Bauarbeiter entdecken eine Anakonda mit riesigem Bauch - Das haben sie in ihr gefunden!

Chrissy am 30. November 2021
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Als die Arbeiter eines Tages auf ihrer Baustelle eine riesige Anakonda sahen, erkannten sie sofort, dass etwas mit dem Tier nicht stimmte. Anakondas sind jetzt nicht gerade für ihre Schnelligkeit bekannt, aber diese Schlange bewegte sich wirklich extrem langsam. Sie sahen in der Mitte des Tieres eine riesige Ausbuchtung und waren sofort sicher, dass es dem Tier nicht gut geht. Es hatte etwas riesiges verschluckt. Aber was?

Sie beschlossen, einen Tierarzt anzurufen, der sich das Tier mal ansehen sollte. Man konnte wirklich schon von weitem sehen, dass es der Anakonda nicht gut geht und das in ihrem Bauch etwas ist, womit sie niemals alleine würde fertig werden. Es ging wahrscheinlich hier sogar um Leben und Tod! Der Tierarzt versprach, schnell zu kommen.

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Als der Veterinärmediziner an der Baustelle ankam, betrachtete er die Riesenschlange und beschloss, diese erst mal mit einem Sedativum zu beruhigen. Man stelle sich das vor, so ein kleiner Mensch gegen so eine riesige Schlange! Anakondas können ja mehrere Meter lang werden und das hier war ganz sicher ein ausgewachsenes Exemplar. Auch war klar, dass man die riesige Schlange nicht in die Tierklinik bringen konnte, sondern man musste ihr hier, mitten im Dschungel helfen.

Dem Tierarzt blieb nichts anderes übrig, als den Bauch der Schlange vorsichtig zu eröffnen. Als sie sahen, was sich im Bauch der Schlange befand, waren alle verwirrt. Wie war so etwas überhaupt möglich? Und würden sie die Schlange retten können oder was es schon viel zu spät für das Tier? Die wichtigste Frage, was genau war im Bauch der Schlange, was alle so verwirrt hatte?

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Lasst uns erst mal erklären, warum überhaupt mitten im Amazonasgebiet gebaut wurde. Es musste eine neue Straße her und man hatte viele Arbeiter angestellt, damit dieser Bau schnell vonstatten gehen konnte. Das war aber gar nicht so einfach. Denn mitten im Dschungel fehlt es an allem. An Baumaschinen, an Baumaterial und auch an fähigen Mitarbeitern. So zog sich der Bau der Straße schon lange hin.

Es gab auch zu wenige Lastwagen, die bei der Beschaffung der wichtigen Gerätschaften unentbehrlich waren. Auch ist der Regenwald ein gefährlicher Ort und man musste immer mit Problemen rechnen. Der Bau der Straße zog sich in die Länge und die Arbeiter waren schon langsam mehr als nur frustriert. Dort ist es nicht wie bei uns, dass man einfach nur in die nächste Stadt fahren muss, um neues Material zu beschaffen.

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Zusätzlich hatten die Arbeiter mit einem enormen Druck zu kämpfen. Diesen machte ihr Auftraggeber, der einen straffen Zeitplan erstellt hatte. Den wiederum konnten die Arbeiter nicht einhalten, eben weil es an fast allem fehlte. Jetzt war es sogar so schlimm geworden, dass der Chef ihnen mit Kündigung drohte, wenn es ihnen nicht gelingen würde, die Straße rechtzeitig fertig zu bauen.

Sie hatten gerade noch einen Monat Zeit. Wenn sie bis dahin nicht fertig werden, würde der Chef sie entlassen. Das bedeutete für jeden von ihnen, dass sie alles tun mussten, um diesen Auftrag rechtzeitig zu erledigen, damit sie nicht ihre Jobs verloren, Das war der Stand, als sie auf die riesige Schlange stießen. Diese hielt sie von ihrer Arbeit ab. Das Tier brauchte Hilfe.

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Die Arbeiter waren damit beschäftigt gewesen, das Erdreich für den Ausbau vorzubereiten, als einer von ihnen plötzlich etwas bemerkte. Es hatte sich etwas bewegt und der Mann sprang erschrocken zurück. Noch wusste er nicht, was es war, erschrak dann aber furchtbar, als er die Schlange sah. Das war keine kleine Schlange. Nein, das war eine ausgewachsene Anakonda!

Er hatte als Kind aus dem Regenwald sehr wohl schon Schlangen gesehen und keine Angst vor ihnen. Aber hier, lag direkt vor ihm im Gras die größte Schlange, die er in seinem ganzen Leben bisher gesehen hatte. Das kann einem schon mal kurz Angst machen. Langsam entfernte er sich von dem Tier und rief seine Kollegen an, dass sie zu ihm kommen sollten. Er wollte ihnen das riesige Tier selbst zeigen.

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Die Männer überlegten, was sie tun sollten und hofften einfach, dass die Schlange in Ruhe weiterkriechen würde, so dass sie ihre Arbeit fortführen könnten. Aber die Schlange bewegte sich keinen Millimeter. Was sollten sie nur tun? Sie hatten einen große Zeitdruck und konnten nicht den ganzen Tag warten, dass sie sich wegbewegen würde. Auch fiel ihnen auf, dass die Schlange viel zu ruhig war.

Sie betrachteten sie aus der Ferne und konnten sich nicht erklären, warum sie nicht einfach weiter kroch. Dann aber bemerkte einer der Männer, dass die Schlange ein Problem hatte. Er zeigte auf die Mitte des Tieres und jetzt sahen es alle. Die Schlange hatte einen viel zu dicken Bauch! Das war nicht normal. Sie mussten sich etwas einfallen lassen. Die riesige Schlange hatte Probleme.

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Sie sahen der Schlange zu, wie sie sich abmühte, ihren Weg fort zu setzen. Als sie langsam aus dem Gebüsch herausgekrochen kam, bemerkten die Männer, dass sie wirklich viel zu dick war. Die Schlange an sich war ja relativ schlank. Aber in ihrer Körpermitte hatte sie eine riesige Beule, als hätte sie etwas geschluckt, was viel zu groß für ihren Magen war. Kein Zweifel, sie mussten dem Tier helfen.

Allerdings war nicht jeder von ihnen furchtlos Schlangen gegenüber. Einige trauten sich gar nicht in die Nähe des Tieres. Einer von ihnen fasste sich dann aber doch ein Herz und ging auf die Schlange zu. Er musste sich einen besseren Überblick über die Lage verschaffen. Aus der Ferne war das schlecht möglich. Die anderen zögerten noch, ob sie ihm folgen sollten.

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Der eine Kollege allerdings war total erschrocken, als sein Kollege auf die Schlange zuging. Er hatte wirklich Angst um ihn. Anakondas sind jetzt nicht unbedingt die aggressivsten Schlangen, aber man wusste ja nie, wie das Tier hier reagieren würde. Vor allem war ja klar, dass es der Schlange nicht gut ging, vielleicht würde sie schon alleine deshalb wütend reagieren?

Tatsächlich ging der andere Kollege wieder weg, er war schon nahe an der Schlange gewesen. Sie beschlossen, lieber einen Tierarzt anzurufen. Dieser sollte sich das Tier mal ansehen und dann entscheiden, was sie tun sollten. Das war wohl wirklich die beste Lösung. Es sollte keiner der Männer in unnötige Gefahr geraten. Man weiß nie, wie ein Tier in Not so reagiert. Daher wollten sie lieber kein Risiko eingehen.

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Als der Tierarzt ankam und sich die Schlange aus der Ferne so ansah, meinte er, dass sie vielleicht trächtig wäre und wohl ihre Eier hier ablegen wolle. Das wäre aber wirklich blöd, weil das den Bau der Straße gefährden würde. Es gab also nur eine Möglichkeit, man musste die Schlange versetzen. Da das Tier sehr groß war, mussten sich dafür mehrere Männer freiwillig melden.

Der Arzt beauftragte die Männer, die Schlange auszurollen, damit er die Lage besser würde beurteilen können. Die Männer zögerten verständlicherweise. Sie würden also alle die Schlange anheben müssen und wussten nicht, wie das Tier reagieren würde. Einer von ihnen fasste sich ein Herz und gab jetzt Anweisungen. Sie mussten hier weiterkommen! Man darf nicht vergessen, sie standen unter großem Druck..

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Der tapferste unter ihnen beschloss, sich an die gefährlichste Stelle zu begeben, damit die anderen sicher wären. Er nahm sich also den Kopf vor. Die anderen sollten sich ans Ende der Schlange begeben und vorsichtig versuchen, die Schlange auseinander zu ziehen. So kam es, dass einer in der Nähe des Kopfes das Tier festhielt und die anderen am Ende zogen. Würde das gelingen oder würde die Schlange jetzt angreifen?

So ganz sicher waren sie sich nicht, ob das gut gehen würde. Sie hatten wirklich keine Ahnung, wie das Tier reagieren würde. Und da sie wirklich sehr groß und vor allem auch sehr schwer war, könnten sie hier alle schnell in Gefahr kommen. Sie mussten wirklich ganz vorsichtig vorgehen. Dann kam ihnen noch eine Idee, die ihnen die Aktion erleichtern sollte.

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Sie beschlossen, sich so gut es eben ging zu sichern. Sie zogen die besten Arbeitsschuhe an, die sie auf ihrer Baustelle finden konnten und überlegten sich, wie sie zur Not die Schlange ablenken könnten. Zwei der Männer griffen jetzt vorsichtig nach dem Ende der Schlange und hofften, dass alles gut gehen würde. Der andere hielt sich in der Nähe des Kopfes auf. Alle hielten den Atem an. Hoffentlich würde alles gut gehen!

Tatsächlich hatten sie sich umsonst Sorgen gemacht. Das Tier war so ruhig und wehrte sich gar nicht. So gelang es ihnen problemlos, das Tier auseinander zu ziehen und so wurde auch das ganze Ausmaß des Dilemmas sichtbar. Die Schlange hatte ein echtes Problem. Das war wohl auch der Grund, warum sie sich überhaupt nicht wehrte.

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Der Tierarzt hatte ja angenommen, dass die Schlange einfach trächtig war und im Gebüsch in Ruhe ihre Eier legen wollte. Als sie allerdings jetzt die Schlange auseinander gezogen hatten, sah man deutlich, wo die Beule in dem Bauch des Tieres war. Sie liefen zu dem Tierarzt und berichteten. Als dieser hörte, auf welcher Höhe sich die Ausbuchtung befindet, machte er große Augen.

Ihm war jetzt klar, dass das nicht zu der Höhe passt, an der normalerweise die Eier lagern. Also musste die Schlange etwas im Magen haben, was viel zu groß war und was das Tier wahrscheinlich nicht überleben würde. Was würde das sein? Und wie konnten sie dem Tier jetzt helfen? Es gab nur eine Möglichkeit. Sie mussten das Tier aufschneiden. Natürlich ohne es in Lebensgefahr zu bringen.

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Die Schlange hat offensichtlich etwas geschluckt, was sie nicht haben sollte, und musste wahrscheinlich sofort operiert werden, wenn sie überleben sollte. Es gab keine Zeit zu verlieren. Aber die Arbeiter wussten nicht, was sie tun sollten. Also fragten sie den Tierarzt, was sie tun sollen. Kommt sie zu ihnen? Oder sollten sie ihr die Schlange bringen? Sie hofften, dass es die erste Option war.

Aber für die Tierärztin war es eine Herausforderung an sich, zum Standort der Arbeiterin zu gelangen, da sie den genauen Aufenthaltsort der Schlange und der Arbeiter nicht kannte. Außerdem war Rushhour, also würde sie wahrscheinlich im Stau stecken bleiben. Aber sie musste so schnell wie möglich dorthin gelangen, um der Schlange die besten Überlebenschancen zu geben.
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Sie überlegten, ob es möglich wäre, das Tier in einem ihrer Jeeps zu transportieren. Damit man es in die Praxis des Tierarztes bringen konnte. Aber das würde zu lange dauern. Sie überlegten, was sie tun könnten und kamen zu dem Schluss, dass sie alles, was für das Tier nötig wäre, in ihrem Lager finden würden. Also fuhr der Tierarzt mit einem der Männer zu dem Lager. Alle ahnten, dass sie nicht viel Zeit hatten. Dem Tier ging es wirklich nicht gut.

Der Tierarzt fuhr also mit dem Arbeiter mit, damit sie alles holen konnten, was nötig war. Das war eine wirklich höllische Fahrt, wie ihr euch sicher vorstellen könnte. Die Straße war ja noch nicht gebaut, also mussten sie durch das unwegsame Gelände des Regenwaldes fahren. Hoffentlich würden sie es zeitlich schaffen, damit das Tier überleben würde..

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Man muss sich das so vorstellen: Alle waren mitten im Regenwald. Da war der nächste Ort nicht mal eben um die Ecke, sondern die Fahr zum Lager dauerte 3 Stunden! Allerdings waren sich alle einig, dass es die Mühen wert war. Dem Tier sollte geholfen werden, das hatte jetzt oberste Priorität. Sie fuhren also zum Lager, holten alles, was nötig war und fuhren die gleiche Strecke wieder zurück.

Sie waren sich einig gewesen, dass es die Mühen wert wäre. Das Tier war in Not und brauchte schnelle Hilfe. Als sie wieder bei der Schlange eintrafen, erkannten sie, dass jetzt wirklich jede Minute zählte. Sonst könnte es zu spät sein. Dem Tier ging es immer schlechter, das konnten sogar die Laien sehen. Selbst die trägste Schlange bewegte sich nicht so langsam wie das Tier hier.

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Die anderen Arbeiter waren ja in der Zwischenzeit bei der Schlange geblieben und beobachteten sie die meiste Zeit. Sie hatte sich kaum bewegt und lag praktisch immer noch an der gleichen Stelle, an der man sie gefunden hatte. Nur, dass sie jetzt lange da lag, nicht mehr wie vorher, zusammen gekrümmt. Sie versuchte, sich wegzubewegen, schaffte es aber nicht. Für die Männer vor Ort war das ein schwerer Anblick.

Einige von ihnen hatten beschlossen, dennoch in der Wartezeit ein bisschen weiter zu arbeiten. Sie konnten ja nichts anderes tun und standen nach wie vor unter enormem Zeitdruck. Und sie überlegten auch, warum es ihnen so wichtig war, der Schlange zu helfen. War es nicht nur ein Tier? Aber alle waren sich einig, dass es ein Lebewesen war. Und allen Lebewesen sollte man helfen, wenn sie in Not sind.

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Also hatten sie alle beschlossen, geduldig auf den Arzt zu warten, also einige von ihnen. Die anderen kümmerten sich wieder um ihre Baustelle. Die bei der Schlange blieben, waren sich einig, dass sie hofften, dass die Schlange jetzt nicht sterben würde, bevor der Arzt eintreffen würde. Es war ein Tier in Not und keiner von ihnen wollte, dass es jetzt und hier ums Leben kommen würde.

Sie beobachteten, wie sich die Schlange abmühte, vom Fleck zu kommen. Sie tat sich sichtlich schwer dabei und den Männern wurde das Herz schwer. Sie wollte wohl weg von den Menschen, die ihr sicherlich mehr Angst einflößten als es anders herum der Fall war. Eines war klar, sie würde es nicht schaffen, wieder im Dschungel zu verschwinden. Dafür ging es ihr viel zu schlecht.

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Die Arbeiter, die bei der Schlange geblieben waren, versuchten um sie herum einen Kreis zu bilden, natürlich in gebührendem Abstand. Sie mussten trotz der Trägheit des Tieres dafür sorgen, dass sie jetzt nicht doch noch im Dschungel verschwinden würde. Bevor der Arzt ihr hätte helfen können. Aber war das richtig? Sollte man der Natur nicht ihren Lauf lassen?

Und waren sie nicht doch in Gefahr? Was, wenn die Schlange plötzlich munter werden würde und doch einen von ihnen angriff? Aber sie sahen alle, dass das absolut unmöglich war. Dafür war das Tier viel zu müde, viel zu schwach und krank. Sie mussten jetzt dafür sorgen, dass sie nicht verschwinden konnte, bevor der Tierarzt wieder da war. Sie sahen aber auch, dass diese Furcht unbegründet war. Das Tier konnte sich kaum wenige Millimeter bewegen..

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Alle waren erleichtert, als sie den Jeep hörten. Sie wussten, endlich würde Hilfe eintreffen. Sie hofften, dass der Tierarzt alles holen konnte, was er benötigte. Dieser hatte sich auch noch zu seiner Praxis fahren lassen, damit er die nötigen Werkzeuge und Medikamente dabei hatte, um dem Tier helfen zu können. Er sah sofort, dass die Schlange sich kaum vom Fleck bewegt hatte. Also war wirklich keine Zeit mehr zu verlieren.

Jetzt allerdings kam noch ein neues Problem dazu. Die Schlange war wacher geworden und wurde aggressiv. Die Männer hatten um sie herum Bleche errichtet, damit sie nicht wegkriechen konnte, aber diese Bleche schleuderte sie einfach weg! Die Männer bekamen Angst, was wir gut verstehen können. Es war ja eine meterlange Schlange!

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Einige von den Männern bekamen Panik und rannten weg. Der Tierarzt musste jetzt schnell handeln, bevor sie hier noch alle in Gefahr gerieten. Also holte er aus seiner Tasche ein Beruhigungsmittel. Versuche mal, einer wütenden riesengroßen Schlange ein Beruhigungsmittel zu verabreichen, das ist leichter gesagt als getan!

Bevor die Schlange so wild wurde, hatte der Tierarzt überlegt, ob er dem Tier überhaupt ein Narkosemittel geben könnte, da alleine dieses dafür sorgen könnte, dass das Tier sterben würde. Als sie jetzt aber so munter tobte, war klar, dass das das geringere Übel wäre, er musste es versuchen. Langsam näherte er sich der wütenden Schlange mit der Spritze in der Hand. Hoffentlich würde alles gut gehen..

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Er wartete einige Meter von dem Tier entfernt, bis die Schlange ihren Kopf in die andere Richtung drehte. Also weg von ihm. Langsam schlich er auf sie zu und konnte ihr das Beruhigungsmittel verabreichen. Zum Kopf wagte er sich nicht vor, er nahm den unteren Teil er Schlange in Angriff. Nun brauchten sie nur noch warten, bis das Mittel wirken würde. Hoffentlich würde das bald der Fall sein..

Es dauerte einige Minuten, bis das tobende Tier langsam ruhiger werden und der Tierarzt verabreichte ihr sicherheitshalber noch eine weitere Dosis. Jetzt konnte man zusehen, wie die Schlange immer ruhiger wurde und langsam in den tiefen Schlaf der Narkose verfiel. Jetzt konnte ihre Rettung beginnen. Alle hofften, dass es gelingen würde, das Tier zu retten.

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Alle waren erleichtert, als die Schlange endlich ruhig war und schlief. Einige der Männer waren richtig erschöpft. Die letzten Stunden hatten ihnen alles abverlangt. Sie hatten das Tier beschützt, sie hatten Angst bekommen, als es plötzlich zu toben begann. Also hatten sie sich jetzt erst mal eine Pause verdient. Das ganze hätte auch anders ausgehen können. Tatsächlich waren sie ja alle in Gefahr gewesen!

Nach einigen weiteren Minuten ging der Tierarzt auf das Tier zu, dass friedlich in seiner Narkose schlief. Er holte alles, was nötig war aus dem Jeep, um sich auf die Operation des Tieres vorzubereiten. Was würde er in dem Bauch des Tieres finden? Sicher war, es würden keine Eier sein. Die Lage der Beule war definitiv dafür unpassend. Das wäre wohl auch zu leicht gewesen..

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Als der Tierarzt das Tier abtastete, bemerkte er schnell, dass der Mageneingang verstopft war. Also hatte das Tier wirklich etwas verschluckt, was viel zu groß gewesen war. Da er so nicht an das Objekt kam, was für den Verschluss des Magens gesorgt hatte, gab es nur eine Möglichkeit, um das Tier zu retten. Er musste den Bauch der Schlange aufschneiden. In einer Klinik wäre das leicht gewesen. Aber hier, mitten im Dschungel, das würde eine schwierige Angelegenheit werden.

Er machte sich also bereit, das riesige Tier aufzuschneiden. Natürlich war das eine gefährliche Aktion vor allem für das Tier, denn der Dschungel ist nicht gerade für seine Sterilität bekannt. Das Tier konnte sich mindestens eine schwere Infektion einfangen, wenn es dumm lief. Aber, sie mussten es riskieren, denn so, in diesem Zustand jetzt, hatte die Schlange gar keine Überlebenschance.

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Ganz langsam und vorsichtig machte sich der Tierarzt an die Arbeit. Er eröffnete erst mal den oberen Bauchbereich, durchtrennte mit seinem Skalpell erstmal alle Muskeln, Sehnen und die Speiseröhre des Tieres, um endlich an die Quelle des Übels zu gelangen. Sie hatten sich ja vorher vieles überlegt, was das Tier verschluckt haben könnte. Was sie aber jetzt sahen, damit hatte niemand rechnen können!

Der Tierarzt holte aus dem Magen des Tieres eine Box. Alle sahen sich verwundert an, was war das? Die Arbeiter allerdings wussten genau, was das war und sie wussten auch, dass das nicht gut für die Schlange war. Sie hätte wirklich viel lieber etwas anderes schlucken sollen. Denn das hier war für sie wirklich lebensgefährlich!

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Es war die Box, in der sie ihr Essen aufbewahrten. Genauer eine Kühlbox. Dort lagerten sie normalerweise vor allem Fleisch. An diesem Tag jedoch hatten sie das Fleisch in der Box belassen, weil es schlecht geworden war. Sie wollten das später entsorgen, wenn sie wieder nach Hause fahren würden. So war jedenfalls der Plan. Die Schlange jedoch hatte sich die Box geschnappt und diese verschluckt. Mitsamt dem verdorbenen Fleisch!

Der Schlange war wohl der verdorbene Geruch nicht aufgefallen, sondern sie hatte sich lediglich auf den Fleischgeruch konzentriert. Sie musste sich an den Jeep heran geschlichen haben und sich die Box geschnappt haben. Das war doppelt blöd für sie. Die Box versperrte jetzt ihren Magen und darin war verdorbenes Fleisch, was alleine ja schon gefährlich war. Für Menschen ebenso wie für Tiere..

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Sobald der Tierarzt den riesigen Fremdkörper aus der Schlange geholt hatte, vernähte er die wirklich große Wunde mit geschickten Händen. Bevor alles verschlossen war, platzierte er aber noch einen Chip in der Schlange, damit sie zukünftig seine Bewegungen würden verfolgen können. Sie wollten wissen, ob die Schlange das Martyrium, welches sie durchlaufen hatte, überleben würde. Danach ließen sie die Schlange noch ein Weilchen ruhen, um sie dann mit einem Aufputschmittel langsam wieder aufzuwecken.

Nach wenigen Minuten war es soweit. Die Schlange bekam einen wacheren Blick und schien verwirrt zu sein. Dann aber kam Bewegung in das Tier. Sie kroch schnell davon! Alle freuten sich, die Operation schien wirklich geglückt zu sein. Nichts mehr zu sehen von der vorherigen Trägheit, ausgelöst durch den Fremdkörper und das giftige Fleisch in ihrem Bauch..Nun galt es, sie zu überwachen. Würde die Schlange alles gut überstehen?

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Bevor der Tierarzt wieder wegfuhr, bedankte er sich bei den Männern. Sie hatten sich um ein Lebewesen Sorgen gemacht, dass die meisten eigentlich nur fürchten und den meisten wäre es egal gewesen, ob das Tier lebt oder jämmerlich umkommt. Ihnen war es nicht egal gewesen. Sie hatten erkannt, dass hier ein Lebewesen in großer Not war und hatten genau richtig gehandelt, in dem sie ihn zu Hilfe geholt hatten.

Später erfuhren die Männer von dem Tierarzt, dass die Schlange alles gut überstanden hatte. Sie hatte sich stetig weiter bewegt und das war ein sicheres Zeichen dafür, dass es ihr gut ging. Sie hatte sich wohl gut erholt und alle hofften, dass sich das Tier zukünftig passendere Mahlzeiten aussuchen würde, damit es nie wieder in so eine große Gefahr geraten würde..