Der 23-Jährige wird der jüngste Großvater der Welt

Chrissy am 17. February 2021
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1. Nur ein weiterer durchschnittlicher Schüler
Auf den ersten Blick unterscheidet sich Tommy Conolly nicht von anderen jungen Männern. Mit seinen 23 Jahren besuchte er die Universität in Queensland, Australien. Er finanzierte seinen Unterhalt durch einen Teilzeitjob als Immobilienmakler und verbrachte seine Zeit wie alle anderen auch mit Freunden oder auch mit der Familie. Also unterschied er sich in keiner Weise von anderen Männern in seinem Alter. Aber dann stellte sich sein Leben völlig auf den Kopf.

Alles schien normal zu laufen, er konzentrierte sich auf sein Studium und freute sich schon auf seinen Abschluss, als eines Tages eine Nachricht durch die sozialen Medien kam, die sein ganzes Leben verändern sollte. Aber auch zu diesem Zeitpunkt war klar, der junge Mann würde auch diese Aufgabe meistern. Denn er gehört zu den sehr starken Charakteren.

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2. Ein überdurchschnittlicher Athlet
Denn Tommy war nicht nur ein guter Student und führte ein sehr soziales Leben, sondern er machte auch viel Sport und das sehr erfolgreich. Er war ein begnadeter Leichtathlet und seine Trainer waren sich sicher, dass aus ihm etwas Großes werden würde. Sie waren sogar sicher, dass Tommy eine internationale Karriere vor sich hatte.

Tommy hatte bereits sehr große Erfolge bei Turnieren in seiner Gegend erzielen können. Kein Wunder, er arbeitete hart an sich und sein Leben war bestimmt vom Sport und dem dementsprechenden Training. Allerdings ahnte er zu dieser Zeit noch nicht, dass etwas kommen würde, was seine Pläne und Ziele völlig über den Haufen werfen könnte.

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3. Freizeit
Er verbrachte seine Freizeit praktisch nur im Freien. Er wanderte durch die Wälder, machte Wildwasser Rafting und kletterte. Aber er musste sich auch selbst finanzieren, um sein Studium problemlos zu Ende bringen zu können. Daher war auch ein großer Teil der Zeit für Arbeit nötig. Er arbeitete neben Studium und Training hart, um Geld zu sparen für später.

Tommy war also in jeder Hinsicht ein vorbildlicher junger Mann, der sein Leben optimal gestaltete und nicht nur an heute, sondern auch an die Zeit im Alter dachte. Er wollte so viel wie möglich erreichen, ehe er alt war. Sich etwas aufbauen, ein schönes Leben führen. Er konnte zu dieser Zeit, bei diesen Gedankengängen noch nicht ahnen, dass er bald Großvater werden würde. Aber wie kam es dazu? Du erfährst es auf den nächsten Seiten.

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4. Ziele, ein eigenes Unternehmen zu gründen
Tommy studierte am College Wirtschaftswissenschaft und sein großes Ziel war es, nach dem Studium sein eigenes Unternehmen zu gründen. Darauf arbeitete er hart hin und sparte so viel es ging, um seinen Traum nach dem Studium rasch verwirklichen zu können. Aber ihm war auch wichtig, dass er seine sportliche Karriere vorantreiben konnte. All seine Zeit verbrachte er mit der Verwirklichung seiner Ziele.

Geradezu verbissen arbeitete er Tag und Nacht, studierte, machte Sport, sein Traum musste einfach wahr werden. Die Ziele sollten erreicht werden. All seine Bekannten und auch Verwandten bewunderten den jungen Mann für seinen Ehrgeiz. Aber er wusste noch nicht, dass ihm jetzt einige Stolpersteine im Weg alles ins Wanken bringen konnten.

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5. Die Freundin
Es heißt nicht umsonst, dass hinter jedem erfolgreichen Mann auch eine starke Frau steht. So war es auch bei Tommy. Seine Freundin Olivia Tauro unterstützte den jungen Mann, bei allem was er tat und hielt ihm den Rücken frei, damit er seine Ziele problemlos verfolgen konnte. Wie im Bilderbuch. Alles schien super zu laufen.

Die zwei waren auch nicht immer ein Paar. Sie waren erst viele Jahre Freunde gewesen, ehe sie ihre tieferen Gefühle füreinander entdeckten. Sie verbrachten ihr erstes Date gemeinsam und von da an waren sie unzertrennlich. Sie unternahmen auch viel gemeinsam und reisten quer durch Australien. Es ist absehbar für euch, dass Olivia an seiner Seite bleiben würde, um die Hindernisse, die jetzt drohten, überwinden zu können.

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6. Die Nachricht
Eines Tages, als er mal einfach nur am Rechner saß, erhielt Tommy eine Nachricht über Facebook. Eine Cousine meldete sich bei ihm, mit der er schon lange keinen Kontakt mehr hatte. Der Kontakt war unterbrochen worden, als die Familie der Cousine aus seiner Stadt weggezogen war. Er hatte seit ca. 10 Jahren kein Wort mehr mit ihr gewechselt. Was er jetzt las, war allerdings schockierend.

Später erzählte Tommy, dass er sehr aufgeregt war, als sie sich meldete. Er mochte sie immer sehr gerne, viel lieber als alle anderen Familienmitglieder aus dem Tanten und Onkelbereich. Er mochte sie einfach, weil sie sich immer super verstanden hatten. Sie standen sich wirklich sehr nahe. Also war er gespannt, was seine Lieblingscousine von ihm wollte.

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7. Ein Teenager in Schwierigkeiten
Seine Cousine namens Kiarna, war gerade mal 16 Jahre alt, als sie die Nachricht an ihren Lieblingscousin schrieb. Die beiden beschlossen, miteinander zu telefonieren, damit sie ihm erzählen konnte, was los war. Das war einfacher, als nur über den Messenger miteinander zu reden. Schon nach wenigen Sätzen war Tommy klar, dass Kiarna einige Probleme hatte.

Das Leben hatte es mit Kiarna offenbar nicht gut gemeint, seit sie aus seiner Heimatstadt weggezogen war. Sie hatte alles verloren. Sie war obdachlos, hatte weder etwas zum anziehen, noch etwas zu essen und gerade mal ein paar Münzen, um im Internet Cafe mit ihm Kontakt aufnehmen zu können. Diese hatte sie sich erbettelt. Tommy erschrak sehr. Das traf ihn wirklich hart, seine Cousine und solche Schwierigkeiten!

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8. Eine unruhige Kindheit
Tommy fiel aus allen Wolken. Er hätte nie gedacht, dass es seiner Cousine mal so schlecht gehen könnte. Er dachte, dass sie ein schönes Leben hat bei Tante und Onkel, dass sie mit ihren 16 Jahren vielleicht gerade ihren Abschluss macht und sich auf ihr Studium freuen würde. Aber alles war ganz anders. Das war ihm jetzt klar.

Sie gab aber auch zu, dass sie es ihren Eltern nicht leicht gemacht hatte. Diese hatten sie auf die Straße gesetzt, weil Kiarna immer wieder durch kriminelle Aktivitäten aufgefallen war und weil sie auch Drogen nahm. Allerdings erklärte Kiarna ihrem Cousin, dass sie inzwischen weg war von Drogen, aber sie saß eben auf der Straße und war in großer Not. Tommy konnte es nicht fassen, was er da hörte.

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9. Ein gefährdetes Kind
Kiarna war aber nicht nur obdachlos, sie war auch in Gefahr. Ihr Freund, der sie eine Weile begleitet hatte, war aufgrund einiger krimineller Aktivitäten im Gefängnis gelandet und seither war sie völlig auf sich gestellt. Egal wo auf der Welt, wenn Frauen oder junge Mädchen auf der Straße leben müssen, sind sie in Gefahr. Sie überleben selten lange. Das verstand auch Tommy.

Im Moment war wirklich klar, das Mädchen hatte sowas von Pech gehabt. Von zuhause rausgeflogen, obdachlos, allen Schwierigkeiten der Straße ausgesetzt. Was sollte nur geschehen? Die einzigen Leute, die sie gut kannte, war die Polizei, die sie immer wieder kontrollierten. Das war doch kein Leben, Tommy war klar, hier musste etwas geschehen, damit Kiarna überleben konnte.

10. In Aktion treten
Für Tommy brach wirklich eine Welt zusammen. Er erinnerte sich gut an Kiarna, wie sie beide zusammen gespielt hatten. Er war ja damals gerade 13 und Kiarna 6 Jahre alt, sie verstanden sich trotz des Altersunterschiedes sehr gut und spielten viel zusammen. Er konnte es nicht fassen, dass ihr das Leben so ein Unglück beschert hatte. Er wusste auch, dass er ihr helfen musste. Auch wenn das sicher nicht ganz leicht werden würde.

Tommy dachte gar nicht lange nach. Er bat Kiarna, sich in den nächstbesten Bus zu setzen und zu ihm zu fahren. Er sagte, dass sie erleichtert war. Genau das hatte sie ihn fragen wollen. Für ihn war es selbstverständlich, dass er dem armen Mädchen helfen würde. Er fuhr also zum Busbahnhof, um seine Cousine dort abzuholen. Sie fuhren zu ihm nach Hause und Kiarna erzählte ihm beim Essen noch mal genau, was alles passiert war in den letzten Jahren.
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11. Ihre Geschichte
Tommy sagte später, dass ihn die ganze Geschichte unglaublich ärgerte. Er war auch wütend, dass man sie so im Stich gelassen hatte. Für ihn war klar, dass er ihr helfen würde. Alles, was er bisher erlebt hatte, erschien bedeutungslos angesichts der Probleme, die dieses Mädchen jetzt hatte. Für ihn war es selbstverständlich, dass seine Energie fortan ihr gelten würde.

Er hatte immer gedacht, wenn er seine Cousine wiedersehen würde, wäre das ein freudiges Ereignis. Er konnte ja nicht ahnen, dass ihr Leben so schief gelaufen war und sie jetzt in einer Situation steckte, die er gar nicht glauben konnte. Sie war ja immerhin seine Lieblingscousine aus Kindertagen gewesen. Das hatte er ihr sicher nicht gewünscht, dass sie solche Probleme bekommen würde.


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12. Ein neues Zuhause
Für Tommy war von Anfang an klar, dass Kiarna erst mal bei ihm leben würde. Er wollte sie einkleiden, sie wieder aufpäppeln, da ja auch die Nahrung in den letzten Jahren zu kurz gekommen war. Er wusste, es wird schwierig. Denn er hatte ja auch noch sein Studium und seinen Job. Aber er wollte alles unter einen Hut bringen, um ihr zu helfen.

Es taten sich noch viele weitere Probleme auf. Kiarna konnte nicht lesen und nicht schreiben. Auch das wollte Tommy lösen, in dem er sie unterrichten würde. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen konnte, es gab noch etwas, was Kiarna ihm verheimlicht hatte, aus lauter Angst, dass er sie gleich wieder verstoßen würde.

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13. Der große Schritt
Denn Kiarna war nicht nur in den letzten Monaten auf der Straße gewesen und hatte dort gelebt. Sie hatte in den Jahren zuvor bei vielen verschiedenen Pflegefamilien gewohnt. Ihre Probleme waren also sehr früh losgegangen. Das durfte so nicht weitergehen, wenn sie nicht völlig abrutschen sollte. Das war Tommy klar. Also beschloss er, ihr Vormund zu sein, damit Kiarna eine Chance auf ein gutes Leben hatte.

Er wollte sicherstellen, dass sie ein geregeltes Leben bekam, mit allem, was dazu gehört. Sie sollte zur Schule gehen, normal ernährt werden und alles haben, was man für ein normales Leben eben so braucht. Er musste ihr auch lesen und schreiben beibringen, damit sie überhaupt zur Schule konnte. Aber all das war für Tommy kein Problem. Er wusste, dass er das schaffen würde.

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14. Das Geheimnis
Kiarna kam allerdings nicht ganz alleine zu ihm. Sie hatte noch ein Geheimnis, nämlich das Wissen, in der 23. Woche schwanger zu sein. Sie hatte furchtbare Angst, dass diese Tatsache Tommy dazu bringen würde, sie doch wieder rauszuwerfen. Das würde sie nicht mal wundern, nach allem, was sie bisher erlebt hatte. Aber sie hatte falsch gedacht. Tommy dachte gar nicht daran, sie jetzt im Stich zu lassen.

Er wollte auch nicht, dass sie wieder auszieht. Ganz im Gegenteil. Er war wild entschlossen, alles mit Kiarna zu meistern und ihr eine gute Zukunft zu bieten. Er wusste wohl, dass das alles nicht einfach werden würde und vieles an Opfern von ihm verlangen würde. Aber das war ihm egal. Allerdings wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht, welch weitreichende Folgen seine Hilfsbereitschaft haben würde.


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15. Größere Probleme
Natürlich war er nicht gerade hellauf begeistert, als er erfuhr, dass Kiarna schwanger war. Aber er hatte den Entschluss gefasst, ihr zu helfen, also wollte er jetzt auf gar keinen Fall einen Rückzieher machen. Auch der Plan, die Vormundschaft für Kiarna zu erlangen, lag ja noch auf dem Tisch. Es war ihm jetzt wichtiger denn je, das durchzuziehen, da Kiarna ja jetzt auch bald Mutter werden würde.

Kiarna hatte furchtbare Angst, dass ihr das Jugendamt das Kind gleich wieder wegnehmen würde, sobald sie das erfahren, dass sie schwanger wäre. Also war es umso wichtiger, dass die Sache mit der Vormundschaft bald geregelt werden würde. Dann hatte das Jugendamt keine Hand mehr auf Kiarna und erst recht keinen Grund, ihr das Kind wieder wegzunehmen.

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16. Eine zweite Chance
Kiarna hatte diese Angst ja nicht umsonst. Egal wer davon erfahren hatte, dass sie schwanger war, hatte gesagt, dass sie keinen Tag mit dem Kind haben würde, weil man es ihr sowieso wegnehmen würde. Das war natürlich kein schöner Gedanke und sorgte für große Ängste bei der jungen werdenden Mutter. Sie wollte doch nur eine zweite Chance, eine Chance, auf eine gute Zukunft für sich, aber auch für das Baby.

Ihr war auch selbst klar, dass das alles nicht einfach werden würde. Sie war ja vorher alleine gewesen. Aber jetzt, mit Tommy als Helfer an ihrer Seite, war sie sich sicher, dass sie eine echte Chance auf einen Neuanfang bekam. Und diese Chance war real, kein Traum einer jungen Frau. Würden sie das alles schaffen?

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17. Rennen gegen die Zeit
Als die Geburt des Kindes immer näher rückte, begann Tommy Druck zu machen, dass das mit der Vormundschaft schneller über die Bühne gehen konnte. Es musste einfach sein, dass er der offizielle Vormund von Kiarna war, ehe das Kind zur Welt kam. Aber wie es ist, manchmal scheint sich alles gegen einen zu verschwören. So auch in diesem Fall.

Das Jugendamt hielt Tommy nicht für qualifiziert genug, die Vormundschaft für Kiarna und somit auch gleich für das Kleine mit zu übernehmen. Sie machten deutlich, dass sie Bedenken hätten, dass Tommy und Kiarna das schaffen würden. Sie waren beide jung, im Auge des Amtes zu jung für so eine große Verantwortung.

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18. Alles was es braucht
Tommy dachte gar nicht daran, jetzt aufzugeben. Er holte sich eine Rechtsberatung und erfuhr so, dass es durchaus Möglichkeiten gab, die rechtlichen Hindernisse zu umgehen und er beschloss, alles dafür zu tun, dass für Kiarna und für ihr Kind gesorgt werden würde. Er nahm sogar all seine Ersparnisse, um eine größere Wohnung für sich, Kiarna und das Kind zu besorgen.

Bei all den Schwierigkeiten war klar, dass Tommy auf etwas verzichten musste. Er musste jetzt für eine Weile sein sportliches Training aufgeben. Jeder warnte ihn, dass er aufpassen sollte, seine Ziele nicht völlig aus den Augen zu verlieren, aber all das interessierte Tommy jetzt einfach nicht. Kiarna war jetzt wichtiger als alles andere. Zumindest in dieser Zeit.

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19. Vorbereitungen
Jetzt war er voll gefordert und verbrachte die meiste Zeit damit, den Umzug zu planen, mit Kiarna zum Arzt zu gehen, alle möglichen Termine wahrzunehmen, Formulare auszufüllen, Geld zu besorgen, Bankkonten einzurichten und die Wohnung einzurichten. All das nahm viel Zeit in Anspruch und es sollte noch heftiger werden.

Denn er wollte Kiarna unbedingt auf eigene Füße stellen, also verbrachten sie viel Zeit damit, Lesen und Schreiben zu lernen. Sie machte auch ihren Führerschein und wurde so Stück für Stück auf ein normales und eigenes Leben vorbereitet. Alles schien auf einem guten Weg zu sein. Es war auch höchste Zeit, denn die Geburt des Kindes kam näher und näher.

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20. Du bist ein Vater
Nachdem Tommy so viel Zeit damit verbrachte, das Leben für Kiarna zu verbessern und auch die Wohnung fertig war und sich sehen lassen konnte, beschloss er, erneut einen Antrag zu stellen, damit er endlich Kiarnas Vormund wurde. Und endlich, sein Antrag wurde genehmigt! Das Amt sah die vielen Bemühungen als positiv an und somit war Tommy endlich Kiarnas Vormund. Jetzt konnte alles gut werden.

Tommy war unendlich glücklich, dass Kiarna nun ein Leben bekommen würde, welches normal sein würde. Welches geregelt sein würde. Sie würde eine zweite Chance bekommen, die sie davor nie hatte. Sie waren beide furchtbar aufgeregt, denn die Geburt des Kindes kam nun jeden Tag näher. Würde endlich alles gut werden, das Kind gesund zur Welt kommen?

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21. Andere Reaktionen
Während Tommy sich über die Erfolge freute, gab es auch genug Stimmen, die ihre Zweifel hatten, ob er auch das richtige tat. Denn ehe Kiarna in sein Leben trat, hatte er ehrgeizige Ziele. Wir erinnern uns, er war auf dem Weg, ein international bekannter Leichtathletikstar zu werden, er wollte ein Unternehmen gründen. All das lag jetzt auf Eis, seit das Mädchen da war. Nicht alle waren begeistert.

Ihm war all das egal. Er sah die Not, als Kiarna kam und für ihn war es klar, dass er helfen musste. Alles andere konnte man später wieder in Angriff nehmen, wenn Kiarna ihr eigenes Leben führte. Aber jetzt, in dieser Zeit, brauchte sie ihn. Er wusste einfach, dass er das Richtige tat. Nichts anderes war jetzt wichtig.

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22. Vorbereitung auf den großen Tag
Nun stand die Geburt von Kiarnas Kind kurz bevor und das Mädchen war so glücklich, als sie ihr Leben betrachtete. Noch vor wenigen Monaten stand sie auf der Straße, hatte weder etwas zum anziehen noch genug zu essen. Ein Dach über dem Kopf ja sowieso nicht. Jetzt hatte sie eine Wohnung, genug Kleidung und sogar eine Zahnspange. Alles Dinge, die vorher undenkbar waren.

Tommy hatte aber noch eine Überraschung für Kiarna parat. Als sie eines Tages nach Hause kam, wartete Tommy auf sie, mit einem kleinen Kätzchen! Sie hatte sich immer eines gewünscht, aber das war weder bei den Pflegeeltern möglich und erst recht nicht auf der Straße. Nun war alles perfekt, das Baby konnte kommen!

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23. Es ist Zeit
Nach 2 Monaten, als Tommy Kiarnas Vormund wurde, kam das Baby zur Welt. Am 16. März erblickte ein hübscher und gesunder Junge im Krankenhaus das Licht der Welt. Während Kiarna das Baby zur Welt brachte, saß Tommy im Warteraum und büffelte für seine nächste Klausur. Er hatte natürlich seine Ziele für später keinesfalls aufgegeben.

Dann aber rief man ihn zu Hilfe, Kiarna wollte nicht alleine sein, also stand Tommy ihr bei. Er filmte die Geburt, schnitt auch die Nabelschnur durch und schaffte es trotz der kurzen Nacht am nächsten Tag, seine Klausur zu schreiben. Kiarna nannte den Jungen Kayden und Tommy war in diesem Moment, mit seinen 23 Jahren, der jüngste Großvater der Welt. Völlig legal.


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24. Eine neue Familie
Als Kiarna mit dem Baby das Krankenhaus verlassen durfte, war es für alle klar, dass sie gemeinsam der jungen Mutter helfen würden, wo es nur ging. Auch Olivia, Tommys Freundin, war entschlossen, dabei zu helfen. So waren sie eine interessante Patchwork Familie. Es wurde viel getuschelt, aber das war allen egal. Wichtig war, dass alles zu einem guten Ende kommen würde.

Tommy lobte seine Cousine, da sie sich wirklich total verändert hatte. Sie sah richtig gut und gesund aus, verfolgte das Lernen zielstrebig und kümmerte sich liebevoll um ihren Sohn. Tommy war richtig stolz auf sie. Er wollte, dass sie eine Chance bekam und diese wurde von dem Mädchen perfekt genutzt. Tommy hatte nie Zweifel, dass sie das schaffen würde.

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25. Ein neues Leben
Kiarna und Kayden lebten glücklich und sicher bei Tommy. Auch die Gemeinde sah jetzt das außergewöhnliche Streben von Tommy und alle beschlossen, die junge Familie zu unterstützen. Es wurde sogar eine GoFundMe Seite für Kiarna eingerichtet und viele trugen dazu bei, dass die Familie keine Nöte haben musste. Es war ja auch außergewöhnlich, was Tommy alles auf sich genommen hatte.

Nach einiger Zeit berichtete Tommy in den sozialen Medien, dass es Kiarna sehr gut geht. Sie ist in ein eigenes kleines Häuschen gezogen, konnte sich einrichten dank der Spenden und es geht ihr sehr gut. Alle sind glücklich, dass es so gut läuft. Wer hätte das noch vor wenigen Monaten gedacht! Alles stand auf der Kippe und wendete sich doch zum Guten.

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26. Immobilienmakler
Tommy konnte sich jetzt wieder besser auf sein Studium konzentrieren und stürzte sich auch wieder in die Arbeit. Dennoch kümmert er sich weiterhin um seine Zieh-Tochter und deren Kind und passt auch von Zeit zu Zeit auf das Kleine auf. Das alles macht ihm nichts aus, es macht ihn sogar sehr glücklich. Ihm war wichtig, 2 Leben zu retten, als nur seines zu meistern. Das ist ihm gelungen.

Er wurde immer erfolgreicher in seinem Job als Makler und blickt auch wieder optimistisch in die Zukunft. Nicht, dass er seine Träume je aufgegeben hätte, aber eine Weile musste doch alles ruhen, da er sich um Kiarna kümmern musste. Jetzt aber möchte er alles wieder angehen und auch seinen Traum eines eigenen Unternehmens verwirklichen. Und mit Olivia eine eigene Familie gründen.

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27. Sag niemals "Kann nicht"
Da er in seinem Job als Makler so gut war, gründete er eine eigene Firma namens UN Real Estate, nachdem sein alter Chef meinte, er würde das nicht schaffen. Wenn Tommy jemand sagt, dass er etwas nicht schafft, macht er es erst recht und mit gutem Gefühl. Das ist einfach seine Natur. Auch die Einwände, dass er ja viel zu jung sei, hielten ihn nicht von seinem Tun ab.

Sein Chef warnte und bat ihn, doch noch weitere Jahre für ihn zu arbeiten, bis er alt genug für sein eigenes Unternehmen wäre. Aber Tommy dachte gar nicht daran. Er meinte, er schafft das und sagte das seinem alten Chef auch klipp und klar. Er sagte später, dass er niemals glauben kann, wenn jemand sagt, du KANNST etwas nicht tun. Denn man kann. Basta. Und Tommy machte einfach.

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28. UN-Immobilien
Tommy war wichtig, eine reale Firma zu schaffen. Eine echte Firma, mit echten Menschen, die die Bedürfnisse von anderen Menschen erfüllen würden. Also kein reines Geschäft, sondern eine Firma, die Menschen glücklich macht und ihnen das Zuhause suchen würde, welches sie wirklich wollten. Kein Aufgeschwatze von Schrottimmobilien, sondern wirkliches Bemühen, Träume zu erfüllen.

Er kannte ja alle Tricks, mit denen sonst gearbeitet wird, damit Menschen auch die seltsamsten Immobilien kaufen. Auch wenn sie sich dort nicht wohlfühlen würden. Hauptsache das Geschäft stimmt. So konnte und wollte er nicht arbeiten. Er wollte ehrlich sein und Menschen wirklich zu ihren Traumhäusern verhelfen. Sie tragen nicht mal Krawatten, sondern präsentieren sich als „normale Menschen“.

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29. Pay It Forward
Was ihn aber wirklich wunderte, dass seine Geschichte, also seine und Kiarnas Geschichte viral ging. Warum wunderte das die Menschen? War es so außergewöhnlich, jemandem in Not zu helfen? Sie war doch seine Familie, also ein Teil davon? Er wollte, dass es auch für andere normal werden würde, anderen in Not doch einfach zu helfen.

Also macht er es sich jetzt zur Aufgabe, andere dazu zu bringen, einfach was Gutes zu tun. Und wenn es nur ein nettes Wort zu jemand Fremdem ist. Er hofft darauf, dass daraus eine Art Welleneffekt wird und die Welt so ein bisschen freundlicher und auch hilfsbereiter wird. Er sagt auch, die Leuten sollen daran denken, dass die sozialen Medien die Welt nicht verändern. Aber Taten. Von Menschen. Jeden Tag aufs Neue.

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30. Die besten Geschenke
„Sie sagen, dass die besten Geschenke im Leben schlecht verpackt sind. Als er geboren wurde, begann alles einen Sinn zu ergeben. Ich habe auf dem Weg einige Freunde und Familie verloren ... Sie haben nie das größere Bild gesehen. Ich wollte nur, dass dieser Junge sicher und glücklich ist. “ Ist das nicht total schön? Man muss ja bedenken, Tommy war gerade mal 23 Jahre alt, als all das passierte. Das ist nicht selbstverständlich, dass so ein junger Mann all seine Pläne gefährdet, nur um jemandem zu helfen. Für ihn allerdings war es das. Selbstverständlich.

"Ich würde ihn jeden Tag der Woche an 365 Tagen im Jahr auswählen. Ich bin vielleicht nicht dein richtiger Vater, aber ich bin deine Familie und ich werde immer für dich da sein. Ich habe meinen echten Vater seit über 13 Jahren nicht mehr gesehen. Ich habe gelernt, dass ein Vater das ist, was ein Vater tut… “, schrieb Tommy. So nutzt er also seine eigene Geschichte, um es besser zu machen. Einfach nur schön und ein wunderbares Vorbild für Menschlichkeit, wie wir finden.

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31. Alles Gute zum Geburtstag Kayden
„Familie ist das, was Familie tut. Herzlichen Glückwunsch an den glücklichsten Jungen in Queensland, den am besten aussehenden Jungen in der Familie, das beste Antidepressivum, das Geld nicht kaufen konnte, und den zukünftigen Weltmeister in allem, was er tun möchte. Ich liebe dich, Junge “, schrieb Tommy. Eine liebevollere Erklärung hätte er nicht abgeben können. Einfach nur schön, was für ein toller Mensch dieser Tommy.

Aber wie geht es Kiarna? Ihr geht es sehr gut. Sie haben ja jetzt ihr eigenes Zuhause und langsam nähert sich das Mädchen auch wieder ihrer Familie an, mit der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Mit Tommy, seiner Olivia und mit Hilfe der Familie scheint nun wirklich einer guten Zukunft nichts mehr im Wege zu stehen. Gibt es noch eine Fortsetzung? Ja, ein kurzer Bericht noch, wie es allen heute geht:

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32. Leben leben
Kiarna hat ihr Abitur gemacht und mit Bravour bestanden. Sie hat einen guten Job und unterhält sich und ihren Sohn somit selbst. Sie braucht längst keine finanzielle Unterstützung mehr von Tommy. Dennoch wird sie ihm natürlich auf ewig dankbar sein. Ohne ihn wäre all das nicht möglich gewesen. Aber wie erging es ihrem Gönner?

Er ist erfolgreich mit seiner Firma und hat auch seinen Sport wieder aufgenommen. Er ist glücklich, dass sich alles zum Guten gewendet hat und wird wohl bald mit Olivia seine eigene Familie gründen. Was für ein zauberhafter Mensch, der keinen Moment gezögert hat, als seine Hilfe gefragt war. Sehen wir noch, ob es weitere junge Großeltern gibt: Eine rumänische Frau wurde auch mit 23 Jahren Großmutter, aber wenn wir ehrlich sind, uns gefällt die Geschichte von Tommy, Kiara, ihrem Kind und ihren Helfern doch am besten. Weil sie warm ist und menschlich. Davon können wir alle etwas lernen.