geheimnis im Baum offenbaren und für einiges an Erstaunen sorgen.
Sobald der Stamm des Baumes auf die Seite gefallen war, begannen die Holzfäller, ihn zum leichteren Transport in kleinere Stücke zu schneiden. Bei dieser Routine bemerkte allerdings einer der Holzfäller etwas äußerst Ungewöhnliches. Denn sie hatten zuvor angenommen, der Baum sei hohl und damit hatten sie auch zum Teil recht, aber teilweise auch wieder nicht.

In diesem Fall sollte das Licht der Sonne von einem Ende zum anderen durch den Baumstamm gehen und für eine Offenbarung sorgen. Denn das Licht gelang nicht von einem Ende des Baumes zum anderen. Dies konnte nur zwei Dinge bedeuten: Der Kastanienbaum war entweder nicht hohl oder da steckte etwas dazwischen.
Menschen, die den Stamm dieses Baumes aus der Ferne betrachteten, beschrieben diesen auf unterschiedliche Art und Weisen und dennoch glichen sich ihre Aussagen in einem ganz wesentlichen Punkt. Dieser Punkt zeigt sich dabei in folgender Aussage: Am Stamm selbst befände sich, so den Aussagen der Beobachter zufolge, ein schwarzes Loch. Aber egal wie sie es auch betrachteten, das Loch stach als etwas Faszinierendes direkt in ihre Augen.

Man könnte diesen leicht als den Stamm eines Baumes abtun, welcher wiederum in einem Baum wächst. Aber das Loch sah egal von welcher Perspektive viel seltsamer für alle Beobachter, die man befragte aus.
Während die Holzfäller fragende Blicke austauschten und sich nur eine einzige Frage stellten „Was denn nun den Durchgang des Lichts verhindern könnte?!“ standen sie vor einem anderen und weit größerem Dilemma. Wer würde in den Stamm des Kastanienbaumes hineingehen und herausfinden, was das Licht daran hinderte, durch den hohlen Baum zu kommen?

Der Verdacht in der Gemeinde war groß und anfangs meldete sich niemand freiwillig für diese durchaus ungewöhnliche und doch auch unheimliche Aufgabe. Sie alle waren sich einig, dass es nichts Gefährliches sein konnte, aber dennoch gab es ein allgemeines Zögern, sodass sich vorerst niemand bereit erklärte den Freiwilligen zu spielen.

Die Holzfäller schienen bis zu diesem Zeitpunkt eine Pattsituation erreicht zu haben. Doch da, zum richtigen Moment, erklärt sich doch tatsächlich einer von ihnen bereit in den hohlen Stamm des Baumes zu steigen und das komplizierte Rätsel zu lösen. Der tapfere Freiwillige beugte sich aus diesem Grund vor und steckte die Hälfte seines Körpers hinein, um einen genaueren Blick darauf zu werfen.

Aber dann sprang er kreischend zurück und konnte sich für ein paar Sekunden nicht einmal dazu durchringen, zu beschreiben, was er gerade gesehen hatte. Er war geschockt was er im Baumstamm sehen musste und konnte erst einmal das Beobachtete nicht beschreiben geschweige denn überhaupt ein Wort hervorbringen.
Sobald er zu Atem gekommen war, starrten ihn seine Kollegen durchweg mit neugierigen Gesichtern an. Aber er stand nur da, blass und gebannt von dem, was er soeben mit eigenen Augen gesehen hatte. Bis dahin hatte die Neugierde seiner Kollegen ein überaus kochendes und unstillbares Niveau erreicht. Als er schließlich sprach, informierte er sie, dass er ein Tier im Stamm dieses Baumes gesehen hatte.

Sie glaubten ihm nicht sofort, obwohl sie immer noch Angst hatten, so sehr, dass jeder von ihnen aufgehört hatte zu arbeiten. Es ist nicht jeden Tag der Fall, dass die Holzfäller in verwirrende Umstände während ihrer Arbeit gerieten.
Seine Kollegen wollten dem Holzfäller erst nicht glauben und wollten sich daher selbst und mit eigenen Augen von seiner Aussage, die er über das Ding im Baumstamm gefällt hatte, überzeugen. Aus diesem Grund schauten mehrere andere Holzfäller mit einem kurzen Blick in den Stamm des Kastanienbaumes und kamen mit ebenso verwirrten Gesichtern wieder heraus.

Wie um alles in der Welt ist so etwas dorthin gekommen? Was war es überhaupt? Es war eine schreckliche Szene für sie, egal, dass es die allererste Entdeckung dieser Art für sie sein würde. Und sie sollten nun selbst erfahren, dass nicht nur Wissenschaftler und Archäologen solche Entdeckungen machen konnten.
Eine Sache war den Holzfällern mit großer Sicherheit klar, so würden sie den Baum nämlich nicht benutzen können. Infolgedessen müssten sie ihn als Verlust ihrer Arbeit ansehen. Trotzdem wussten sie auch, dass alles, was zwischen den Stämmen der Bäume steckte, sowohl bedeutsam als auch wertvoll war.

Also machten sie den logischsten Schritt ihrer Ansicht nach und riefen ihren Manager an. Der Manager wies sie jedoch an, sich darauf zu konzentrieren, die Arbeit des Tages wie bereits von vornherein vereinbart und je nach Bedarf abzuschließen. Daraufhin wendeten sich die Holzfäller wieder ihrer Arbeit zu und ließen den Baum mitsamt des Wesens im Baum erst einmal beiseite.
Aus einem lässigen Blick heraus schien alles, was im Baum steckte, wie ein Monster, das versuchte herauszuspringen. Es kam zu den interessantesten und auch schaurigsten Annahmen, was denn nun im Baum stecken mag. So sahen andere das Wesen als einen wilden Hund an, welcher knurrte und seine Zähne entblößte. Trotz der unterschiedlichen Beschreibungen war jedem, der hineinschaute, eines klar: Es war auf jeden Fall ein Lebewesen.

Nun, tatsächlich war es zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht lebendig, aber dass es eine Weile dort gewesen sein musste war klar. Die Neugier nahm zu und alle wollten unbedingt wissen, wie das Monster in den hohlen Baum gelangen konnte.
Die Art und Weise, wie die Kreatur im Stamm dieses Baumes positioniert war, deutete darauf hin, dass es möglicherweise versucht hatte, sich vorwärtszubewegen, aber dann während seines Versuches eingefroren war. Alle fragten sich, was mit der Kreatur hätte passieren können, wie sein Schicksal hätte aussehen können. Fragen und Vermutungen flogen in Windeseile zwischen den Menschen herum, aber nur einer von ihnen hatte recht.

Der Hinweis lag bei den Zähnen der Kreatur, was sie nach einem genaueren, zweiten oder wenn nicht sogar dritten Blick bemerkten. Es schien letzten Endes ziemlich offensichtlich, sobald sie einen genaueren Blick auf die Kreatur im Stamm erhaschten.
Die Kreatur hatte eine lange Schnauze mit scharfen Zähnen und die Pfoten waren ebenso deutlich erkennbar. All diese Merkmale waren für den Betrachter ersichtlich, da sie sich in der Nähe der Oberfläche des Baumstammes befanden.

Das Rätsel begann sich jedoch nach und nach zu lösen, als nämlich die Holzfäller feststellten, dass es sich bei der vorerst unheimlichen Kreatur im Grunde um einen Hund handelte. Sie seufzten erleichtert auf, als sie erfuhren, dass diese Kreatur irgendwann einmal ein lebender Hund gewesen sein musste. So wurde aus einer zuerst unheimlichen, sonderbaren Gestalt in den Köpfen der Holzfäller ein braves und ungefährliches Hündchen manifestiert.
Die Leute fingen an, alle möglichen amüsanten Beschreibungen für den Hund zu erstellen. So nannten die einen ihn einen mumifizierten Hund, während andere ihn mit anderen Umschreibungen betitelten. Aber was in aller Welt würde ein mumifizierter Hund dort tun? Sie waren nicht im alten Ägypten und der tote Hund wurde sicherlich nicht in einem Sarg begraben. Die Kreatur wurde überhaupt nicht mumifiziert. Es schien, als hätte der Hund einfach einen Befehl befolgt in den Baum hineinzuklettern, einzufrieren und still darin zu bleiben – bis er letzten Endes dort im Baumstamm starb. Und der kleine Hund stimmte seinem Schicksal unwissend zu. Dies war jedoch nur anderweitige Spekulation.

Als das Rätsel immer komplizierter und verstrickter wurde, fragten sich auch die Holzfäller, wie dieser Hund überhaupt in den Baum gelangen konnte. Hatte er möglicherweise versucht vor irgendetwas davonzurennen oder wollte er sich einfach nur an irgendeinem Ort verstecken? Fragen über Fragen tauchten immer öfter auf und stellten nicht nur die Holzfäller auf die Probe, auch die Menschen aus der Umgebung versuchten sich mit den überaus komplizierten Herausforderungen, die mit den Fragen entstanden, zu stellen. Aber sie mussten ihre Neugier beiseiteschieben, um sich auf die Aufgaben des Tages zu konzentrieren, das heißt, nachdem sie bereits entschieden hatten, was sie mit dem Baumstamm machen würden.
Die Holzfäller waren sich zwar einig, dass das Ungeschnitten des Baumstammes ihre Gewinnmargen beeinträchtigen würde. Sie waren sich jedoch bewusst, dass es zu wertvoll war, ihn nur in kleine Holzstücke zu hacken. Aus diesem Grund beschlossen sie, den Stamm nicht weiter durchzuschneiden und die Kosten für den Baum selbst zu übernehmen.

Es war eine kluge Entscheidung, da der Stamm des Baumes so viel mehr über das menschliche Leben verraten würde, als sie sich selbst unmöglich vorstellen konnten. Diese Entscheidung sollte darüber hinaus noch weitere Folgen haben, die sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehen, würden doch sollte es noch für einige Überraschungen sorgen.
Kurz nach Abschluss der Aufgaben des Tages schleppten die Holzfäller den Stamm des Kastanienbaumes an den, wie sie dachten, richtigen Ort. Es war der Ort, an dem sich all ihre Fragen über den seltsamen Hund als auch seinen Baum zu entwirren begannen. Keiner von ihnen konnte sich vorstellen oder ergründen, was mit dem Hund passiert war. Aber einer Sache waren sie sich dabei sicher, sie würden dieser und weiteren Fragen auf den Grund gehen. Denn die Geschichte rund um den Hund sowie Baum sollte noch viele andere Menschen und Wissenschaftler interessieren und für Offenbarungen sorgen, die man noch nicht ahnte.

Der richtige Ort, um den Stamm des Kastanienbaumes zu untersuchen und Experimente durchzuführen, war der, der Wissenschaftler. Denn nur dort, so vermuteten die Holzfäller, würden auf die gestellten Fragen auch die notwendigen Antworten gefunden werden. Das Warten dauerte jedoch lange, da es mehr als ein Jahr dauerte, bis die Wissenschaftler tatsächlich auf die Fragen auch passende Antworten erhielten. 1981, ein Jahr nach der eigentlichen Entdeckung des Baumstammes, fanden die Wissenschaftler endlich die sehnlichst erwarteten Antworten. Die Holzfäller waren erleichtert, das Rätsel gelöst zu haben. Sie konnten jedoch nicht anders, als traurig über die wahre Geschichte des Hündchens im Baum zu sein.
In Waycross, Georgia, steht ein Museum namens The Southern Forest World. Das Museum wurde unter der Forstwirtschaft im Südosten der USA eröffnet. Es bietet eine Sammlung von Holzproduktionen aus dem kolonialen Amerika bis hin zu modernen Techniken des heutigen Anbaus. Hier landete auch der Hund, welcher noch immer im Baumstamm gehalten wurde. Er gilt als eine Art Artefakt für die Menschen. So hatten sie beschlossen, es den Museumsbehörden zu spenden, welche zur Lösung des Rätsels rund um den Hund im Baumstamm beigetragen hatten. Denn so sollte sich die Geschichte des Hündchens noch weiter verbreiten und jeden Interessierten die notwendige Aufklärung über die Geschichte geben.

Als die Holzfäller den Baumstamm in die Southern Forest World brachten, mussten die Behörden das Museum erst noch einweihen. Nach allen Angaben würde die Ausstellung ein Erfolg werden. Aber das Museum brauchte die Hintergrundgeschichte des Hundes, wie konnte er nämlich überhaupt in den Stamm dieses Baumes gelangen. So war die einzige Information, die sie hatten, die Tatsache, dass die Holzfäller den Hund im Stamm des Kastanienbaumes entdeckt hatten. Doch das Museum wollten die wahre Geschichte des Hündchens. Kristina Killgrove, eine angesehene US-amerikanische biologische Anthropologin, wurde nun in die Aktion des Museums involviert, sodass ein möglicher Hintergrund dieses Hundes ermittelt und rekonstruiert werden konnte.
Dank ihres Fachwissens würde Kristina nach der Untersuchung des Hundes im Stamm des Kastanienbaumes die richtigen Ratschläge und Informationen geben. Sie schien zunächst die früheren Beobachtungen, die zuvor gemacht worden waren zu bestätigen, so nämlich diese, dass der Hund tatsächlich mumifiziert worden sein könnte. Aber dann wies sie die Beobachtungen schnell wieder zurück und wies darauf hin, dass sie praktisch nicht möglich waren. Die an der University of West Florida ansässige biologische Anthropologin hatte jedoch die genau erklärbaren Antworten. Diese sollten schlussendlich Aufschluss über die Entstehungsgeschichte des Hundes im Baumstamm geben, sodass das Mysterium über das Hündchen endlich gelöst werden konnte.

Kristine brach die Erklärung Stück für Stück auf, beginnend mit dem Prozess des Verfalls des Gewebes. So begann der Fäulnisprozess des Hundes bereits im Baumstamm, was wiederum bedeutet, dass Mikroben unmittelbar nach dem Sterben des Tieres das Gewebe des Lebewesens fraßen. Eine unschöne Vorstellung derer man sich nicht allzu stark im Kopf vorstellen möchte, doch erklärte Kristina Killgrove weiter, dass Mikroben nicht nur wachsen, sondern sich auch vermehren und über die Zeit hinweg anfangen, den Körper des Tieres zu übernehmen. Eine logische Erklärung wurde hiermit natürlich geboten, doch sollte dies noch nicht das Ende der Geschichte sein, denn der Hund und sein Baumstamm waren noch für eine weitere Entdeckung verantwortlich.
Wie sich herausstellte, enthielten Kastanienbäume auf der einen Seite Tannin und andererseits Trockenmittel. Dies stellt eine organische Substanz dar, welche Feuchtigkeit aufnehmen kann. Kristine erklärte, dass dies tatsächlich ein charakteristisches Merkmal eines Kastanienbaums sei und das die Natur daran hindere, ihren Lauf der Dinge zu nehmen. Daher hielt der Körper des Hundes in einer solchen Umgebung viel länger stand als eigentlich üblich. Der Mangel an Feuchtigkeit verhinderte, dass die Mikroben das Körpergewebe auffressen würden. Aber das war nur die halbe Erklärung. Weitere Fragen tauchten auf: Was war mit Aasfressern, die den Körper aus der Ferne riechen konnten und auf das potenzielle Essen zulaufen könnten?

„Alles, was totes Fleisch fressen würde, würde niemals wissen, dass des sich direkt in einem Baum befände“, fügte Bertha Sue Dixon, die Direktorin von Southern Forest World, hinzu. Die Schlussfolgerung ihrerseits war nämlich, dass wenn es keine aktiven Mikroben gab, so gäbe es auch keinen Geruch, um mögliche Fleischesser anzulocken. Und selbst wenn es etwas roch, wurde es durch den hohlen Stamm nach oben und von potenziellen Aasfressern weggeblasen. All dies machte Sinn, aber die große Frage blieb vielen Menschen noch im Gedächtnis: Wie ist der Hund dorthin gekommen? Eine Frage die wohl die dominanteste in dieser Zeit sein sollte.
Laut Bertha war der Hund ein Jagdhund und er muss etwas auf den Baum gejagt haben. Im Jahre 1960 war der Hund etwa vier Jahre alt, dies war auch das Jahr, indem das kleine Hündchen sterben sollte. Er muss einen Waschbären oder möglicherweise ein Eichhörnchen gejagt haben, dann durch ein Loch eingetreten sein und ihm tief in den Stamm des Baumes gefolgt sein. Vielleicht hat er sogar versucht, sich durchzukämpfen und als Hund hat er wahrscheinlich nie bemerkt, dass der Stamm des Kastanienbaumes nach oben hin schmaler wurde. Dieser Teil der Erklärung amüsierte jeden, der wusste, wie hoch er feststeckte.

Der Hund muss unerbittlich gewesen sein, weil er es nie aufgegeben hat, sich am Baumstamm hochzuziehen, bis er auf 28 Fuß oben war. Er konnte sich nie aus dem Kastanienbaum befreien und starb dort. „Im hohlen Baum trat ein Kamineffekt auf, der zu einem Luftzug nach oben führte. Dies führte dazu, dass der Geruch des toten Tieres weggetragen wurde, was sonst Insekten und andere Organismen angezogen hätte, die sich von toten Tieren ernähren.“ Der hohle Baum bot auch relativ trockene Bedingungen und die Gerbsäure der Eiche half, die Haut des Tieres zu härten, so erklärte das Museum die Geschichte rund um den Hund im Stamm des Baumes.