Dieses Paar kaufte versehentlich ein 120 Jahre altes Herrenhaus

Lisa am 13. November 2020
Ein junges Paar
Um diese Geschichte zu verstehen, wollen wir euch erst mal etwas über das betreffende Paar erzählen. Claire Segeren und Cal Hunter sind aus Schottland und sind seit vielen Jahren zusammen. Nachdem Claire eine einjährige Pause von ihrem Medizin Studium nahm, beschlossen beide, den nächsten Schritt in ihrer Beziehung zu wagen.

Sie hatten die Idee, ein altes, renovierungsbedürftiges Haus zu kaufen, um dieses dann mit Gewinn weiterzuverkaufen. Theoretisch war das eine gute Idee, allerdings liefen die Dinge nicht so nach Plan, wie sie gehofft hatten. Sie hatten nämlich nicht nur ein altes Haus gekauft, sondern ein über Hundert Jahre altes Herrenhaus.
Eine Immobilie im Auge behalten
Die beiden waren keine gebürtigen Schotten, sie sind also nicht in Schottland geboren und dort aufgewachsen. Sie waren aber sehr angetan von ihrer neuen Heimat und vor allem von den günstigen Immobilienpreisen begeistert. Zuerst wollten sie eine Wohnung kaufen, die durch einen Brand zerstört wurde. Es war aber klar, dass sie für dieses Projekt vor Gewinn erst mal Geld ausgeben mussten.

Das schmälerte ihre Lust an dieser Immobilie aber nicht, weil sie einfach ein gutes Gefühl dabei hatten. Also gingen die beiden zur Immobilienversteigerung, um diese Wohnung zu erwerben. Sie gaben ein Gebot von 30.000 Pfund ab und erhielten den Zuschlag. Allerdings realisierten sie nicht gleich, dass sie kein Gebot für die Wohnung abgaben, sondern für ein Haus. Den Zuschlag hatten sie aber bereits …
Nimm es als Chance
Sobald Cal den Fehler bemerkte, machte er sich auf den Weg zum Vorstand des Auktionshauses. Er versuchte, den Kauf rückgängig zu machen. Er argumentierte, dass er ja auf eine Wohnung geboten hatte. Nicht auf ein Haus. Es handelte sich hier nämlich um eine über hundert Jahre alte Immobilie in der Stadt Dunoon in Schottland.

Die Verantwortlichen Vorgesetzten erklärten allerdings, dass getätigte Käufe durch Auktionen endgültig seien. Das bedeutete, Cal hatte keine andere Wahl, als seiner Freundin zu sagen, dass sie nun ein völlig anderes Objekt erworben hatten. Claire war überrascht, allerdings freute sie sich auch darauf. Denn so schlecht konnte das neue Objekt ja nicht sein?
Ihr neues Zuhause finden
Dem Paar war klar, dass sie sich ja auch mit der Immobilie, die sie eigentlich kaufen wollten, um eine Herausforderung gehandelt hätte. Daher machten sie sich wegen der neuen gar keine großen Gedanken. Das erste war allerdings, sie mussten ihr neues Zuhause finden! Sie sahen also nach, wo genau die Immobilie sein würde. Wichtig war, dass diese nicht so weit von Glasgow entfernt sein sollte. Zum Glück lag Dunoon recht nah. Sie sahen also noch bei Google Street View nach und fanden ihr neues Zuhause, die Jameswood Villa, sie waren auf den ersten Blick verliebt!

Claire war die Nähe zu Glasgow wichtig, weil sie ja dort studierte. Daher war es natürlich gut, dass ihr zukünftiges Zuhause nicht zu weit weg sein würde, wenn sie mit ihr Studium später fortsetzt. Ihrem zukünftigen Glück schien jetzt nichts mehr im Wege zu stehen. Beide waren jetzt sehr froh über ihren Zufallskauf.
Nicht das, was sie dachten
Die Fotos, die sie sahen, zeigten ihnen ein altes und offenbar leicht heruntergekommenes Herrenhaus, dass aber viel Charakter zu haben schien. Sie waren begeistert und voller Tatendrang, das alte Haus umzubauen. Ein Schnäppchen hatten sie ja auf jeden Fall gemacht, so dachten sie. Was sie nicht sahen, dass die Bilder nicht die ganze Wahrheit zeigten.

Als sie endlich persönlich vor der Villa standen, sahen sie bald selbst, wie viel Arbeit nötig sein würde. Denn neben der Tatsache, dass sich das Haus schon sehr in die Erde versenkt hatte, war das Dach eingestürzt und der Gemeinderat von Dunoon hatte die Struktur des Grundstücks für „gefährlich“ befunden.
Ich fühle mich entschlossen
Obwohl viele Leute sagen würden, dass das Haus völlig zerstört wäre, ließen sich Claire und Cal ihren Eifer nicht nehmen. Sie konnten über das Chaos hinwegsehen und sie sahen das Potential, dass es trug. Sie wollten aus dieser Immobilie etwas Besonderes machen und diese gewinnbringend verkaufen. Allerdings war auch klar, dass das viel Geld kosten würde.

Nachdem die beiden alle Optionen geprüft hatten und überlegten, wie sie sich die Renovierung leisten könnten, war ihnen klar, dass gar nicht viel Geld benötigt wird. Weder musste einer mehr arbeiten, noch müssten sie Kredite aufnehmen. Sie gaben einfach ihr bisheriges Leben auf und mieteten einen Wohnwagen. Dieser sollte während der gesamten Bauarbeiten auf dem Hinterhof des Anwesens stehen. Dort konnten sie leben und gleichzeitig alle Arbeiten vor Ort überwachen. Das einzige, auf was sie verzichten mussten, war Strom und fließendes Wasser.
Damit arbeiten
Die beiden hatten trotz des gesunkenen Lebensstandards ihre helle Freude an dem Abenteuer. Sie hatten es sich sowieso zur Aufgabe gemacht, ihr Leben als Abenteuer zu sehen. Denn das verband die beiden am meisten. Ihre Liebe zu Außergewöhnlichem. Sie hatten sich ja auch nicht auf alltägliche Weise kennengelernt. Nicht auf der Singlebörse, nicht in einer Bar, so wie viele andere Paare.

Die beiden hatten sich während eines Ski Camps kennengelernt und sie hatten eine aufregende Zeit zusammen verbracht. Seitdem war klar, dass sie zusammenbleiben würden und dass sie beide sicher noch viele Abenteuer erleben würden. Ein ganz besonderes lag ja jetzt vor ihnen. Der Umbau der alten Villa. Was für eine Herausforderung doch auf sie wartete!
Nach ihrer Reise
Es war aber auch klar, dass diese Aufgabe, ein über hundert Jahre altes Herrenhaus zu einem Zuhause zu machen, ihr wohl größtes Abenteuer werden würde. Sie waren aber nicht alleine! Ihre Freunde, die Familie, Fans auf der ganzen Welt unterstützten die zwei bei ihrem Projekt. Denn jeder bewunderte die beiden, für ihren Wagemut und das sie sowas großes überhaupt anpackten.

Claire und Cal eröffneten einen Blog und eine Social Media Seite mit dem Titel „What have we Dunoon?“, damit alle Menschen ihre abenteuerliche Renovierungsreise verfolgen konnten. Bis heute werden Fotos und Meilensteine veröffentlicht, um allen die Fortschritte zu zeigen. Seh Dir einfach die folgenden Bilder an, dann siehst Du, wie es voran ging!
Ihnen helfen
Das schöne war, die beiden hatten nicht nur Freunde und Familie, die den Fortschritt zuhause am PC verfolgen würden. Im Gegenteil. Da klar war, dass sie den größten Teil der Arbeiten selbst durchführen müssen, boten sich viele an, ihnen bei der Renovierung zu helfen. Das war auch gut so, denn Claire konnte alleine nicht viel machen und Cal musste Vollzeit arbeiten, um die laufenden Kosten zu decken.

Claire und Cal stießen allerdings ständig auf neue Probleme. Als ihr Auto in der Einfahrt stecken blieb, mussten sie erst mal den Boden abgraben, denn dieser gab ständig überall nach. Auch die Wasserversorgung war nur schwer zu finden, sie mussten buddeln und buddeln. Nicht nur das, auch die ursprüngliche Stromversorgung war praktisch unauffindbar! Aber sie gaben nicht auf. Strom war das Wichtigste.
Problem nach Problem
Diese Boden und Kabelprobleme waren nur ein Teil der Kämpfe mit der Jameswood Villa. Nachdem sie das Innere gründlich geprüft hatten, war klar, sie würden ein völlig neues Dach brauchen. Das alte war voller Löcher und Lücken, ein großer Teil davon sogar komplett zusammengebrochen.
Sie sahen sich also nach einer günstigen Möglichkeit um, damit das Dach wieder sicher wäre.

Allerdings sahen sie zuerst nicht, dass es kein solides Dach geben kann ohne einwandfreie Wände. Also musste daher für stabile Wände gesorgt werden. Jeden Tag ein Problem mehr, langsam wurde ihnen alles zu viel! Es schien einfach kein Ende zu nehmen. Würden sie durchhalten, oder würden sie aufgeben?
Gemeinsam sammeln
Trotz der Tatsache, dass die beiden während ihrer Renovierungsarbeiten ständig mit neuen Problemen konfrontiert wurden, war die Stimmung im Ort Dunoon sehr gut! Die Gemeinde und ihre Bewohner wussten, dass das Paar hier eine Mammutaufgabe übernommen hatte und wollten helfen, damit sie ihr Ziel erreichen. Die Bewunderung für das junge Paar war wirklich groß. Selbst die Älteren hätten nicht gewusst, ob sie so etwas Großes in Angriff nehmen würden.

Die Nachbarn erlaubten dem Paar, ihre Dusche zu benutzen und andere gaben ihnen sogar die Möglichkeit, endlich mal wieder normal zu kochen und ihre Wäsche zu waschen. Jeder half, wo er kann, damit die beiden ihren Mut nicht verloren. Ein wunderbarer Zusammenhalt.
Halten Sie es umweltfreundlich
Neben den Nachbarn, die sie so lieb unterstützten, freute sich das Paar auch über die Vielzahl an Menschen in den sozialen Medien, die mit ihnen in Kontakt traten. Jeder bot Hilfe an. Die einen sorgten für Baumaterialien, die anderen gaben gute Ratschläge. Diese Unterstützung half, dass sie nicht den Mut verloren. Zumal sie auch wertvolle Ratschläge in Sachen umweltfreundlicher Bauweise erhielten. Die beiden waren Recyclingfans.

Es war aber auch klar, dass der viele Ärger, der viele Stress seinen Tribut fordern würde. Ihr Liebesleben wurde auf eine harte Probe gestellt. Auf engstem Raum lebend, keinerlei Freizeitaktivitäten mehr, eine echte Belastungsprobe für die Beziehung. Sie bemerkten aber auch, wenn sie jetzt das durchstehen, dann alles andere in Zukunft auch!
In drei Teile teilen
Ihr Ziel von Beginn, das Gebäude zu renovieren und Gewinnbringend wieder zu verkaufen, verloren die zwei nie aus den Augen. Das war auch wichtig, damit diese Aufgabe nicht vergebens schien. Denn ohne Ziel im Auge macht keine Aufgabe wirklich Freude.

Sie nahmen sich vor, die große Villa in drei große Wohnungen aufzuteilen und diese zu etwas Besonderem zu machen. So würden sie viel Geld verdienen, könnten aber auch selbst in dem wunderschönen Haus wohnen. Denn inzwischen liebten sie das alte Gemäuer so sehr, dass sie auch selbst darin wohnen wollten. Ist auch klar. Wenn man an so etwas Großem baut, möchte man auch selbst dauerhaft etwas davon haben. Das ist wirklich mehr als verständlich.
Ein erstaunlicher Unfall
Weil sie dieses Ziel nie aus den Augen verloren, blieb ihnen die Möglichkeit, positiv zu bleiben. In guter Stimmung und alles aus einer guten Perspektive zu betrachten. Klar, sie hätten jammern können, dass sie ein unbewohnbares Haus gekauft hatten, aber das kam für die zwei nicht in Frage. Sie wussten, dass das auch nichts nützen würde, wenn sie jammern. Das nützt niemandem in irgendeiner Situation etwas, also erst recht nicht bei einem so großen Projekt.

Daher betrachteten sie ihre Lage als „glücklichen Unfall“. Ein weiteres, wunderbares Abenteuer, das sie in ihre Erinnerungen für später aufnehmen können. Das Leben soll ja aufregend sein. Und dieses Haus war es auf jeden Fall.
Ein großes Risiko
Natürlich war beiden aber auch klar, dass sie sich einem großen Risiko aussetzen. Denn sie planten zwar, zwei der Wohnungen gewinnbringend zu verkaufen, aber würde ihr Plan auch aufgehen? Dazu kam die viele Arbeit. Die wenigsten würden in ihren jungen Erwachsenenjahren ein so großes Projekt beginnen, mit so vielen Problemen.

Es könnte also auch passieren, dass sie am Ende nichts verkaufen, keine Wohnungen, nichts. Das sie am Ende sogar mit einem Berg Schulden dastehen könnten. Das sie das Haus vielleicht sogar nur zum Kaufpreis wieder losbekommen. Aber all das brach den Mut der beiden nicht. Sie mussten es einfach versuchen! Sie wollten der wunderbaren Villa neues Leben einhauchen und am Ende auf ihre Arbeit stolz sein können.
Für das Beste trainieren
Alle um die zwei herum konnten gar nicht anders, als sie zu bewundern. Sie sahen die große Aufgabe und die vielen Probleme. Sie sahen auch, dass kaum ein anderes Paar sich so etwas aufgeladen hätte. Da die beiden so gut zusammenhielten, war jedem klar: Sie werden das schaffen.

Das Paar hatte das Glück, von Leuten umgeben zu sein, die an sie und ihren Erfolg glauben. So waren sie viel besser in der Lage, ihre Situation zu meistern. Durch ihre tolle Einstellung sah man auch langsam, dass es voran ging. Allerdings lag immer noch ein langer Weg vor ihnen. Man konnte einfach keinen richtig großen Fortschritt sehen. Viele fragten sich, wie lange die beiden noch durchhalten würden. Würden sie es schaffen?
Den Müll rausbringen
Das größte Problem war der Müll, der anfiel. Das Haus war voller alter Möbel und diversen alten Gegenständen. Das Entrümpeln und Entsorgen kostete viel Zeit und war mit viel Schmutz verbunden. Sie benötigten Lastwägen, um alles zu entsorgen. Das ganze dauerte ziemlich lange und benötigte viele Tage Arbeit.

Bei so einem alten Gebäude mussten Claire und Cal auch sicherstellen, dass sie sicher sind im Haus. Es gab bröckelnde Wände und immer wieder fiel Putz von der Decke. Auch Dämpfe entstanden beim Ausräumen. Schimmel, Ruß und alte Chemikalien lagen in der Luft. Sie passten auch auf, dass ihre Helfer geschützt waren, die sich oft mit im Haus befanden. Es sollte alles sicher ablaufen, das Haus sollte Glück bringen. Kein Unglück!
Richtig geschützt
Das die Atemwege geschützt werden mussten, war nicht alles. Sie mussten auch auf Schutzkleidung und festes Schuhwerk achten. Sie trugen bei allen Arbeiten dicke Handschuhe, um sich nicht zu verletzen. Sie benötigten viele Paar Handschuhe im Laufe der Zeit und teilten diese Bilder der abgenutzten Handschuhe mit ihren Followern auf Instagram.

Obwohl sie viel Zeit für ihr Renovierungsprojekt benötigten, achteten die beiden doch auch auf Pausen. Sie verbrachten also auch Zeit mit ihren Familien und mit ihren Freunden. Sie verließen zwischendurch nur allzu gerne das Grundstück, um Abstand zu gewinnen. Ein relativ normales Leben sollte unbedingt erhalten bleiben. Das war auch gut für die Beziehung. Das Projekt war ja noch lange nicht am Ende!
Ein großer Moment
Seit Baubeginn im November 2018 gab es natürlich auch einige Meilensteine, die es zu feiern galt. Im März 2019 konnten sie ihr Grundstück endlich mit Strom versorgen! Vorher war nur eine Beleuchtung mit Kerzen möglich. Das war ein echter Gewinn, endlich konnten auch elektrische Helfer zum Einsatz kommen. So erzielten sie schnell Fortschritte bei ihrem Umbau.

Als der Strom da war, hatten Claire und Cal das Gefühl, alles wäre möglich für die Jameswood Villa. Allerdings stießen sie noch auf ein großes Problem. Die meisten Böden waren kaputt. Die Dielen waren verfault oder zerbröckelt. Claire zögerte nicht lange, schnappte sich einen Vorschlaghammer und zertrümmerte die defekten Böden völlig.
Darüber hinwegkommen
Claire kämpfte während der gesamten Umbauzeit mit einer ihrer größten Ängste; Sie litt unter starker Höhenangst. Das war schwierig für sie. Die Decken waren hoch, die Gerüste außen sowieso. Sie wusste, sie musste diese Angst besiegen, wenn sie richtig mithelfen wollte. Also nahm sie sich tapfer zusammen und setzte sich einen Schutzhelm auf. Dieser trug sie symbolisch in alle Höhen, ohne Probleme.

Denn ohne Gerüst ging gar nichts. Die Fassade hatte viele Löcher und Risse aufzuweisen. Diese mussten auf jeden Fall repariert werden. Das Problem war ja immer noch, dass das Fundament absank. Dementsprechend wurden die Risse nicht weniger. Die Fenster schoben sich nacheinander wieder aus ihren Fassungen.
Zurück zu den Grundlagen
Ihr alltägliches Leben war auch anstrengend. Jeder, der schon mal gecampt hat, war froh, wenn er wieder ein Dach über dem Kopf hatte. Auch Claire vermisste es, einfach Wäsche zu waschen, einfach in der Küche zu kochen. Alles musste provisorisch erledigt werden. Claire sparte sich sogar den Weg in den Waschsalon. Sie wusch die Wäsche im Bach und hängte sie zwischen den Ästen der Bäume auf.

Sie überbrückten den Sommer mit einer provisorischen Küche vor dem Wohnwagen. Sie wollten nicht immer zu den Nachbarn gehen, nur um dort zu kochen. Sie stellten Schränke, einen Herd und sogar einen Mülleimer bereit, um ihre richtige kleine Küche zu haben. Es war ein Vergnügen für die beiden. Nicht viel, aber ihres. Eigener Herd ist Goldes wert. Sagt man.
Ihre Basis bewegen
Mit der Zeit nervte die beiden, dass ihr Wohnwagen an der Straße stand. Sie wollten nicht, dass alle Vorbeifahrenden sie beobachten können. Also zogen sie ihren Wohnwagen weiter hinter ins Grundstück. Um fortan unter Bäumen und Vogelgezwitscher aufzuwachen und nicht mehr vom Lärm der LKW´s und Autos geweckt zu werden. Das war zwar ein kleiner Schritt, bewirkte aber bei beiden sehr viel.

Obwohl sie wussten, dass sie auf dem besten Weg waren, endeten die Probleme nicht. Die Vögel hatten sich längst in der Villa eingenistet, Ungeziefer auch. Vor allem die Vögel waren ein Problem. Claire wollte aber nicht hart dagegen vorgehen also griff sie zu einer alten Waffe: Der Vogelscheuche!
Halten Sie sie bequem
Als das Projekt immer weiter vorankam, brauchten sie mehr Hilfe. Es kamen Freunde aus England, die mithalfen. Allerdings wollten sie nicht, dass die Helfer im Hotel schlafen mussten, der Wohnwagen war auch zu klein. Daher bauten sie ein schönes Zelt auf und richteten es so gemütlich wie möglich für ihre Helfer ein.

Dieser Artikel entstand, als das Haus noch in Arbeit war. Obwohl sie noch einen langen Weg vor sich haben, besteht kein Zweifel daran, dass sie einen großen Fortschritt erzielt haben. Sie machen jeden Tag, Schritt für Schritt weiter. Sie haben viele Opfer gebracht, auch finanziell. Allerdings wird erwartet, dass sich das ganze gelohnt hat. Eines ist jedoch kurios: Kennst Du irgendjemand, der aus Versehen eine ganze Villa gekauft hat?
Spuren hinterlassen
Jeder, der schon mal ein Haus gebaut hat, oder eines renoviert, weiß, welche große Aufgabe das ist. Es kann körperlich und psychisch zur Belastung werden. Es lohnt sich aber und das ist das Wichtigste. Das Wichtigste für Claire und Cal war auch, jeden einzelnen Fortschritt zu dokumentieren. Sie schrieben auch ihre Namen und das Datum in den Zement, um sich dort zu verewigen. Ihr Erbe sollte auf ewig erhalten bleiben.

Obwohl Cal und Claire viel Hilfe hatten, wussten sie doch, dass ohne sie nichts entstanden wäre. Sie haben viel Geld gespart, weil sie so viel selbst gemacht haben. Das Paar hat viel über Bauweisen gelernt, auch über Baumaterialien. Sie hat sogar über Architektur etwas gelernt und auch, wie man ein Haus richtig neu gestaltet.
Ein paar Upgrades machen
In ein bis zwei Jahren soll die Jameswood Villa fertig sein. Das ist noch eine Weile, daher haben Claire und Cal beschlossen, ihren Wohnwagen noch schöner zu gestalten. Sie haben jetzt ein Blechdach, um besser vor Wind und Wetter geschützt zu sein und ihre Küche hat auch einen besseren Platz bekommen. Auch ein Kühlschrank ist jetzt vorhanden.
Da sie aber immer noch kein fließendes Wasser hatten, blieb ihnen nur eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio übrig, um immer duschen zu können, ohne jemanden zu stören. Durch die weltweite Pandemie allerdings konnten sie dieses nicht mehr aufsuchen. Also improvisierten sie. Sie stellten kurzerhand im Freien eine Badewanne auf.

Trotz der schwierigen Weltlage bauen die beiden weiter. Sie haben ja sogar noch mehr Zeit als vorher, da Cal freigestellt wurde. Mit dieser zusätzlichen Zeit kommen die beiden ihrem Ziel wohl auch schneller näher. Wir drücken ihnen die Daumen, dass sie ihren Traum erfüllen können.