Das kleine Mädchen, das eine antike Münze fand und dafür festgenommen wurde!

Marc am 04. August 2021
Ein tolles Team
In England lebt Kate Harding mit ihrer Mutter. Die beiden waren ein prima Team und verbrachten, wann immer es ging, die Zeit gemeinsam. Sie arbeiteten auch gerne gemeinsam im Garten. So auch an diesem Tag, als die zwei beschlossen, den Garten mal vom schlimmsten Unkraut zu befreien. Kate schaufelte und plötzlich blinkte etwas vor ihr auf. Ohne lange zu überlegen, hob sie das glänzende Ding aus der Erde.

Sie wollte erst mal ihrer Mutter davon nichts sagen. Es war ihr kleiner Schatz, den sie da gefunden hatte. Also ging sie in das Badezimmer und reinigte das glänzende Ding vom gröbsten Schmutz der Erde. Jetzt sah sie, dass es eine alte Münze war. Sie schien sogar sehr alt zu sein und ihr Zustand war nicht der beste. Sie überlegte sich, was sie damit machen sollte, kam zu keinem Ergebnis und ließ sie erst mal in einem Schränkchen ihres Zimmers verschwinden.
Erinnerung an diesen besonderen Moment
Die Zeit verging und Kate dachte gar nicht mehr weiter an diese Münze. Sie hatte einen kleinen Schatz geborgen, der in ihrer Schublade schlummerte. Eines Tages machte sie sich für die Schule fertig, suchte etwas in diesen Schubladen und stieß dabei auf die Münze, an die sie schon gar nicht mehr gedacht hatte. Aber jetzt wurde ihr Leben chaotisch und auch traurig.

Ihre Mutter starb nur kurze Zeit, nachdem sie die Münze wieder in ihrem Schub gefunden hatte. Jetzt war genau diese Münze ihr wichtigster Trost. Sie erinnerte sich, wie sie diese gefunden hatte, als sie mit ihrer Mutter fröhlich im Garten gearbeitet hatte. Was sie zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen konnte, es würde noch viel chaotischer werden und diese Münze würde schuld daran sein.
Ein alter Schatz
Als sie damals diese Münze gefunden hatte, machte sie sich natürlich keine weiteren Gedanken darüber. Sie war ein kleines Mädchen gewesen und hatte, wie es wohl viele Kinder tun würden, das glänzende Ding einfach genommen und versteckt. Aber jetzt war sie erwachsen und wollte nun doch wissen, was das denn eigentlich für eine Münze war? War diese sogar wertvoll?

Sie war jetzt wirklich zu alt, um Schätze zu verstecken, außerdem war sie viel zu neugierig. Was war das für eine Münze? Sie beschloss, zu einem Fachmann zu gehen, der könnte ihr Auskunft geben. Also machte sie sich auf den Weg ins nächste Museum, wo sicher Experten waren, die ihr Auskunft über ihre Münze geben konnten. Sie war sehr gespannt, was diese sagen würden. Vielleicht war sie auch völlig wertlos?
Ein altes Sprichwort
Ein altes Sprichwort sagt es. „Neugier ist der Katze Tod“. Aber Kate war einfach neugierig. Sie wollte wissen, was das für eine Münze war, die wohl schon seit vielen Jahren, wenn nicht sogar länger, bei ihnen im Garten gelegen hatte. Was sie nicht ahnte, diese Suche nach der Wahrheit würde ihr jetzt richtig Probleme einbringen. Davon wusste sie aber in diesem Moment noch nichts und machte sich fröhlich auf den Weg ins Museum.

Endlich kam sie im Museum an und es kamen auch gleich einige Fachleute zu ihr, um diese Münze zu begutachten. Alle waren jetzt sehr ernst und teilten ihr mit, dass sie hier nicht einfach irgend eine alte Münze gefunden hätte, sondern etwas völlig anderes. Aber was war es dann? Es sah doch wie eine Münze aus? Kate war total verwirrt und wartete auf weitere Erklärungen.
Direkt auf den Punkt gebracht
Kate hatte sich natürlich auf ihrem Weg ins Museum Gedanken gemacht. Was konnte das sein? Es war sicher eine Münze, vielleicht eine sehr alte, aus einem fernen Land sogar? Sie hatte sich überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, dass sie jetzt vielleicht sogar Probleme bekommen könnte. Warum auch? Es war nur eine alte Münze! Oder doch nicht?

Sie erfuhr jetzt, dass es keine normale Münze war, sondern etwas völlig anderes. Es war sehr alt, sogar richtig historisch. Man teilte ihr mit, dass es ein sogenannter „Piedfort“ wäre, etwas, das wesentlich schwerer und auch dicker war als normale Münzen. Das alles sagte Kate natürlich erst mal gar nichts. Wo lag das Problem? Die Leute im Museum sahen alle so ernst aus, was hatte sie denn falsch gemacht?
Ihre Ehrlichkeit fiel ihr auf die Füße
Wir verstehen Kate gut, dass sie diese Münze für eine Münze gehalten hatte. Also das, was sie für eine Münze befand. Es war eben ein „Piedfort“, etwas, wovon sie noch nie zuvor gehört hatte. Die Frage war jetzt nur, wie war das seltsame Ding im Garten ihrer Mutter gelandet? Sie erfuhr jetzt auch, dass dieser Piedfort einen sehr hohen Wert hätte. Das freute Kate natürlich! Sie studierte und Studenten sind nicht gerade für üppige finanzielle Mittel bekannt.

Sie war jetzt neugierig, was ihr dieser Piedfort einbringen könnte. Die Experten im Museum konnten ihr darauf keine Antwort geben. Diese waren nur sicher, dass sie hier etwas ganz Besonderes gefunden hätte, sie fand etwas Wertvolles, was sicher noch viele Leute interessieren würde. Und genau das wurde zum Problem. Noch ahnte sie davon nichts.
Hunderte von Jahren lag es wohl dort
Es kamen noch weitere Leute aus dem Museum hinzu, Kates Fund war wirklich für alle sehr aufregend. Dieser Piedfort war locker 700 jahre alt! Kate konnte es nicht fassen, was machte ein jahrhundertealtes Ding bei ihr im Garten? Man fand übrigens heraus, dass dieser Piedfort ein Gegenstand war, der zu Ehren des französischen Königs im Jahr 1322 geschaffen wurde. England und Frankreich haben ja eine sehr lange gemeinsame Geschichte, mal besser, mal schlechter und so war hier eines sicher. Das Ding ist unglaublich wertvoll!

Aber immer noch sahen alle sehr ernst aus. Kate verstand das nicht. Sie fragte, was ihr Fund denn ungefähr wert sein könnte, einfach mal geschätzt? Man teilte ihr mit, dass sie ca. 3.000 Pfund wert sein müsse. Kate war happy! Sie überlegte bereits, was sie mit diesem Geld alles anfangen würde. Ein echter Geldsegen für eine Studentin. Aber es kam alles ganz anders.
Ein lukrativer Fund?
Kate hatte schon auch ihre Bedenken, da es ein emotionaler Fund war. Sie hatte ihn im Garten gefunden, als sie mit ihrer geliebten Mutter dort fröhlich gearbeitet hatte. Es war ihre schönste Erinnerung an die schönen Zeiten. Sie brachte ihr Trost, diese Münze oder was auch immer ihr Name war. Aber alle Gedanken, ob sie den Piedfort behält oder nicht, waren überflüssig. Denn jetzt wurde es richtig heftig.

Sie würde angeklagt werden, sie würde verhaftet werden. Sie hatte gegen ein Gesetz verstoßen und das schon als kleines Mädchen damals. All das würde auf sie zukommen. Man würde sie wie eine schlimme Verbrecherin behandeln. Ja, das alles lauerte auf Kate, sie wusste hier noch nichts davon. Noch schien alles gut zu laufen. Ihre Ehrlichkeit würde aber nicht belohnt werden…

Es gab aber eine Vorgeschichte
Man hatte ihr den Piedfort nicht gleich weggenommen, wie später aufgeklärt wurde. Sie war damit ins Museum gegangen, diese hatten den Wert auf ungefähr 3.000 Pfund geschätzt und Kate hatte sich dazu entschlossen, das Ding erst mal wieder mit nach Hause zu nehmen. Allerdings wusste sie nicht, dass die Museumsarbeiter die örtlichen Behörden verständigt hatten über diesen Fund. Und genau hier begannen die Probleme.

Sie wollte eigentlich nicht verkaufen, sondern das Andenken an ihre Mutter bewahren. Aber jetzt wurde es schwierig. Das Museum schickte ihr eine Mail nach der anderen und forderten sie auf, den Piedfort herauszugeben. Er gehöre der königlichen Familie. Kate ignorierte eine ganze Weile die aufdringlichen Forderungen. Sie wollte unbedingt das Andenken behalten. Es gehörte doch ihr! Oder nicht?
Sie meinten es wirklich ernst
Die junge Frau war sich ziemlich sicher, dass das Museum nur scharf auf diesen Fund war. Dass sie ihr den Piedfort neideten und so ignorierte sie weiter alle Mails und auch die Briefe, die jetzt bei ihr fast täglich ins Haus flatterten. Aber eines Tages konnte sie die Angelegenheit nicht mehr ignorieren, denn die Polizei stand vor ihrem Haus.

Sie öffnete die Tür und man überreichte ihr gleich mal eine Vorladung. Sie konnte es nicht fassen, dass dieses kleine Ding, was sie in ihrem Garten damals gefunden hatte, jetzt so einen Wirbel auslösen würde. Sie wusste nicht, dass in England die Gesetze für Schatzsucher so streng waren und das man keinen Spaß verstand, wenn es um königliche Relikte ging. Die Lage war jetzt ernst. Damit hatte sie nicht gerechnet.
Einzigartige Schätze, einzigartiges Gesetz
Sie ahnte es in diesem Moment noch nicht, dass sie bald eine der ersten Engländerinnen der heutigen Zeit werden würde, die wegen eines Verstoßes gegen das „Schatz Gesetz“ von 1996 angeklagt werden würde. Sie konnte es nicht fassen, dass sie, ohne es zu wollen, kriminell geworden war? Wegen eines Mini Fundes aus ihrer Kindheit? Ob ihr es glaubt oder nicht, sie wurde auch wirklich wie eine Kriminelle behandelt

Schuld an diesem „Treasure Act“, also an diesem Schatz Gesetz war die Tatsache, dass vor ihr ein englischer Bürger auch über einen Gold und Silberschatz gestolpert war, der auch aus königlichem Besitz stammte. Ehemals. Dieser kam ungeschoren davon, man nahm ihm alles ab. Aber, aufgrund dieses Fundes sah sich das Land gezwungen, ein Gesetz zu erlassen, in dem klar stand, dass königliche Fundstücke unverzüglich den Behörden übergeben werden müssen. Von diesem Gesetz wusste Kate nichts. Alles, was älter als 300 Jahre war und mindestens zu 10 Prozent aus Edelmetallen besteht, muss innerhalb von 2 Wochen gemeldet werden. Auch davon wusste Kate natürlich nichts. Ihr Fund war ja schon Jahre her!
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht
Wie es auch bei uns ist, schützt Unwissenheit vor Strafe nicht. Kate hatte zwar keine Ahnung von diesem Gesetz gehabt, ihre Mutter sicher auch nicht, aber das half ihr nicht. Denn ihre Mutter wusste ja noch nicht mal etwas von diesem ominösen Fund. Sie hatte keinerlei böse Absichten gehabt, als sie den Piedfort einfach eingesteckt hatte. Es hatte geglänzt, ihr gefallen, so wie es wohl jedes Kind gemacht hätte, hat sie es eben behalten. Aber jetzt wusste sie, sie hatte all die Jahre gegen ein Gesetz verstoßen.

Besonders nahm man ihr übel, dass sie den Fund nicht gleich dem Museum übergeben hatte. Sie hatte ja Mails und Briefe genug bekommen und hätte den Fund einfach nur herausgeben müssen. Dann wäre man vielleicht gnädiger gewesen. Aber so wurde die Sache eben richtig ernst. Sie wurde sogar verhaftet und man teilte ihr mit, dass es gut sein könnte, dass sie viele Monate, wenn nicht gar Jahre hinter Gittern verbringen würde.
Die „Schatzdiebin“ brauchte Hilfe
Da die Sache jetzt wirklich ernst war und sie wusste, dass ihr sogar Gefängnis drohte, suchte sie sich einen guten Anwalt. Brendan Reedy, ein sehr bekannter und geschätzter Anwalt aus Shrewsbury sollte ihr Verteidiger werden. Dieser hatte schon viele schwierige Fälle gewonnen und versprach auch Kate, dass er sein Bestes geben würde, um sie aus diesem Albtraum zu befreien.

Natürlich hatte Kate gegen geltendes Recht verstoßen. Aber der Anwalt versprach, sich dafür einzusetzen, dass sie nicht für etwas bestraft werden würde, was sie als damals 5jährige angestellt hat. Sie hatte nicht gewusst, dass das ein Schatz war. Sie dachte, sie hätte eine glänzende Münze gefunden und diese nicht einfach verkauft, als sie erwachsen war. Das musste doch auch irgendwie zählen? Sie war ja sogar zum Museum gegangen, statt zu irgendeinem dubiosen Händler.
Vor Gericht wurde es schwierig
Kate und der Anwalt hofften natürlich, dass diese Geschichte das hohe Gericht überzeugen würde. Sie hatten alle Fakten zusammengetragen, alle Vorteile besonders erwähnt und hofften jetzt, dass die Richter und Anwälte Milde zeigten. Aber beiden war klar, es würde nicht einfach werden. Das Gericht würde alles dafür tun, an die Münze zu behalten und Kate als Schatzdiebin zu überführen.

Es ging auch gleich knallhart zur Sache. Man warf ihr vor, dass sie ja wusste, dass es königliches Eigentum war, als sie die Münze wieder mitgenommen hatte. Das sie nicht reagiert hatte, als man sie um die Herausgabe bat. Das sie erst aufgegeben hatte, als die Polizei bei ihr vor der Tür stand. Einzig die Tatsache, dass es ein Andenken an ihre Mutter war, stimmte die Herren etwas gnädiger. Kate wollte den Piedfort damals aus nostalgischen Gründen unbedingt behalten. Sie wollte ihn einfach nicht abgeben.
Eine nicht zu überwindende Mauer
Kate und ihr Anwalt versuchten übrigens auch alles, damit Kate die Münze wieder bekam. Sie erklärten, dass es ein unschätzbarer Wert für die junge Frau wäre, dass es das einzige Erinnerungsstück an ihre unbeschwerte Kindheit mit ihrer geliebten Mutter wäre. Aber hier standen sie vor einer Mauer. Und sie mussten ja dafür sorgen, dass Kate nicht auch noch ins Gefängnis kam!

Das Gericht beriet sich ewig und entschloss sich endlich dazu, Kate zu entlassen. Sie sollte natürlich versprechen, zukünftige Funde zu melden, falls es so einen je noch mal geben sollte. Ansonsten war sie frei und es sah so aus, als müsste sie lediglich die Anwaltskosten bezahlen. Aber was war mit der Münze, dem Piedfort? Würde sie diesen noch bekommen oder gab es hier absolut keine Chance?
Das Blatt wendet sich
Wie wir erst jetzt erfahren haben, hatte Kate es geschafft, die Polizei und auch die Ankläger davon zu überzeugen, dass der Piedfort verschollen war. Sie hatte ihn gar nicht herausgegeben! Die Polizei war zwar da, um ihn abzuholen und nahm sie gleich mit, aber sie hatte den Piedfort versteckt und schwor, nicht zu wissen, wo sich dieser befand. Das ist natürlich noch mal eine harte Nummer. Würde sie damit durchkommen?

Die Medien wurden auf diesen kuriosen Fall aufmerksam und die Bürger Englands standen hinter ihr. Es konnte doch nicht sein, dass ein Mädchen Probleme bekam, weil sie ein altes Stück Irgendwas im Garten fand und es aus Liebe zu ihrer Mutter behalten hatte. Sie hätte es ja auch verkaufen können, was sie nicht getan hatte. Offiziell hatte sie die Münze verloren und niemand konnte ihr das Gegenteil beweisen.
Das Treasure Act Gesetz stand hier auf wackeligen Füßen
Alle waren sich einig, das Kate nichts falsch gemacht hatte. Gar nichts. Sie wurde wegen einem Mini Ding schikaniert und verfolgt, als wäre sie eine Schwerverbrecherin. Es gab auch noch richtig kluge Menschen, denen eine Kleinigkeit auffiel, die sogar der kluge Anwalt übersehen hatte. Kate hatte sich gar nicht strafbar gemacht!

Dieser Mann namens Alan wies darauf hin, dass Kate die Münze VOR 1996 gefunden hatte. Zu dieser Zeit hatte es das Schatz Gesetz noch gar nicht gegeben! Also konnte sie dafür auch nicht belangt werden, was eben vor der Gesetzesverabschiedung geschehen war. Wie würde das Gericht und auch das Museum jetzt diese Nachricht auffassen? Waren sie wirklich im Unrecht und was würde mit der Münze jetzt geschehen? Denn nach wie vor waren sich das Gericht und auch das Museum einig, dass Kate diesen Piedfort noch besitzen musste.
Alan hatte noch mehr zu sagen
Alan, der zu dieser Zeit Kates hartnäckigster Verteidiger war, erklärte, dass Kate gar nicht strafmündig war, als sie die Münze eingesteckt hatte. Sie war gerade mal 9 Jahre alt gewesen und selbst in England ist man unter 15 Jahren nur dann strafbar, wenn man ein Verbrechen aus Vorsatz begeht. Das war bei Kate ja absolut nicht der Fall. Alan meint, sie wurde in etwas gezogen, was nur irgendeinem anderen Ego diente. Kate ganz sicher nicht.

Das schwierige hier war ja auch, dass Kates ganze Zukunft auf dem Spiel stand. Sie war eines Verbrechens angeklagt worden. Sie stand vor Gericht und kam nur schwer wieder aus der Situation. Es könnte sein, dass ihre ganze Zukunft verbaut wäre durch diesen Fall. Schließlich galt sie ja offiziell als Diebin und wer hat schon gerne eine Diebin bei sich in der Firma, oder wer heiratet schon gerne Kriminelle? Alan wollte erzwingen, dass Kates Ruf komplett und absolut von einem Richter wieder hergestellt wurde.
Eine starke junge Frau
An Kate können sich viele Menschen ein Beispiel nehmen. Sie hat für ihre Sache gekämpft und hat nicht aufgegeben. Sie hätte die Münze herausgeben können, tat es aber nicht, weil sie das Andenken an ihre geliebte Mama bewahren wollte und weil sie einfach für sich das Gefühl hatte, hier im Recht zu sein. Sie kann stolz auf sich ein, andere wären sicher sehr schnell eingeknickt.

Sie blieb auch später bei ihrer Version, dass sie den Piedfort nicht mehr hatte. Das dieser wo auch immer verloren gegangen war. Weder die Polizei, noch die Anwälte Englands, noch das Museum konnten ihr das Gegenteil beweisen. Da das Volk so vehement hinter Kate stand, gaben diese schließlich ihre Bemühungen um den Piedfort auf. Es blieb ihnen ja nichts anderes übrig.
Ein schönes Erbe für später
Die junge Frau hatte wirklich alles unternommen, um den Piedfort in ihrem Besitz zu behalten. Natürlich hat sie niemandem gegenüber offen zugegeben, dass sie den kleinen Schatz behalten hatte. Sie hätte ihn ja auch verkaufen können, das hätte ihr viel Geld eingebracht. Aber bei keinem Händler war der Piedfort jemals aufgetaucht. Und so ist sicher, irgendwo bei Kate im Haus schlummert das kleine alte Ding vor sich hin.

Nur Kate weiß, wo es ist und wir sind sicher, dass sie es für ihre eigenen Kinder aufbewahrt. Sie trägt ein süßes Geheimnis mit sich herum und ihre Kinder werden später mal staunen, wenn sie die Widmungsmünze zur Krönung des alten französischen Königs in Händen halten. Was hättet ihr gemacht? Hättet ihr den Schatz herausgegeben oder wärt ihr sogar ins Gefängnis gegangen dafür? Aus unserer Sicht hatte Kate nichts falsch gemacht. Sie war ein Kind, als sie den Piedfort fand. Und Kindern sollte man einfach nichts wegnehmen. Vor allem nicht, wenn es harmlos ist.