Diabetes: 14 Anzeichen, die Sie nicht ignorieren sollten

Chrissy am 23. September 2020
Wir alle kennen bestimmt mindestens eine Person, welche unter Diabetes leiden. Selbst viele jüngere Menschen müssen lernen mit dieser Krankheit umzugehen und zu leben. In Deutschland leiden aktuell knapp 10% unter Diabetes und jedes Jahr gibt es einige Menschen, die diese Krankheit nicht überleben. Es gibt verschiedene Stufen von Diabetes, wobei in Deutschland die meisten Personen unter Typ 2 leiden.

Am häufigsten sind jedoch ältere Menschen von Diabetes betroffen. Diese Personen haben einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel, wodurch die Organe, Gefäße und andere Funktionen im Körper geschädigt werden. Diabetes bringt auch einige Folgeerkrankungen mit sich, wie zum Beispiel Nierenerkrankungen. In diesem Artikel zeigen wir dir 14 Anzeichen, wodurch du Diabetes rechtzeitig erkennen kannst.
1. Ständiges Hungergefühl
Du hast ständig Hunger oder Durst? Dies kann ein Anzeichen von Diabetes Typ 2 sein. Das liegt daran, dass Menschen mit Diabetes oft nicht genug Energie aus der Nahrung erhalten, die sie essen. Das Verdauungssystem zerlegt die aufgenommene Nahrung in einen einfachen Zucker namens Glukose, den der Körper als Brennstoff verwendet. Bei Menschen mit Diabetes gelangt nicht genug dieser Glukose aus dem Blutkreislauf in die Körperzellen.

Aus diesem Grund fühlen sich Mensch mit Diabetes häufig hungrig, egal wie viel sie zuvor gegessen haben. Heißhunger kann auch zu Gewichtszunahme führen, sollten sie jedoch trotz ständiger Heißhungerattacken an Gewicht verlieren, könnte dies ein Hinweis für Diabetes sein.
2. Häufiger Stuhlgang
Das kann das Leben der Erkrankten sehr beeinträchtigen, besonders wenn die Nachtruhe immer wieder durch den Toilettengang unterbrochen wird. Natürlich kann ein vermehrter Harndrang auch andere Ursachen haben. Zum Beispiel während einer Schwangerschaft kann es ebenfalls zu sehr häufigem Harndrang kommen.

Du musst deutlich häufiger aufs Klo als normalerweise? Da Diabetes den Blutzuckerspiegel dauerhaft anhebt, scheidet der Körper über den Urin deutlich mehr Zucker durch die Nieren aus. Da der Zucker das Wasser bindet, muss der Betroffene häufiger aufs Klo und dabei ist sein Urin meist sehr klar, da der Körper sehr viel Wasser ausscheidet.
3. Ständig durstig
Da betroffene Personen viel öfters den Weg zur Toilette aufsuchen müssen und somit viel Flüssigkeit ausscheiden, so muss diese auch wieder zugeführt werden. Aus diesem Grund verspüren Diabetespatienten ein ständiges Durstgefühl. Solltest du als ständig Durst haben, könnte dies ein Anzeichen für eine Diabeteserkrankung sein.

Der starke Durst kommt durch die Erhöhte Produktion und Ausscheidung von Harn zustande. Da der Körper nicht austrocknen will, vermittelt er ein ständiges Durstgefühl. Leider kann dieser im Falle einer Erkrankung kaum gestillt werden und Patienten sind gezwungen mehr zu trinken.
4. Augen werden schlechter
Wenn deine Augen wie aus dem Nichts einfach schlechter werden und du häufig verschwommen siehst, kann dies ein Anzeichen für eine Diabetes-Erkrankung sein. Da es sich hierbei aber auch um eine normale Sehschwäche handeln kann, sollten sie als erstes einen Augenarzt aufsuchen.

Wovon kommt jedoch das verschwommene Sehen bei Diabetes? Der erhöhte Blutzucker kann die Blutgefäße in deinen Augen schädigen, was dauerhaft oder nur für einen kurzen Augenblick oder wenige Stunden anhalten kann. Damit eine langfristige Schädigung verhindert werden kann, sollte dies schnellstmöglich von einem Arzt behandelt werden.
5. Wunden verheilen langsamer
Jeder von uns kennt es, wenn man sich bei normalen Haus- oder Gartenarbeiten leicht verletzt. Normalerweise heilt eine kleine Schnittwunde oder ein kleiner Kratzer relativ schnell, doch bei Diabetespatienten ist dies anders. Sollten deine Wunden also nur sehr langsam heilen, ist dies ein Anzeichen.

Der hohe Zuckergehalt kann Nerven und Blutgefäße schädigen, wodurch es sein kann, dass kleinere Wunden mehrer Wochen benötigen um komplett abzuheilen. Durch die langsame Wundheilung wird auch das Risiko einer Infektion stark erhöht.
6. Dunkle Flecken auf der Haut
Die Hauterkrankung Acanthosis nigricans ist eine ziemlich häufig auftretende Störung der Hautpigmentierung. Das auffälligste Anzeichen sind dunkle Hautflecken mit einer dicken, samtigen Textur. Betroffene Hautpartien fangen oftmals das jucken oder komisch riechen an. Diese Flecken können an den verschiedensten Stellen des Körpers auftreten.

Meist treten diese Flecken nur bei einem stärkeren Typ Diabetes auf. In den meisten Fällen können diese Flecken erfolgreich behandelt werden und verschwinden anschließend vollständig. Solltest du diese Flecken an deinem Körper finden, ist eine Behandlung bei einem Arzt sehr wichtig.
7. Geschwächtes Immunsystem
Du wirst in letzter Zeit sehr häufig krank? Häufig deutet ein stark geschwächtes Immunsystem auf eine Diabetes-Erkrankungen hin. Der erhöhte Blutzucker schwächt das gesamte Abwehrsystem deines Körpers, wodurch Diabetiker häufig an Krankheiten wie Bronchitis, Entzündungen der Haut, verschiedenen Pilzerkrankungen oder Lungenentzündungen leiden.

In diesem Fall helfen oftmals eine Reihe von Schutzimpfungen. Deswegen gilt auch hier, je mehr Bewegung und je gesünder die Ernährung, desto besser wirst du dich auch fühlen. Besuche also unbedingt einen Arzt, wenn du sehr häufig krank wirst.
8. starke Müdigkeit
Du bist ständig müde und das obwohl du jede Nacht genügend schläfst? Da Diabetes Einfluss auf dein Energieniveau nehmen kann, kommt es häufig vor, dass betroffene Personen starke Müdigkeit aufweisen. Die Ursache liegt darin, dass aus dem Blutkreislauf eine unzureichende Menge Zucker in die Körperzellen gelangt.

Die energiereiche Glucose fehlt im Blut und in den Zellen. Sie wäre eigentlich die Energiequelle für den Körper. Eine logische Folge ist Schwäche und Müdigkeit. Auch das Gehirn bekommt zu wenig Energie. Betroffene können sich dadurch schlecht konzentrieren und neigen zu Bewusstseinsstörungen, die sie im Alltag beeinträchtigen.
9. Kribbeln, Taubheit oder Schmerzen in den Händen oder Füßen
Der hohe Blutzuckerspiegel kann die Durchblutung von Händen und Füßen stark beeinträchtigen. Das Ergebnis sind meist Nervenschäden im Körper. Bei den Betroffenen äußert sich das in Form von Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen und Füßen. Im weiteren Verlauf kann sich dieses Gefühl auf den gesamten Körper ausbreiten.

Blasen- sowie Magen- und Darmprobleme sind auch häufig eine Ergebnis dieser Nervenschäden. Wird in diesem Fall Diabetes nicht behandelt, wird diese Erkrankung immer schlimmer. Aus diesem Grund sollten sie bei diesen Anzeichen unbedingt einen Arzt aufsuchen.
10. Juckreiz und Hefepilz-Infektionen
Juckt deine Haut sehr stark und häufig? Der Grund dafür kann in erster Linie der starke Flüssigkeitsverlust sein, wodurch deine Haus austrocknet und zu jucken beginnt. Sollte dies der Fall sein, kann es ein Anzeichen für Diabetes sein und du solltest einen Arzt aufsuchen.

Ein weiterer Faktor können Hefepilz-Infektionen sein. Der zusätzliche Zucker im Blut und Urin ist ein perfekter Nährboden für die Infektionen. Diese entstehen oft an warmen und feuchten Hautstellen. Dazu gehören die Achselhöhlen, die Genitalien und der Mund.
11. Impotenz
Dieses Symptom tritt meist erst im späteren Verlauf der Krankheit auf. Da die Nerven durch den erhöhten Blutzucker beschädigt werden können, besteht die Gefahr, dass auch die Durchblutung geschwächt wird und somit eine Impotenz droht.

Viele der männlichen Diabetiker klagen über dieses Phänomen, was als Erektile Dysfunktion bezeichnet wird. Auch Frauen können davon betroffen sein, aber da es bei ihnen nicht so offensichtlich ist, wird darüber selten gesprochen. Bei Männern und Frauen kommt es durch den hohen Blutzuckerwert zu Schädigungen der Blutgefäße an den Schwellkörpern. Dadurch ist der Blutfluss beeinträchtigt und es kommt zu einer Impotenz.
12. Nervenschäden (Polyneuropathie)
Das periphere Nervensystem kann mit der Zeit durch den hohen Blutzuckerspiegel geschädigt werden. Das beeinträchtigt die sensiblen und motorischen Nervenbahnen. Auch die vegetativen Nervenbahnen, welche die Organe steuern, können dadurch geschädigt werden. Das hat zur Folge, dass das Schmerzempfinden gestört ist. Dadurch nehmen die Betroffenen Schmerzen nicht mehr wahr und es besteht die Gefahr, dass sie sich an einer Herdplatte brennen ohne es zu merken.

Es kann sehr gefährlich werden, wenn eine schlimme Erkrankung, wie ein Herzinfarkt, durch die die fehlenden Schmerzen, nicht wahrgenommen wird. Auch die Muskelkoordination leidet darunter. Ein weiteres Problem ist die Beeinträchtigung der Funktion der inneren Organe. Bei vielen Betroffenen äußert sich das besonders in den Verdauungsorganen.
13. Schäden an den Blutgefäßen
Aufgrund der Durchblutungsstörungen können auch noch weitere Organe geschädigt werden. Zum Beispiel die Funktionen des Herzens können dadurch stark geschwächt werden. Diese Schäden können vor allem bei regelmäßigen Routineuntersuchungen entdeckt und frühzeitig behandelt werden.

Das Gehirn kann unter der schlechten Durchblutung auch leiden und es kann somit zu Ausfallerscheinungen führen. Eine der drastischsten Folgen wäre ein Schlafanfall. Mit Schäden an den Blutgefäßen ist also nicht zu Spaßen und sollte schnellstmöglich von einem Arzt untersucht und behandelt werden.
14. Depression

Oftmals führt eine Diabeteserkrankung auch zu einer Depression. Ein Grund dafür sind vor allem die Spätfolgen dieser Krankheit, mit dieser einige Patienten nicht umgehen können. Suche in diesem Fall einen Arzt auf und lasse dich professionell behandeln um aus dem Loch der Depressionen wieder entkommen zu können.

Zudem geht es aber auch in die andere Richtung, denn es wurde auch bewiesen, dass Personen die an Depressionen leiden auch häufig ein erhöhtes Risiko für Diabetes aufweisen. Der Grund hierfür ist Frustessen. Die Patienten versuchen ihren Frust mit Essen zu übertönen und geraten durch diesen ungesunden Lebensstil immer weiter in die Negativspirale von Diabetes. In diesem Fall sollte man sich unbedingt professionelle Hilfe suchen.